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14. August 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

VINTERSORG - Till Fjälls del II
Band VINTERSORG
Albumtitel Till Fjälls del II
Label/Vertrieb Napalm Records / Universal Music
Homepage www.facebook.com/vintersorganic/
Veröffentlichung 30.06.2017
Laufzeit 38:00 & 38:00 Minuten
Autor Mario Loeb
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Man muss nur lange genug warten, bis eine CD zu einer Jahreszeit passt, zwar war das nicht ganz meine Absicht, sondern lag an einem extremen Mangel an Zeit, aber warum "Till Fjälls del II", der neue Silberling von VINTERSORG, ausgerechnet im Sommer erscheint, hat sich mir schon bei der Veröffentlichung nicht erschlossen und ist nicht das erste Mal, dass man als Schreiberling ein Schulterzucken bereithält, wenn man sich über den Veröffentlichungszeitraum einer CD wundert. Dabei kommt die neue Vintersorg gerade jetzt im Oktober erst richtig zur Geltung, wo der Nebel sich über die Felder legt und der Abend früh Einzug hält und die Dunkelheit das Tageslicht schon früh zum Rückzug zwingt. Mit Spannung war erwartet worden, wie das schwedische Duo Vintersorg an das epochale Naturbål von 2014 anknüpfen kann. Vor allem auch deshalb, weil man sich selber die Messlatte noch einmal doppelt so hoch auflegte, indem man mit "Till Fjälls del II" die Fortsetzung zum Meilenstein von 1998 veröffentlichte. Was soll man schreiben, alles richtig gemacht, der Silberling steht beiden Vorgängern in nichts nach und umhüllt den Hörer mit seiner dichten Atmosphäre und geht mit dem Herbst eine Symbiose aus Melancholie und Gemütlichkeit ein. Und dafür nimmt sich Vintersorg alle Zeit der Welt und zelebriert dieses Epos ganze 76 Minuten lang, die aber in keinem Moment langweilen und das obwohl man von dem zuletzt bevorzugten progressiven Stil etwas abgerückt ist und sich wieder auf alte Tugenden zurück besinnt, nämlich Folk Metal gepaart mit eiskaltem Black Metal. Der Gesang ist einfach nur zum Niederknien und nimmt seine Hörer mit in den bevorstehenden frostigen Winter. Es gibt eigentlich keinen Song, der abstürzt und man beweist mit Liedern wie "Köldens Borg", dass man absolut zur Sperrspitze des Genres gehört. Die einzige Frage, die bleibt, ist also: warum hat man das Teil im Sommer veröffentlicht?

Fazit: Vintersorg legen ein richtig gutes Album vor, was sicher keinen Staub im CD-Regal ansetzen wird.
   
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