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20. Oktober 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

WIGHT - Love Is Not Only What you Know
Band WIGHT
Albumtitel Love Is Not Only What you Know
Label/Vertrieb Fat&Holy Records/Import Export Music
Homepage www.wightism.com
Verffentlichung 24.09.2016
Laufzeit 46:44 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 12 von 15 Punkten
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WIGHT aus der Stadt mit dem wenig schmeichelhaften Namen sind zurck und irgendwie sind sie's doch nicht: auf ihrem dritten Studioalbum psentiert sich das vormals dem traditionell-experimentellen Doom verpflichtete Trio aus Darmstadt von einer neuen Seite. WIGHT machen jetzt rockig-proggigen Funk. Und das zu viert: die beiden Grndungsmitglieder Ren Hofmann (Gesang, Gitarre, Synths) und Peter-Philipp Schierhorn (Bass, Gesang) haben mit Thomas Kurek einen neuen Schlagzeuger gefunden und sich mit dem Perkussionisten Steffen Kirchpfening zum Quartett erweitert. Und mit den neuen Leuten nderte sich auch die Musik. Auf "Love Is Not Only What you Know" beweisen WIGHT zwar nach wie vor ihre groe Liebe zur Musik der 1970er Jahre, allerdings sind ihre Einflsse diesmal nicht mehr alte Rockerhelden BLUE CHEER und BLACK SABBATH, sondern eher Funker wie James Brown, Fusionisten wie WEATHER REPORT und sogar Weltmusiker wie Fela Kuti.
Das brschreiten von Grenzen und die Improvisation haben bei WIGHT Tradition und werden auch auf dem aktuellen Werk zelebriert, und doch gelingt es den Hessen auch diesmal, diese unterschiedlichen Einflsse zu einem homogenen Gesamtwerk zu integrieren. Wie hier pinkfloydeske Proto-Elektronik und Effekte der ersten Generation eingebaut werden, verdient Beachtung und Respekt und wird manchem gestandenen Retrorocker Trnen der Rhrung bers Gesicht rinnen lassen. Nachdem mich der Einsteiger "Helicopter Mama" aufgrund seiner Rhythmuswechsel etwas verunsichert hat, bin ich ab "The Muse & The Mule" und vor allem meinem Lieblinglingssong auf "Love Is Not Only What you Know", "Kelele" voll dabei: sensationelle Rhythmusarbeit, Wah-Wah bis der Notarzt kommt, tolle Breaks und Tempiwechsel und einige der vermutlich abgefahrensten Basslinien seit Jack Bruce. Auch ganz, ganz weit vorn: "I Wanna Know What You Feel", das an FREE erinnert und durch supergeile Sitareinlagen besticht. Bm!
Cool finde ich, dass WIGHT sich auch beim Texten Gedanken machen und hier statt belangloser, oft gehrter Plattitten bers Kiffen oder Blowjobs Gefhle, eigene Erfahrungen und philosophisch-religse Ansichten kommunizieren. Glcklicherweise steht bei alledem jedoch die Musik im Vordergrund, und die ist -mal wieder- so gelungen, dass ich "Love Is Not Only What you Know" -mal wieder- ein WIGHT-Album uneingeschrnkt empfehle. Bei bestem Gewissen.
   
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