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21. November 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

AYAHUASCA - Beneath The Mind
Band AYAHUASCA
Albumtitel Beneath The Mind
Label/Vertrieb the crawling chaos/kernkraftritter records
Homepage www.facebook.com/ayahuasca.death/
Verffentlichung 09.11.2018
Laufzeit 52:33 Minuten
Autor Mario Loeb
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Es gibt kein Debtalbum dem ich so entgegengefiebert habe, wie dem, der aus Kln stammenden Kapelle AYAHUASCA. Drei Jahre haben die Jungs sich zwischen der EP "Instinct" und dem jetzigen Silberling mit dem Titel "Beneath The Mind" Zeit gelassen und man kann nur sagen, dass es sich gelohnt hat. Der "Klner Indiostamm", wie ich ihn seiner Zeit bezeichnete, befindet sich wieder auf Kriegsfahrt.
Etwas erstaunt war ich, dass die neue Scheibe dann mit einem mir bekannten Intro anfngt. War das nicht auch schon auf der EP zu hren? Und - nanu! Ja, das ist doch auch "Instinct", der gleiche Opener. Was auf den ersten Eindruck wie eine Mogelpackung aussieht, entpuppt sich aber als Glcksfall, denn man hat alle drei Songs samt Intro neu aufgenommen und auf den aktuellen Long Player gepackt. Alles klingt jetzt natrlich noch viel hochwertiger als noch auf der Eigenproduktion und vor allem der Bass drckt jetzt ordentlich, was auf der EP noch ein Kritikpunkt war. Dem Song "Eternal Embrace" hat man dann auch gleich noch einen anderen Text verpasst. Doch es gibt noch mehr zu entdecken. Da sich so ein Indiostamm ja stndig gegen Kriegsstmme wie Volksmusikanten und Karnevalssongs in ihrer natrlichen Umgebung schtzen mssen, ist es nur die logische Konsequenz, dass man sich auch neue Krieger fr seine Gruppe sucht. So ist die Sippe von AYAHUASCA mittlerweile seit 2013 von sieben auf acht Personen angewachsen, was dazu fhrte, dass alle drei Songs der EP fr drei Gitarren neu arrangiert wurden und das mit vollem Erfolg. Aber wie steht es denn nun um die fnf neuen Songs? Wie auch schon bei der EP glnzt die Technical Death Truppe vor allen durch geschickte Tempiwechsel und kreative Sprnge quer durch den Metal-Kosmos. Leichte Kost ist es sicher auch dieses Mal wieder anderes, aber dafr wird sich fleiig ausgetobt, wie z.B. beim Abschlusssong "Summoner Of Storms", der mein persnlicher Favorit ist, oder aber auch bei "Life Beneath The Mind", das wie eine musikalische Danksagung an Sepultura klingt. Ich schrieb es damals und schreibe es auch jetzt gerne wieder: es wird gegroovt und gemetzgert, dass es eine wahre Freude ist, und damit auch wieder einmal ein Sonderlob an die Rhythmusgruppe. Zum letzten Schliff der Atmosphre, neben geilen Riffs und feinen Gitarrensoli, tragen dann Clean-Gesangpassagen und mehrstimmiger Gesang bei.Gibt es Kritikpunkte? Ja, der Sound ist immer noch nicht so rund, wie ich mir das vorstelle oder gewnscht htte, aber ehrlich gesagt, habe ich keinen Bock jetzt nach Fehlern zu suchen. Ich habe viel zu viel Spa an dem Album.

Fazit: Ich muss meine Nichte dritten Grades, Elisabeth, die immer noch jeden Tag ihren Pfarrer anruft und Gott um Vergebung bittet, seitdem sie damals versehentlich die neue Pripjat-Platte statt Dianna Ross anhrte, dringend von der neuen AYAHUASCA-Scheibe fernhalten. Diese musikalische Bewusstseinserweiterung bringt sie in die Klapse. Ich persnlich kann nur sagen: gebt mir mehr von dem Stoff! AYAHUASCA ist noch nicht ganz oben angekommen, aber man ist auf einem richtig guten Weg, wenn man es schafft das eigene Profil noch mehr zu schrfen. Die Kreativitt haben die Jungs auf alle Flle. 13 Punkte aus der Eifel gibt es von mir dafr!
   
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