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21. Oktober 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

MUSTASCH - Testosterone
Band MUSTASCH
Albumtitel Testosterone
Label/Vertrieb Gain/Sony
Homepage www.mustasch.net
Alternative URL www.facebook.com/mustaschofficial
Verffentlichung 18.09.2015
Laufzeit 39:27 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Wenn ich mich nicht irre, ist "Testosterone" schon das achte Studioalbum der schwedischen Hard Rocker von Mustasch. Und besser htte der Titel nicht passen knnen, denn das krpereigene Hormon ist entscheidend fr die Sexualfunktionen bei Mann und Frau. Und wo wird mehr Energie, Gefhl und Lust empfunden als beim Sex? Stimmt, nirgends...auer bei der Musik von Mustasch halt vielleicht. Ich sah die Band letztes Jahr in einem kleinen Club und der Vierer gehrt seitdem zu meinen absoluten Faves. Was Shouter Ralf Gyllenhammar allein fr eine Show bietet, ist schon das Eintrittsgeld wert und steht im totalen Gegensatz etwa zu dem stoischen und obercoolen, stets in Socken auftretenden Basser Mats Johansson. Wenn ihr Mustasch noch nie live erlebt habt, msst ihr das unbedingt nachholen, es lohnt sich wirklich!
Okay, ich komme zum neuen Album, das fr mich die logische Fortsetzung zum letzten, sehr erfolgreichen Album "Thank You For The Demon" darstellt. Geniale Ohrenkraller im Midtempo wie der Opener "Yara`s Song" oder "Someone" wechseln sich mit kraftvollen, straighten und schnellen Stcken ab wie "Breaking Up With Desaster" zum Beispiel einer ist. Dann pltzlich eine faustdicke berraschung mit "The Rider", das mit staubtrockenem Country Blues-Flair, weiblichen Backgrounds und einer Mundharminika im Stile eines Italo Western Soundtracks aufwartet. Und was Ralf bei diesem Stck am Mikro leistet ist der nackte Wahnsinn! "Down To Earth" ist danach purer Rock`n Roll auf Speed, wie eine Mixtur zwischen Elvis und Motrhead und sehr eingngig, ebenfalls ein Sahne-Stck. Sehr schleppend und an Metallica erinnert dann "The Hunter", das irgendwie insgesamt fr den Mustasch-Sound stehen knnte. Das Gegenteil ist dann die Halb-Ballade "Dreamers", bei der Ralf zeigt, dass er auch ganz gefhlvoll singen kann, zudem in einer hheren Stimmlage als sonst. Hre ich da bei "Be Like A Man" etwa einen Synthie zwischen den harten Riffs? Tatschlich, und schn dstere Chre obendrein. Da probierten die Jungs scheinbar mal was aus, passt aber gut und wurde nicht so bertrieben wie etwa Kissin` Dynamite bei ihrer letzten Scheibe. Der Titelsong beschliet ein teilweise berraschendes Mustasch Album, bei dem die Band trotzdem von Anfang an einwandfrei zu identifizieren ist. Fr meinen Geschmack ist "Testosterone" sehr gelungen und sollte den Schweden den Erfolg noch steigern lassen, den sie sich mit dem Vorgnger schon erarbeitet haben. Einfach geile, abwechslungsreiche Mucke! Leider, und das ist der einzige Schwachpunkt, ist der Spa nach nicht mal 40 Minuten schon vorber, aber das kennen wir ja auch schon.
   
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