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20. Juni 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

AMAGORTIS - Pre-natal Cannibalism
Band AMAGORTIS
Albumtitel Pre-natal Cannibalism
Label/Vertrieb Fastbeast Entertainment
Homepage www.amagortis.ch
Alternative URL www.myspace.com/amagortis
Verffentlichung 01.01.2008
Laufzeit 32:42 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 8 von 15 Punkten
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2004 erschien mit "Abominable" die erste in Eigenregie eingetrmmerte CD der Schweizer AMAGORTIS, der 2007 ein 3-Song-Demo folgte. Im Herbst 2007 bekam Fastbeast Enterainment Wind von der Urgewalt der Mannen und nahm sie fr das offizielle Debt "Pre-natal Cannibalism" unter Vertrag.
Ein Schelm, wer beim Cover an SEVERE TORTURE, CC und andere Metzelfreunde denkt, aber musikalisch liegen AMAGORTIS doch ein gutes, blutiges Stck von deren Ergssen weg. Denn trotz der Death-Metal-Basis hauen die Schweizer noch wesentlich mehr als erstgenannte Band in die eiternde Deathgrind-Kerbe und eifern dabei ganz klar amerikanischem ber-Gebolze nach, wie er vor einigen Jahren noch wesentlich prominenter vertreten war. Demnach werden hier hauptschlich Metaller angesprochen, die ihre Sommer am liebsten zu lauschigen Klngen auf solch gemtlichen Open Airs wie dem FTC, dem Obscene Extreme oder eben dem schweizerischen Mountains Of Death verbringen. Es darf also geknppelt werden, und das selbstverstndlich mit tiefergelegten Riffs, fiesen Breakdowns in Bass-geschwngerte Luftholer und groovende Nackenbrecher. Bei allem Geballer verlieren AMAGORTIS den Song an sich nie aus den Ohren, so dass man zwar nicht unbedingt von gewaltigem Wiedererkennungswert, aber immerhin einer gesunden Mischung als Ultra-Brutalitt und abwechslungsreichem Songwriting sprechen kann.
Was ich nie verstanden habe und nie verstehen werde, sind die im Slam Death / Brutal Death / Deathgrind / Whatever gerne verwursteten Schweinchen-Grunzer. So ist der im Infoschreiben zitierte "abwechslungsreiche" Gesang von Mikro-Metzger Pascal eher auf genre-typisches Gegurgel und besagtes Gequietsche beschrnkt. Bleibt's beim ersteren ist das Resultat ok und passend zu den tief krachenden Riffs. Letzteres nervt aber einfach nur, wobei das glhende Verfechter dieses Stils anders sehen drften und hiermit als "Geschmackssache" zu den Akten gelegt werden soll. Das gilt im brigen auch fr die obligatorischen Splatter-Lyrics und Samples, wobei nicht zuletzt die beiden Gastauftritte von Beavis und Butthead vom deftigen Humor der Schweizer zeugen.
"Pre-natal Cannibalism" ist brutal, laut und eklig. Ebenso, wie es sich fr eine Band vom Schlage AMAGORTIS gehrt. Wer nichts Neues braucht und sich mal wieder gepflegt in seine Einzelteile zerlegen lassen mchte, liegt hier genau richtig.
   
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