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18. Jul 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

DEAD MAN'S CHEST - Negative Mental Attitude
Band DEAD MAN'S CHEST
Albumtitel Negative Mental Attitude
Label/Vertrieb BDHW / Soulfood
Homepage https://www.facebook.com/deadmanschest
Verffentlichung 04.04.2014
Laufzeit 27:38 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 8 von 15 Punkten
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London und Musik, da denkt man unweigerlich an die riesige Indie-Szene, die die englische Hauptstadt beherbergt. Die 2006 gegrndeten DEAD MAN'S CHEST sind mit ihrem Hardcore dort eher eine Ausnahme. Mit Seefahrer-Romantik, worauf man bei der bersetzung des Namens mit "des Toten Mannes Truhe" schlieen knnte, haben die so genannten Straight Edge Heavyweights aber nichts am Hut.
Mit ihrem Zweitwerk "Negative Mental Attitude" und eher New-York-orientiertem Hardcore pendelt die Truppe meist zwischen Mid- und Downtempo. Geschwindigkeit ist auf dem Nachfolger des Debt-Albums "Hateline" ein eher rares Gut. Dafr gibt es reine, brachiale Brutalitt und Groove im berfluss. Zur Untersttzung hat man sich fr die Produktion eine illustre Schar von Gsten eingeladen. Johnny Plague (Winds Of Plague), Pelbu (Knuckledust), John Music (X Tyrant X), Matt Spencer (Hometown Hate) und Dwid Hellion (Integrity) sind auf der Platte mit von der Partie und heben die Abwechslung mit ihren verschiedenen Gastauftritten an. Auch beim Sound hat man einen guten Job gemacht, denn die Scheibe knallt super aus den Boxen. So fllt dann auch nicht sonderlich auf, dass dem Album musikalisch keine wirklichen Neuigkeiten zu entnehmen sind.
Dagegen stehen aber komischerweise immer wieder Ideen und Momente, die den positiven Gesamteindruck schmlern und ein wenig, aufgrund der nicht vorhandenen Zuordnung, unpassend wirken. Das Intro des zweiten Songs "Kiss The Ground" ist so ein Moment, wo man sich fragt, was das soll. Eine Art Sprechgesang, dessen Betonung und Aussprache lediglich fr eine kurze Zeit zweimal im Stck auftaucht und vllig fehl am Platz ist und den Song nur bedingt besser macht. "Left Alone" beginnt mit einem groartigen Gitarrensolo, was Lust auf einen brenstarken Heavy Metal Song macht, diese Hoffnung wird aber mit einem typischen Hardcore-Nackenbrecher-Beat und einem feinen, aber deplazierten Slap-Bass-Solo zu Nichte gemacht. Im fnften und letzten Track "Bringing It Back" lsst man einen gregorianischen Chor den Abschluss machen. Das wirkt einerseits erhaben und fllend, da aber in den 27 Minuten vorher rein gar nichts auf so einen Abschluss schlieen lie, wirkt es auch hier wie eine absolut deplazierte Idee.
So bleibt "Negative Mental Attitude" zwar bemht und punktet auch mit der einen oder anderen Eigenschaft. Allerdings gibt es auf der anderen Seite auch nicht viele Argumente, die eine gewisse berdurchschnittlichkeit rechtfertigen wrden.
   
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