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20. Oktober 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

BLACK COUNTRY COMMUNION - BCCIV
Band BLACK COUNTRY COMMUNION
Albumtitel BCCIV
Label/Vertrieb Mascot/Rough Trade
Homepage www.bccommunion.com
Verffentlichung 22.09.2017
Laufzeit 60:31 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Okay, jeder Hard- und Blues Rock Fan wird sich die Finger nach dieser neuen Platte der "Supergroup" Black Country Communion, kurz BCC, lecken. Ist schon klar, denn das Line-Up mit Joe Bonamassa, Glenn Hughes, Derek Sherinian und Jason Bonham ist wohl aktuell nicht zu toppen. Aber ehrlich gesagt drngt sich mir so langsam der Verdacht auf, dass es sich bei der ganzen Geschichte lediglich um ein Projekt handelt, bei dem sich vier, zugegebenermaen geniale Musiker zusammengeschlossen haben, um einfach gesagt Kohle zu verdienen. Zu prsent sind mir noch die Schlagzeilen nach "Afterglow", als sich JB und GH stritten und aufgrund eigener Prioritten diese damals so hochgelobte Band auf Eis legten. Irgendwie ist es doch in der Musikszene wie bei den Politikern, was interessiert das Geschwtz von gestern! Aber eigentlich htte das von den genannten Mitgliedern keiner ntig, oder?

Egal, musikalisch kann beim dritten Studioalbum doch gar nichts schief gehen. Und das geht es auch diesmal nicht, keine Sorge ob meiner etwas kritischen Einleitung. Alle Songs wurden gemeinsam von JB und GH geschrieben, die Texte logischerweise vom ex-Deep Purple Shouter Glenn Hughes, der bis auf einen Song alles singt. Produziert wurde auch wie gehabt von Star-Produzent Kevin Shirley, da ist ebenfalls alles absolut tacko!

Ja liebe Freunde, wenn ihr, so wie ich auf rifflastigen und harten Blues Rock steht, der eine deutliche Schlagzeile zu den 70ern aufweist, dann ist BCC auf jeden Fall Pflicht. Das Duo Bonamassa/Hughes passt vielleicht menschlich nicht so recht zusammen, aber was die beiden da mal wieder an geiler Musik aus dem Zylinder zauberten, treibt dem Fan Freudentrnen ins Gesicht. So schon gleich zu Beginn "Collide", das von den Riffs her an Whitesnake und "InThe Still Of The Night" erinnert. Oder "Over My Head", dem deutliche Zeppelin-Trademarks innewohnen, sehr routiniert und wuchtig. "Awake" kommt mit einer Hookline aus den Boxen geballert, dass es dem Hrer schier den Atem verschlgt. Das absolute Sahnetrtchen darf dann JB himself singen, "The Last Song For My Resting Place" heit das gute Stck. Mit Folk und Country-Einflssen entwickelt sich das Lied zu einem epischen Dampfhammer allererster Gte! Es ist ein Traum zu erleben, wie der Meister der sechs bzw. sieben Saiten fernab seiner eigenen kommerziellen, solistischen Musikgedanken von der Leine gehen darf, was brigens fr die gesamte Platte gilt.

Ich bin also tatschlich froh, dass es doch noch zu diesem berraschenden "Comeback" der Egomanen gekommen ist. Ach ja, wenn ihr ein paar Zeilen ber Keyboarder Derek Sherinian und Drummer Jason Bonham vermissen solltet: Ersterer hlt sich angenehm im Hintergrund und Legenden-Sohn Jason ist mit seinen Genen hier aber sowas von genau an der richtigen (Band)-Stelle! Ganz starke Vorstellung. Ich hoffe instndig, dass Glenn Hughes noch lange gesund bleibt und zusammen mit BCC Musik macht.
   
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