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17. Dezember 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

LEAVES' EYES - King Of Kings
Band LEAVES' EYES
Albumtitel King Of Kings
Label/Vertrieb AFM Records/Soulfood Music
Homepage www.leaveseyes.de
Verffentlichung 11.09.2015
Laufzeit 43:09 Minuten
Autor Mario Loeb
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Okay, jeder der mich kennt wei, dass ich Liv Kristine-Fan erster Stunde bin und ein glhender Verehrer ihrer Stimme. Aber ich schwre Euch, dass ich meine rosarote Brille fr dieses Album vllig abgesetzt habe und wrde es sich hierbei um eine Platte eines anderen Knstlers handeln, wrde ich genauso urteilen. "King Of Kings" ist der perfekte Name fr den Silberling und ist ein Meisterwerk geworden. Damit wird jetzt schon klar, dass es auch das beste Album der deutsch-norwegische Symphonic Metal-Formation Leaves Eyes bis dato ist. Mit viel Liebe erzhlt uns "King of Kings" die Geschichte des ersten Knigs Norwegens, "Harald Fairhair". Dass die Band Geschichten erzhlen kann, beweisen sie nicht zum ersten Mal, aber noch nie hat man es beeindruckender geschafft. Schon in den ersten 2 Minuten merkt man der CD an, die mit dem ruhigen Lied "Sweven" startet, dass man es hier mit einem Konzeptalbum zu tun hat, welches in sich absolut stimmig ist und Filmmusik-tauglich fr einen groen Blockbuster wre. Das liegt vor allem daran, dass Leaves' Eyes sich Untersttzung geholt haben, die es in sich hat, den Chorgesang in den Stcken hat der London Voices Chor (u.a. fr "Star Wars" und "Der Herr der Ringe" bekannt) bernommen, der es mhelos schafft, die Stcke auf das nchste Level zu heben. Als wre das nicht schon alles anspruchsvoll genug gewesen, hat man sich dann noch fr die bombastischen Momente, die es mehr als reichlich gibt, noch das White Russian Symphony Orchester unter der Leitung von Victor Smolski ins Aufnahmestudio bestellt. Alter Norweger! Der Sound ,den man damit geschaffen hat, pustet das Album nur so aus den Boxen und verspricht ber die ganze Lnge absolutes Gnsehautfeeling. Mastermind und Produzent Alexander Krull hat einmal mehr bewiesen, dass er ein sehr feines Hndchen fr Produktionen und sich diesmal selbst bertroffen hat. Selbstverstndlich steuert er seine "zarten" Growls in den Liedern bei und sorgt fr die dsteren Momente in den Liedern. Alle Musiker von Leaves' Eyes haben einfach nur Groes abgeliefert, das braucht man eigentlich gar nicht mehr zu erwhnen, denn wer mit einem Chor und einem Orchester zusammenspielt, kann sich nicht leisten, ein Amateur zu sein, das wrde sofort auffallen. Es gehrt sich in diesem Fall aber trotzdem, dickes Lob. Liv Kristine steuert ihrerseits ihre kristallklare Stimme zu den starken Kompositionen bei und schafft es, obwohl das Album ohnehin nur so strotzt von einem Fllhorn an Kreativitt und Instrumenten, den Liedern ihren unverwechselbaren Stempel aufzudrcken. Die ganze Platte, die ein wenig mehr Folk-lastiger ist als die Vorgnger, ist einfach mageschneidert fr sie. Zufall ist das nicht, denn alleine die Geschichte, die "King of Kings" erzhlt ber Knig "Harald Fairhair", ist mit der Ausnahmesngerin durch die Nhe zu ihrem Geburtsort verbunden, wo Harald anno 873 eine historische Schlacht austrug. Das merkt man der Platte an. Es scheint so, als htte es alle Beteiligten noch einmal extra beflgelt, das absolut Perfekte anzustreben, was allen gelungen ist. Jedes einzelne Lied wre es wert, exakt analysiert zu werden, auf der anderen Seite darf man die Platte aber auch auf keinen Fall einzeln betrachten, dafr ist der Silberling einfach zu sehr aus einem Guss. Anspieltipps sind sicher der Titelsong oder aber auch "Sacred View". Nicht zu vergessen das absolute Highlight der Platte, "Edge Of Steel", in dem es zu einen Duett auf absoluter Augenhhe mit Simone Simons (Epica) kommt. Mehr Symphonic-Female-Voice-Metal geht wohl nicht. Es gibt auch nach dem x-ten Mal durchhren immer noch viel Neues zu entdecken,

Fazit: Leaves' Eyes ist ein Megawurf gelungen und hauen mit "King Of Kings" ein Meisterwerk raus, was meiner Meinung einen Platz im Symphonic Metal Olymp mehr als verdient hat und wenn nicht, sollte man sich zumindest einen Platz in Valhalla gesichert haben. Ist jetzt nur die Frage, ob Peter Jackson, nachdem ein Soundtrack ja vorliegt, die Geschichte "Harald Fairhair" verfilmt, verdient htte er es sicher. Leaves' Eyes stellen mit ihrem 6. Album klar, dass Liv Kristine und Axel Krull auch weiterhin das Knigspaar des Genres ist und eine Band und Gefolge hat, mit dem man jede Schlacht gewinnt. Ich auf alle Flle verneige mich vorm Knig und seiner Knigin.
   
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