Navigation
                
16. Dezember 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

OLD MAN'S CHILD - Vermin
Band OLD MAN'S CHILD
Albumtitel Vermin
Label/Vertrieb Century Media Records
Homepage www.oldmanschild.net
Verffentlichung 17.10.2005
Laufzeit 37:31 Minuten
Autor Markus Mwis
Bewertung 12 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Zwei Jahre hat es gedauert, bis das neue Album vom Soloprojekt des DIMMU BORGIR-Gitarristen Galder nun endlich erscheint. Bis dato hatte er schon eine Menge bekannter Musiker des Genres dabei, die er dazu animieren konnte bei seinen CD-Aufnahmen mitzuwirken. Whrend ihm auf dem letzten Album "In Defiance Of Existance" noch Jardar (von den Norwegern REQUIEM) und Nicholas Barker (bekannt von CRADLE OF FILTH, DIMMU BORGIR, BENEDICTION und BRUJERIA) zur Seite standen, zog Galder es vor, auf dieser Verffentlichung ausser dem Schlagzeugpart alles selbst einzuspielen. Und an den Prgelkesseln hat er sich diesmal (wieder) wahrlich fhige Verstrkung geholt. Es prgelt Reno Killerich von den Dnen EXMORTEM, PANZERCHRIST und den Amis VILE, so dass es wirklich eine wahre Freude ist. Apropos Freude und Schlagzeug. Da wren wir auch direkt bei einem groen Positivum dieses Albums. Klang das Schlagzeug auf "In Defiance" noch sehr klinisch und eher nach Computer (eben der typische Nick Barker-Sound den man beispielsweise von der letzten DIMMU-Scheibe gewhnt ist), hat es bei "Vermin" einen satteren Sound und weiss die Musik wesentlich besser zu untersttzen. Geboten wird hier brigens melodischer Black Metal, der stilistisch der Musik von DIMMU hnelt, aber gottseidank doch noch etwas bodenstndiger rberkommt. Trotz dem Melodie-Anteil und den Samples die hier und da mal auftauchen (Keys inklusive), wird hier ein gut Stck aggressiver geknppelt. Das muss nicht unbedingt heien dass es immer schnell zur Sache geht. Hier und da werden die schnellen Parts von eher langsameren abgelst - und es passt perfekt zusammen. Das Mischungsverhltnis ist meiner Ansicht nach optimal. Nicht zu viele langsame, aber auch nicht zu viele schnelle Teile. Hier fehlen auch weder mitreiende Melodielinien, noch geniale Schlagzeug-Bass-Gitarren-Parts, geniale Hooklines, etc. Sogar klassisch anmutende Gitarrenparts durchbrechen hier und da die Klangwand. Allerdings gibt es hier keinen Gesang, dafr aber alle mglichen Arten der Kreisch- und Grunzkunst.
Im Vergleich zum letzten Album hat Galder eben noch ein gut Stck Aggressivitt draufgelegt, dafr aber auch den Melodieanteil etwas zurckgeschraubt - was dem Album letztendlich aber nicht wirklich schadet, immerhin ist noch genug Melodie vorhanden. Wer auf gitarrenbasierten, melodischen Black Metal der insgesamt schnelleren Sorte steht wird hier auf jeden Fall nicht enttuscht. Und wenn man keine Probleme damit hat, dass dabei noch hier und da ein paar Samples vorbeischneien und mal die Keys bedient werden: umso besser. Die Platte ist einfach klasse, hat einen sehr satten und wohl differenzierten Sound und wei beim ersten Hrdurchgang schon zu berzeugen. Einziges Manko: Die Spielzeit mit 37 Minuten finde ich etwas knapp bemessen. 1-2 Lieder mehr htten dem Album sicher nicht geschadet, gerade bei den heutigen Preisen. Trotzdem: Daumen hoch fr diese geniale Leistung, Mosh-Garantie pur. Hoffentlich wird es nicht das letzte Album bleiben, das Zeug macht regelrecht schtig.
   
<< vorheriges Review
BOLT THROWER - Those Once Loyal
nchstes Review >>
V.A. - Metalmessage Vol. II


 Weitere Artikel mit/ber OLD MAN'S CHILD:

Zufällige Reviews