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23. Januar 2019 - Uhr
 
Die Kolumne

LITTLE DEAD BERTHA - In Memorium Premortis (Re-release)
Band LITTLE DEAD BERTHA
Albumtitel In Memorium Premortis (Re-release)
Label/Vertrieb Stygian Crypt Productions
Homepage bertha-music.narod.ru
Alternative URL www.myspace.com/ldbertha
Verffentlichung 27.04.2007
Laufzeit 47:42 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Das Debt "In Memorium Premortis" der russischen Band mit dem gewissen Etwas im Namen -LITTLE DEAD BERTHA- erschien bereits 1998 als MC auf dem Moskauer Label Hobgoblin Records. Da die neue Heimat der Dsterheimer nun seit geraumer Zeit Stygian Crypt Productions ist, wird das Album jetzt als standesgeme CD mit schnem Booklet samt allen Texten wiederverffentlicht. Das Material wurde komplett remastered, was aber dennoch ber den zumindest fr heutige Ohren drftigen Sound nicht hinwegtuschen kann. Lsst man sich davon aber nicht weiter stren, so erwartet einen auf "In Memorium Premortis" klassischer Dunkel-Death/Gothic, wie er Anfang der Neunziger mit Vorliebe zum besten gegeben wurde. Kein Wunder also, dass das Infoschreiben Parallelen zu frhen PARADISE LOST zieht. Das melodisch-melancholische Riffing gepaart mit tief-satten Basslufen und schleppenden Doublebass-Passagen reiht sich dann auch mhelos in den Vergleich ein. Dazu passen auch die artikulierten Growls, die etwas Gepresstes und Rhrendes haben und damit leicht gewhnugsbedrftig sind. Auf Frauengesang verzichtet man zu groen Teilen, lediglich hier und da gibt es die von mir wenig geliebten "Aaaaa-hahahaaaa"-Einlagen. In "My Naked Ideal" darf Veronika denn aber auch mal richtig singen, was in den tieferen bis mittleren Lagen ok, in den hohen eher mangelhaft rberkommt. Dafr versteht die Dame aber den Umgang mit der oft einsetzenden Violine, die "In Memorium Premortis" um eine wichtige und 100% passende Facette erweitert. So ist das Titelstck komplett akustisch gehalten und im Mittelteil der Scheibe mit Geige und untersttzendem Bass zum Verschnaufen und Entspannen platziert worden. "Wind In Emptiness" hat zwar einen komischen Titel, ist aber eines der Highlights der Platte und kann als Paradebeispiel fr flotten Melodic Death durchgehen. Insgesamt ldt die kleine tote Bertha bzw. Stygian Crypt mit dem vorliegenden Re-release zu einer kurzweiligen Reise in die frhen Neunziger ein, als Gothic noch Metal war und die Wege zum Death noch nicht so weit auseinander gelaufen waren. Wer vom schwammigen Sound, vom gelegentlich Holpern der Instrumentalfraktion und vom gut programmierten Drumcomputer nicht von vorne herein abgeschreckt ist, sollte mal bei den Russen reinhren.
   
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