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23. Januar 2019 - Uhr
 
Die Kolumne

KHOLD - Mørke Gravers Kammer
Band KHOLD
Albumtitel Mørke Gravers Kammer
Label/Vertrieb Candlelight Records
Homepage www.khold.com
Veröffentlichung 05.04.2004
Laufzeit 38:37 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Norwegens Vorzeige-Exzentriker KHOLD melden sich nach fast zwei Jahren kreativer Schaffenspause mit ihrem dritten, wieder komplett in der Muttersprache verfassten Album "Mørke Gravers Kammer" zurück. Das lyrische Konzept dreht sich dieses Mal um eine dunkle, felsige Kammer, in der die Seelen der Verstorbenen zum Klang einer Violine tanzend auf die Dämonen warten, die sie für immer forttragen werden...
Musikalisch geht der eigenwillige Haufen nach wie vor unbeirrt seinen ureigenen Weg, sprich midtempolastiger und fast durchgehend groovender Black Metal ohne Schnickschnack. BEWITCHED prägten ja vor paar Jahren den Begriff "Black'n'Roll", der auch auf KHOLD ganz gut passt, wobei hier der Schwerpunkt wesentlich näher an der dunklen Seite der Macht liegt. Dabei beweist die Band scheinbar mühelos, dass man weder einen auf oberbösen Satansjünger machen muss, um wirklich finstre Musik zu machen, noch Keyboards, Synthies oder ähnlichen Ballast verwenden braucht, wenn man atmosphärisch dicht und packend metaln will. Insgesamt liegt die große Stärke von KHOLD wie gehabt im Midtempo, welches durch gelegentliches Pendeln in höhere oder niedrigere Geschwindigkeiten aufgelockert wird. Erstmals in der Bandgeschichte wurde auch ein Video aufgenommen, so dass der knapp betitelte zweite Track "Død" auch optisch ein echter Leckerbissen geworden ist. Danach baut sich die Spannung auf "Mørke Gravers Kammer" immer stärker auf, bis sie schließlich in den drei besten Stücken der CD gipfelt, wobei besonders "Opera Seria" hervorzuheben wäre, der erstmals auch Death Metal-lige Einflüsse zum Vorschein bringt, die im Verlaufe des Songs letztendlich in typischen Black Metal-Harmonien enden, die keinen Genre-Fan khold lassen dürften...
Fazit: Kein Album, das beim ersten Durchlauf zündet und nach wie vor im Schatten des grandiosen "Masterpiss of Pain"-Debüts, aber dennoch eine Langzeit-Investition, die mit jedem Durchlauf mehr und mehr zu gefallen weiß. Anspieltipps: "Død", "Med Nebb Og Klør", "Mørke Gravers Kammer" und eben "Opera Seria".
   
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