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24. Mai 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

HENNING PAULY - Babysteps
Band HENNING PAULY
Albumtitel Babysteps
Label/Vertrieb ProgRock Records
Homepage www.henningpauly.com
Verffentlichung 29.12.2006
Laufzeit 75:41 Minuten
Autor Marek Schoppa
Bewertung 3 von 15 Punkten
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Zum ersten Male kam ich mit dem komponierenden Multiinstrumentalisten HENNING PAULY im Zusammenhang mit seinem FRAMESHIFT - Projekt in Kontakt. Und ich muss gestehen, ich war von beiden Platten begeistert, nicht zuletzt aufgrund der professionellen Performances von James LaBrie und Sebastian Bach. Was mir auf "Babysteps" jedoch entgegentnt, kommt seltsamer Weise nicht einmal ansatzweise an das FRAMESHIFT-Niveau heran. Mag das Album konzeptionell und lyrisch sehr tiefgrndig und durchdacht sein, musikalisch tun sich bereits beim ersten (Instrumental-)Track wahre Abgrnde auf. Zunchst ertnt eine schne, sich wiederholende Pianomelodie. So weit, so gut. Beim Einsatz des Schlagzeugs wird man aufgrund des unpassend produzierten, oberflchlichen (E-) Drumsounds schon etwas stutzig, doch sobald die Sologitarre einsetzt, rollen sich mir die Zehenngel auf. Scheppe Bendings, qualvoll gehuddelte Licks und ein Vibrato, welches Zahnschmerzen hervorruft. Was ist los, zum Henker? Vielleicht liegts einfach an mir, bin schlecht drauf oder so und bekomme nicht den richtigen Draht zu der Mucke. Doch nein, das Elend nimmt seinen Lauf. Track 2, "I Don't Need You", wirkt derart unsglich hektisch, verwirrt und unschlssig, nicht nur aufgrund der unpassend gesetzten Riffbreaks, sondern vor Allem durch den vllig berfordert scheinenden Snger, Jody Ashworth. Beim TRANS SIBERIAN ORCHESTRA sorgt seine volle Stimme fr Gnsehaut, aber hier hetzt er sich von Silbe zu Silbe, gert aus dem Takt und kmpft mit den Hhen. Im Weiteren Verlauf der Platte wurde glcklicher Weise darauf geachtet singbare und fr sein Stimme passende Stcke zu whlen, sodass sein schwacher Einstieg neben den anderen Gastsngern wie James LaBrie, Michael Sadler und Matt Cash fast in Vergessenheit gert. Doch der miese Einstieg sorgt natrlich dafr, den Rest der Platte mit uerster Skepsis unter die Lupe zu nehmen. Und so zeigt sich leider, dass sich das Niveau der Platte nicht soweit hebt, um wirklichen Spa an den Klngen hervorrufen zu knnen. Im Vergleich zu diversen anderen momentan erscheinenden Alben, klingt dieses Werk wie eine drittklassige Arbeit eines jugendlichen Musikers, der im Schlafzimmer seiner Eltern, mit Homerecording-Equipment, ein Album zusammenschustert.
"Babysteps" ist produktionstechnisch, soundmig, songschreiberisch und instrumental gesehen ein einziger Flop. Eine Platte voll synthetisch zusammengeschusterter Pseudo-Progressivitt. Sorry, aber dann doch lieber die alte FRAMESHIFT wieder ausgraben.
   
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