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18. November 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

AGALLOCH - The Serpent & The Sphere
Band AGALLOCH
Albumtitel The Serpent & The Sphere
Label/Vertrieb Eisenwald Tonschmiede
Homepage www.agalloch.org/
Alternative URL https://www.facebook.com/agallochofficia...
Verffentlichung 16.05.2014
Laufzeit 59:47 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Jahrelang waren AGALLOCH fr mich so etwas wie ein Geheimtipp in der Black Metal Szene. Seit "Ashes Against The Grain" von 2006 verfolge ich die Band mal mehr, mal weniger. Enttuscht wurde ich dabei allerdings nie. Nun hat das amerikanische Quartett aus Portland mit "The Serpent & The Sphere" ein neues Langeisen am Start.
Die neue Platte beginnt sehr trge und schwer und verbreitet von Beginn an eine tiefe Schwermut. Zeichnete sich das Vorgngeralbum "Marrow Of The Spirit" noch durch sprliche Ruhephasen, viel Tempo und einen rohen Sound aus, ist die Marschrichtung 2014 eine vollkommen andere. Der Opener "Birth And Death Of The Pillars Of Creation" beginnt sehr gemchlich und abwartend, beinahe vertrumt. Schnell ist klar, es wird wieder vielmehr auf Atmosphre gesetzt, was vor allem durch die Akustik-Gitarre und die sphrischen Klnge zustande kommt, die gerne mit eingebaut werden. Ebenfalls nicht zu leugnen ist ein starker Doom-Einschlag, der die Trgheit einerseits noch untersttzt, andererseits der Musik selbst aber nichts von ihrer Intensitt nimmt. Auffllig ist der dicke Bass, der gerade in den besonneneren Momenten hervorkommt und den Stcken eine tiefe Schwere verpasst.
Darber hinaus ist das Album nach dem Opener mehr oder weniger eingebettet in drei Akustik-Stcke. Zu Beginn steht "(serpens caput)", in der Mitte befindet sich "Cor Serpentis (the sphere)" und den Abschluss bietet"(serpens cauda)". Alle drei lassen den Hrer immer wieder angenehm weggleiten, beruhigen die Szenerie und zeigen, dass "The Serpent & The Sphere" eine sehr nachdenkliche Scheibe ist. Denn den wirklich AGALLOCH-typischen Sound und Song gibt es erst mit dem dritten Stck "The Astral Dialogue". Das macht aber gar nichts, zeigt es doch nur die Vielschichtigkeit auf, denn die folgenden Stcke berbieten sich alle frmlich in Melodien, Arrangements und Emotionen. Eben jenes kann auch mit ein Grund dafr sein, warum das Album doch einige Zeit braucht, bis es richtig zndet, denn die musikalischen Eindrcke wollen erstmal alle verarbeitet und eingeordnet werden.
Je fter man aber Songs wie "Celestial Effigy" und das dreizehnmintige Monstrum "Plateau Of The Ages" hrt, umso mehr wird einem bewusst, dass AGALLOCH hier ganz groe Kunst bieten und entweder Black Metal auf ein eigenes und anderes Niveau heben, oder aber mit ihrem eigenen Sound und ihren Ideen etwas vllig Eigenstndiges geschaffen haben. Was davon, ist letztlich egal, denn so oder so kann man fr "The Serpent & The Sphere" nur Bewunderung ausdrcken.
   
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