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20. Juni 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

ANCIENT EXISTENCE - Death Fucking Metal
Band ANCIENT EXISTENCE
Albumtitel Death Fucking Metal
Label/Vertrieb Twilight
Homepage www.ancientexistence.com
Verffentlichung 16.05.2008
Laufzeit 38:44 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Manche Genrebezeichnungen im Musikgeschft erlauben eindeutige Rckschlsse auf das Publikum, das hiermit angesprochen werden soll. Wer's heftig mag hrt Heavy Metal, wer auf dsteres Gruselzeug steht hrt Black Metal, wer keine langsamen Lieder mag hrt Speed Metal und- tja, und dann gibt's auch noch Death Metal.
ANCIENT EXISTENCE spielen Death Metal. hnlich wie ihre badischen Kollegen von GROTESQUE IMPALEMENT ("Brutal Death Metal") haben auch sie eine eigene Bezeichnung fr ihren Sound kreiert: Death Fucking Metal. So heit auch ihr neues Album.
Ein knappes Jahr nach "Hate Is The Law" hauen uns die vier Hannoveraner einen neuen Brocken tdlichen Metalls um die Ohren. Bei aller Hrte schaffen ANCIENT EXISTENCE es abwechslungsreich zu klingen und unterschiedliche Einflsse in ihr Spiel zu integrieren. Los geht's mit "Cyclone", einem skandinavisch anmutenden Uptempo-Opener. Das hierauf folgende "With Every Human Sin" schlgt in die gleiche Kerbe, whrend man mit "My Warpath" einen Gang zurck schaltet und sich in bester BOLT THROWER-Manier ein mchtig fies groovendes Hasspaket aus dem Kreuz leiert. "The Sun Falls Asleep Forever" erinnert an die frhen ENTOMBED, wenn auch nicht versucht wird, deren Geschwindigkeit zu kopieren. Mit "Hymn For The Doomed" gibt's ein nicht unbedingt notwendiges Instrumental bei dem Gitarrist Johannes Leicht mal zeigt was er gitarrenmig auf der Pfanne hat. Danach geht's munter weiter, immer krftig auf die Zwlf- bis zu "Slowly Beaten To Death", dem nicht nur dem Titel nach gemeinsten Titel von "Death Fucking Metal". Fr diese dreckspritzende Sludgenummer drften Zakk Wylde und seine Kollegen aus sdstaatlichen Smpfen Pate gestanden haben. Geilomat! Standesgem verabschieden ANCIENT EXISTENCE mit "The End..."- einem Rauschmeier, bei dem Snger Steffen Rehbock sich noch mal von Herzen Hals und Seele freikotzt. A propos Snger: was der Mann hier abliefert ist so ziemlich das Krasseste was ich bisher von einem Mann am Mikrofon gehrt habe. Wenn der gemeinsame Sohn von SIX FEET UNDERs Chris Barnes und Peter Steele von TYPE O NEGATIVE nach einer durchzechten Nacht ein Pfund Reizwecken in einen Stimmverzerrer reihert, drfte das ungefhr genauso klingen. Unglaublich. Allerdings, und das ist der Nachteil hiervon, steht besagter Gesang -wie auch die Gitarren- soweit im Vordergrund, dass die Rhythmusgruppe (Alexander Degraf, b und Dominik Brodowy, d) unverdientermaen wenig Beachtung erfhrt. Dabei finde ich gerade den sterilen RAMMSTEIN-Trommelsound, im Death Metal eher eine Seltenheit, total geil. Nchstes Mal haust Du einfach fester drauf, Dominik- ist ja Metal!
"Death Fucking Metal" ist ein gelungenes, reifes und zudem viertes Album einer Erfolg versprechenden jungen Band aus unserem Lande. Da die Sache mit Gesang/Gitarre vs. Bass/Schlagzeug den Hrgenuss nicht gravierend beeintrchtigt und schon mit dem Equalizer einer handelsblichen Kompaktstereoanlage zu beheben ist gibt's eine ausbaufhige 2+. Ich freue mich auf das nchste Album von ANCIENT EXISTENCE!
   
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