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17. Jul 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

DER W - IV
Band DER W
Albumtitel IV
Label/Vertrieb W-Entertainment Gmbh/Tonpool
Homepage /www.facebook.com/derw23
Verffentlichung 18.03.2016
Laufzeit 53:30 Minuten
Autor Mario Loeb
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Es gibt sicher niemanden in der deutschen Musiklandschaft, der auch heute noch so polarisiert, wie "Der W", auch unter seinem richtigen Namen Stephan Weidner bekannt. Man kann bis heute an einer Theke abendfllende Diskussionen ber die Onkelz und deren Bandkopf sowie deren Vergangenheit fhren. Ich habe immer eine sehr eigene Meinung zu diesem Thema gehabt, die in vielen Dingen sehr geteilt ist. Im Positiven, wie im Negativen. Weidner hat schon immer textlich das geschrieben, was ihn beschftigt hat, auch wenn es gerade bei den Onkelz in den Anfangszeiten schon mal mehr als krftig in die Hose gegangen ist, um es mal freundlich auszudrcken. Es gibt einfach auch Texte, fr die man sich in den Keller schmen sollte. Dennoch ist Weidner jemand, der gerade auf seinen Soloscheiben und in Interviews immer wieder sehr selbst reflektierend ist und sich mit den Dingen, die um ihn herum passieren auseinander setzt. Auch in der ffentlichkeit kann er nicht erst seit gestern auch Fehler zugeben, die er zusammen mit den Onkelz begannen hat. Auf alle Flle hrt man dem W zu, wenn er was sagt oder singt, und so ist es auch keine berraschung, dass die neue Soloscheibe mit dem schlichten Titel "IV" eine typische "Weidner" geworden ist, die sich vor allem mit den Sehnschten und den alltglichen Sorgen beschftigt. Mit den ersten drei Liedern wie "Neuland", "Mehr!" und "Zeit" trifft er auch musikalisch genau ins Schwarze, so dass "VI" einen Blitzstart hinlegen kann. Ohrwurmmelodien satt, die sptestens nach drei Bier mitgesungen werden knnen und sicher auch auf seinen Konzerten fr gute Laune sorgen werden. Danach verliert sich das Ganze aber ein wenig und der Silberling pltschert nur weiter vor sich hin bis die gute Produktion wieder gegen Ende mit "Welt ohne Farbe" Fahrt aufnimmt. Hier teilt sich Stephan die Lyrik mit Dirk Czuya, die brigens ein wenig zu viel mit Floskeln berst ist. Mein Favorit und damit mein Anspieltipp ist das dstere "Der Schmerz verlangt gesprt zu werden" das von einem dsteren Bass seinen Charakter verliehen bekommt.

Fazit: Die neue W klingt nach W, vielleicht sogar zu sehr, denn die Experimentierfreude der zwei Anfangsalben ist ein wenig verschtt gegangen, wie ich finde. Eins bleibt aber auch auf Werk "IV": Stephan Weidner hat was zu sagen und viele werden ihm zuhren. Ob es ihnen gefllt oder nicht, muss jeder fr sich selber entscheiden.
   
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