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15. Jul 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

AVATAR - Hail The Apocalypse
Band AVATAR
Albumtitel Hail The Apocalypse
Label/Vertrieb Gain Music
Homepage avatarmetal.com/
Alternative URL https://www.facebook.com/avatarmetal
Verffentlichung 12.05.2014
Laufzeit 48:57 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Als ich mir "Hail The Apocalypse" das allererste Mal anhrte, dachte ich irgendwie schon an System Of A Down. Jedoch direkt mit dem Gedanken, dass AVATAR viel unstrukturierter sind. Planloser und mit dem Eindruck, dass hier jemand nicht so genau wei, was er will. Jetzt, wo ich wei, dass die Schweden gerne mit SOAD verglichen werden, hier bereits mit dem sechsten Album um die Ecke kommen und die Kirmesmusik, die zwischendurch aus den Boxen tnt, tatschlich gewollt ist, bin ich auch gar nicht mehr so berrascht.
Das zirkushafte Make-up und die Rummelmucke schrecken mich aber eher ab, als dass ich angemacht bin. Bei dem Aufzug von Frontmann Johannes Eckerstrm musste ich sofort an die deutschen Cyrcus denken, die damals in hnlichen Kostmen von Schaustellern und fahrendem Volke gekleidet waren. Fand ich auch nicht so pralle. Dabei kann man den Jungs musikalisch wenig vorwerfen. Mit Jay Ruston am Mixer, der auch schon Stone Sour, Anthrax und Steel Panther bedient hat, und Paul Logus (Volbeat, Clutch, Killswitch Engage) frs Mastering, hat man fhige wie namhafte Leute mit ins Boot geholt. Aber die Stcke an sich hauen mich wenig und selten vom Hocker. Mit "Hail The Apocalypse", "Murderer" und "Get In Line" hat man definitiv partytaugliche Kracher auf der Scheibe, die auch in greren Metaldiskos groen Anklang finden drften. Demgegenber stehen aber Lieder wie "Puppet Show" und "What I Don't Know", die mit ihrem Kirmespolka einfach nur nerven und meinen Finger dazu ntigen, ganz schnell auf die Vorwrts-Taste an meinen heimischen Plattenteller zu drcken. Und dann gibt es ja noch die Nummern, die sich so in der Zwischenwelt aufhalten. "Vultures Fly" und "Bloody Angel" haben einerseits sehr radiotaugliche und poppige Eigenschaften und andererseits die fiese Angewohnheit, sich aufgrund eines gewissen Ohrwurmcharakters im Kopf festzusetzen. Ganz gleich, ob ich die gut oder schlecht finde, ich erwische mich dabei, wie ich eine Stunde spter irgendeine Hookline pltzlich summe. Zustzlich hat man mit Nirvanas "Something In The Way" sogar noch ein Cover mit im Gepck, was ich zwar als gelungen bezeichnen mchte, jedoch hrt der Song so abrupt und mittendrin auf, dass ich vermute, dass hier ein Fehler vorliegen muss. Das abschlieende "Tower" passt dann mit seinem starken Powermetal-Einschlag auch wie die Faust aufs Auge in diesen unsortierten Haufen.
Insgesamt ist mir das alles viel zu wechselhaft. Es wird bestimmt Leute geben, die das mgen und "Hail The Apocalypse" eine Menge abgewinnen knnen. Meinen Geschmack trifft das aber dann doch zu selten und ich kann einfach partout mit der Theater-Mentalitt sowie dem Zirkus-Gehabe nichts anfangen.
   
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