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24. September 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

THORNS OF IVY - From Grace To Tragedy
Band THORNS OF IVY
Albumtitel From Grace To Tragedy
Label/Vertrieb Eigenproduktion
Homepage www.thornsofivy.com
Verffentlichung 25.03.2005
Laufzeit 65:42 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Eigentlich msste das Review hier komplett leer ausfallen, dann nach dem Genuss, nein, Hochgenuss von "From Grace To Tragedy" ist man erst mal sprachlos. Was mir da so beilufig in den Player gerutscht ist, ist locker die beste Eigenproduktion, die mir bis dato untergekommen ist. Die erst 2001 gegrndeten THORNS OF IVY aus sterreich haben mit ihrem Debt ein Gesamtwerk geschaffen, das so manch andere Band, die in den obskuren Gefilden des Symphonic Black Metal wildert, vor Neid erblassen lassen drfte, DIMMU BORGIR, CRADLE OF FILTH, MISTELTEIN und MORGUL eingeschlossen. In drei Kapitel unterteilt breitet sich vor einem eine komplette Gefhlswelt aus, die schwer in Worte zu fassen ist. Eiskalte, hasstriefende Raserei, trauerschwangere Hoffnungslosigkeit und dstere Schicksalsergebenheit wird durch die Musik der sterreicher transportiert, wobei man mit diesem Versuch einer Beschreibung gerade mal an der Oberflche gekratzt hat. Und wehe dem, der darunter nachschaut, sprich "From Grace..." nicht nur nebenbei laufen lsst, sondern sich von diesem schwarzen Strudel mitreien und verzaubern lsst. Hier sitzt jeder Break aus nordisch anmutender Rage in bombastisch-erhabene Synthie-Arrangements und jeder Wechsel im vielfltigen Gesang, der neben recht Dani-migem Gekeife viel mehr zu bieten hat. Je nachdem, wie es der Song gerade erfordert, wird die Stimme zu einem Flstern herabgesenkt, ab und an von einer volltnenden Frauenstimme ergnzt oder von einem Erzhlstil ersetzt. Neben den ordentlich sgenden Lead- und Rhythmus-Gitarren, die von Silva Raziel und Woken bernommen werden, ist der wahre Herr der Emotionen Tastenknstler Auriel. Was hier aus dem Synthesizer geholt wird, spottet jeder Beschreibung und ist in dieser monumentalen Bandbreite nur ganz selten in diesem Genre anzutreffen, wenn berhaupt. Und wenn mal ein Track etwas mehr Aggression zu vermitteln hat, verschwinden die Keys wie selbstverstndlich ganz uneigenntzig aus dem Gesamtbild.
Meine anfngliche Befrchtung, dass das geschmackvoll und mit graphisch wunderbar in Szene gesetzten Portraits bestckte Booklet und das insgesamt wahrlich gelungene Artwork mangelndes Knnen verschleiern soll, war, wie man mittlerweile bemerkt haben wird, mehr als unbegndet. Wenn ich das richtig sehe, haben THORNS OF IVY ihr Debt sogar ohne Basser aufgenommen, was allerdings weniger strt, wie der Drumcomputer. Wobei dieser einzige Kritikpunkt auch nur in den schnelleren Passagen leicht zum Tragen kommt und die dunkle Freude an "From Grace To Tragedy" kaum zu trben vermag.
Fazit: Wenn das ein eigenproduziertes Debt ohne Drummer und Basser ist, was um Himmels Willen erwartet uns dann, wenn die sterreicher zu voller Besetzung anwachsen und ein Label im Rcken haben?? Oh Gott...
   
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