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22. Oktober 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

PINK FLOYD - The Final Cut (LP Re-Release)
Band PINK FLOYD
Albumtitel The Final Cut (LP Re-Release)
Label/Vertrieb Parlophone Label Group/ Warner Music
Homepage www.pinkfloyd.com/theendlessdriver
Verffentlichung 20.01.2017
Laufzeit 43:27 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Vier Jahre nach dem Megaerfolg von "The Wall", brachten PINK FLOYD mit dem vorliegenden Langspieler einen Nachfolger unter das Volk, der in jeder Hinsicht polarisierte. Nahezu in Eigenregie von John Waters entstand 1983 ein experimentelles, ruhiges, lyrisch interessantes Stck Musik, bei dem die einzelnen Titel im Grunde unwichtig sind. Hier greift alles ineinander. "The Final Cut" funktioniert wenn berhaupt, dann nur als ganzes Konzeptalbum. Die Band war zu der Zeit schon fast auseinander und Mason, sowie Gilmour haben im Grunde nur Ihre Parts im Studio eingespielt, alles andere lag in den Hnden von Waters.
Ich muss zugeben, dass ich durch die aktuelle Neuauflage dieser Tage das erste Mal dazu komme, mir die Scheibe anzuhren. Leider wei ich nun sehr genau, warum ich vorher immer einen groen Bogen um die beiden Alben aus den 80ern gemacht habe. Die Scheibe mag einen gewissen knstlerischen Anspruch haben, zudem war es fr den damaligen Bandkopf wahrscheinlich eine gute Sache, sehr persnliche Themen und Geschehnisse zu verarbeiten, doch der ber weite Strecken immer gleichblebende Gesang, sowie die ebenfalls relativ eintnige Musik, gehen mir nach kurzer Zeit fast schon auf die Nerven. Ich wei wirklich nicht, was sich die Band damals bei dem Werk gedacht hat. Wie schrg "The Wall" teilweise war, zumindest gab es einen relativ hohen Unterhaltungswert und klangliche Abwechslung trotz des festen Konzeptes. Hier vermisse ich die Vielseitigkeit, die Kreativitt und das Besondere, was PINK FLOYD fr mich immer ausgemacht haben. Alleine zum Ende der zweiten Seite wird es etwas interessanter, aber die berdurchschnittlichen Stcke "Not Now John" und das herrlich entspannte, positiv herausstechende "Two Suns In The Sunset", reien es leider auch nicht mehr raus. Unterm Strich wrde ich "The Final Cut" tatschlich als Tiefpunkt in der Diskographie der Briten bezeichnen. Ich bin gespannt, ob es die Jungs beim folgenden "A Momentary Lapse Of Reason" besser gemacht haben. Eine Besprechnung dazu knnt Ihr in Krze ebenfalls hier lesen.

Von der Qualitt des Vinyls bin ich etwas enttuscht, denn im Gegensatz zu den vorherigen Presseexemplaren, wartet die 180 Gramm Pressung mit einigen unsauberen Stellen auf, die auch noch nach grndlichem Reinigen bei mir lautes Knistern und leider auch dreimal kurze Serien von Knackserns verursachen. Vielleicht bekommt man das durch eine intensive Plattenwsche weg, ein wenig schade ist es aber dennoch.
   
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