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19. Dezember 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

ROOT - Daemon Viam Invenient
Band ROOT
Albumtitel Daemon Viam Invenient
Label/Vertrieb Shindy Productions
Homepage www.rootan.cz
Verffentlichung 04/2008
Laufzeit 49:08 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Ende dieses Jahres werden ROOT ihr 20-jhriges Bestehen feiern und sind dennoch viel zu oft als eine rumpelnde, obskure Metal-Anomalie verschrien. Obskur sind die Tschechen, keine Frage, aber mit Rumpeln hat das achte Studioalbum "Daemon Viam Invenient" definitiv nichts zu tun!
Auf dem Album, das auch als limitierte Edition samt Bonus-DVD erhltlich ist, feuern ROOT einen Metal-Spektakel ab, das vor Ideen fast zu platzen scheint. Getragen von der begnadeten Stimme des berchtigten Gesangs-Urgesteins Big Boss wird der schwammige Begriff "Dark Metal" neu interpretiert, gedehnt und dem eigenen Willen gebeugt. Nach dem extraterrestrischen Intro, bei dem es sich wie beim Outro um Klnge direkt aus den dunkelsten Ecken des Universums handelt (Planeten, Monde und ein Pulsar werden u.a. genannt) geht zuncht "She" episch und mit energiegeladenen Chren in die Vollen. Jeder Track hat einen lateinischen Untertitel, der auch auf englisch bersetzt fr den Interessierten vorliegt. Bei "She" ist das dann z.B. "Semel Pro Semper - All Once For". "Who're They?" ist ein knallharter Kracher, der im herben Kontrast zum vorhergenden, eher ruhigen Stck steht und mit seinen wtenden Drums und den nicht minder aggressiven Vocals ordentlich das Messer wetzt. Richtig rockig und mit flitzenden Leads geht's zum "Awakening", dem mit "Immortals (Tears Of Stone)" ein gewaltiger Groover hinterher geschickt wird. Peitschendes Schlagzeugspiel rckt ROOT hier eher in die Death Metal-Ecke. Mit "Strange Beauty Of Fright" folgt der nchste Stimmungsumschwung, man bekommt eine kraftvolle Rock-Ballade samt volltnenden Frauen-Gesang vor die erstaunten Lauscher geknallt. Mit einem schnellen Doublebass-Part bretzelt "And They Are Silent" aus dem Osten rber, wonach in der "Sonata Of The Chosen Ones" straighter Metal auf einen wahren Ohrwurm-Refrain trifft, der mit seinem melancholischen Unterton leicht an BLACK DESTINY erinnert. Bevor sich die Scheibe langsam dem Ende nhert, zieht Big Boss in "What Will Be Next?" noch einmal alle Register: Hier wird sanftmtig erzhlt, manisch gelacht und erhaben im Vibrato geschwelgt. Der Mann ist echt der Hammer! "Hope Dies At Last" zeigt ROOT durch sein kaltes Riffing in der Nhe von SloMo-Black-Metal, whrend einen der Gesang ein weiteres Mal irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn in seinen unnachgiebigen Bann zieht.
Lange Rede, kurzer Sinn: Kaufen! ROOT sind einfach anders, aber einfach genial und htten es lngst verdient, weiter oben mitzumischen. Mit "Daemon Viam Invenient" haben sich ROOT selbst das beste Geschenk zum kommenden 20. Geburtstag gemacht.
   
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