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16. Dezember 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

MEDEIA - Iconoclastic
Band MEDEIA
Albumtitel Iconoclastic
Label/Vertrieb Fullsteam/Pias
Homepage www.medeiaband.com
Verffentlichung 01.11.2013
Laufzeit 40:44 Minuten
Autor Patrick Siegels
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Finnland zeichnet sich bekanntlich durch einige Klischees aus: teurer Schnaps, hbsche Frauen, lange, dunkle Winter und natrlich die unbestrittene Tatsache, dass jeder zweite Einwohner dieses Landes offensichtlich mit einer Gitarre in der Hand und Metal im Blut geboren wird. Nightwish, Korpiklaani, Finntroll, Ghost Brigade, Children Of Bodom und so weiter, und so weiter. Allesamt Gren in ihren jeweiligen Genre und allesamt stammen sie aus eben jenem Teil Skandinaviens. Mit den Jungs von Children Of Bodom sind Medeia, im Rahmen ihres neuesten Album Release "Iconoclastic", zurzeit auch auf groer Europatour.
Wer sich bereits mit der Band beschftigt hat, der wei, dass Medeia sich im Vorfeld gerne an Metal- und Deathcore Elementen bedient haben, um ihren einprgsamen Sound zu kreieren, dessen oft rabiate Stimmung von der sanften Melodie und Stimme von Keyboarderin Laura Dziadulewicz etwas Abwechslung erhielten.
hnlich gestaltet sich das Verhltnis zwischen gewaltigen Shred-Parts und melodisem Keyboard auch auf dem aktuellen Release der fnfkpfigen Band. Allerdings wirkt die Machart dieses Mal etwas ehrlicher. Alleine die Performance des Shouters Teemu Karjalainen wirkt auf Iconoclastic wesentlich authentischer und vor allem energiegeladener. Bei Songs wie "A Waste Of Skin" oder "Misery Prevails" meint man die Wut frmlich spren zu knnen, mit denen Teemu seine Worte ins Mikrofon spuckt. Zur Untersttzung dieser Gefhlsausbrche haben die Saiteninstrumentalisten Samuli Peltola (Gitarre), Pekka Mr (Gitarre) und Samuli Kuusinen (Bass) ordentlich an Tempo, aber auch an stimmungsvollem Riffing dazu gelegt. Alles abschlieend sehr exakt, wenn auch etwas standardisiert, von Drummer Janne Putkisaari nach vorne getrieben.
Fr Fans der Band ist Iconoclastic mit Sicherheit Pflichtprogramm, da die Band hier einen weiteren Anstieg der eigenen, musikalischen Lernkurve beweist. Fr Anhnger des Metalcore, Deathcore und Extreme-Metal ist die Platte aber durchaus auch als Geheimtipp zu empfehlen, da die Band sich vieler genretechnischer Stilmittel bedient und es schafft, alles ungeknstelt unter einen Hut zu bringen. Um sich dann allerdings irgendwann zu den finnischen Metalgren zhlen zu drfen, muss doch noch etwas mehr berzeugungsarbeit geleistet werden.
   
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