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23. Januar 2019 - Uhr
 
Die Kolumne

BRANNTHORDE - Auf Teufel Komm Raus
Band BRANNTHORDE
Albumtitel Auf Teufel Komm Raus
Label/Vertrieb Astat Entertainment
Homepage www.facebook.com/brannthorde
Alternative URL brannthorde.bandcamp.com/
Verffentlichung 12.05.15
Laufzeit 44:23 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Es gibt Musiker, die einfach keinen Stillstand leiden knnen. Dazu gehren offensichtlich auch Roman Hilser, eigentlich Snger bei Fuck You And Die und Giuliano Barbieri, Bassist bei Fuck You And Die und Der Weg Einer Freiheit. Mit BRANNTHORDE haben die beiden aber nicht nur ihren eigenen Extremmetalspielplatz eingerichtet, sondern gleichzeitig auch einen Rollentausch vollzogen. Auf dem Debtalbum "Auf Teufel Komm Raus" bedient Hilser diesmal die Axt, whrend sich Barbieri am Mikrofon die Seele aus dem schwarzen Leib kreischt.
Wer sich mit den beiden anderen Kapellen der Musiker bereits beschftigt hat, kann sich in etwa eine vage Vorstellung davon machen, was auf ihn zukommt, denn BRANNTHORDE bilden so etwas wie die goldene Mischung aus beiden brigen Bands. "Auf Teufel Komm Raus" ist wilder und ruppiger Black Metal mit deutschen Texten, der mit einer groen Portion Wucht und Urgewalt daherkommt. Whrend Der Weg einer Freiheit eher auf den hypnotischen Aspekt im Schwarzstahl setzen, lebt Barbieri mit der BRANNTHORDE seine rohe und ungezgelte Wut aus, denn meist geht es in absoluter Hochgeschwindigkeit mit sehr viel Aggression durch die Tracks. Ruhige Passagen wie der Auftakt von "Durch das Finster" sind sehr rar gest, was auch durch die relativ kurze Spielzeit der einzelnen Lieder nochmals hervorgehoben wird. Ist es inzwischen eher blich, dass die moderneren Black-Kompositionen schon gar nicht mehr mit einer Laufzeit unter fnf Minuten auskommen, dauern die Stcke hier kaum mal lnger als dreieinhalb Minuten. So kommt es auch, dass die beiden Instrumental-Einschbe "ahd. Fleisc" und "Pendulum" gar nicht gro auffallen, bilden sie doch eine der wenigen Ruhephasen auf der Scheibe. Einzig der Abschlusssong "Ewige Angst" bildet mit seinen knapp fnfzehn Minuten die groe Ausnahme, der sich jedoch gegen Ende immer mehr in Overdubs und dem immergleichen Riff verliert.
Leider sind die Attribute "Durchschlagskraft", "Geschwindigkeit" und "Aggression" allein aber kein Allheilmittel und verhelfen dadurch nicht direkt jedem Album zu Glanz und Gloria. Ambitioniert ist es allemal, jedoch will der Funke nicht so recht berspringen. Wer aber auf rabiaten Schwarzstahl abfhrt, soll sich davon nicht abhalten lassen, denn er oder sie wird mit BRANNTHORDE sicher glcklich werden.
   
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