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15. Dezember 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

KUOLEMANLAAKSO - Uljas Uusi Maailma
Band KUOLEMANLAAKSO
Albumtitel Uljas Uusi Maailma
Label/Vertrieb Svart Records / Cargo
Homepage kuolemanlaakso.net/
Verffentlichung 23.11.2012
Laufzeit 47:00 Minuten
Autor Steffi Mller
Bewertung 15 von 15 Punkten
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Hier waren wahre Meister am Werk. Das wird nicht nur, durch das auffllige Cover und durch das 24-seitige, mit Sorgfalt und Kreativitt gestaltete Booklet deutlich, sondern vor allem durch das musikalische Werk auf dieser CD, das mit einer Flle an doomigen, aber durchaus stark Metal-lastigen Ideen und Klangfarben auf hohem Niveau punkten kann. Betrachtet man schlielich noch das Line-Up, wird die Tatsache, dass hier einzig engagierte Profis unter finnischem Deckmantel namens Kuolemanlaakso aktiv sein knnen, geradezu besttigt.
2010 wurde Kuolemanlaakso von dem Gitarristen Laakso als Ein-Mann-Projekt gegrndet. Laakso, selber aktiv bei Chaosweaver, erschuf in Eigenregie ein Werk, das sich In der Tradition von Triptykons Werk "Eparistera Daimons" bewegt, und somit eine wandelbare, soundstarke und kreative Brachialgewalt mit sich bringt. Die finnischen Texte des Autors Eino Leino aus dem 19. Jahrhundert, die sich vor allem mit der Mystik der finnischen Wlder beschftigt, wurden auf dieser Scheibe mit Sorgfalt vertont und ausgeschmckt. Dazu holte Laakso seine Musiker-Freunde Kotamki, Kouta, Usva und Tiera ins Boot, die, selber aktiv bei Swallow The Sun, Elenium und Discard, das Einspielen mit gestalteten. Das hrbare und gelungene Endergebnis gibt es nun auf "Uljas Uusi Maailma" zu hren, das in meinem Player bereits vorwrts, rckwrts und vor allem fast pausenlos gespielt wird. Dabei besticht die enorme, melodise, riffstarke und gewaltige Tonmalerei, die der gesamten Scheibe eine ganz eigene, aber einprgende Atmosphre verleiht. Bei jedem Durchlauf gibt es Neues zu entdecken, whrend sich Snger Kotamki gekonnt, keifend und bestndig seinen Weg durch die einzelnen Songs bahnt. Die richtige Portion an Abwechslung und Eigenstndigkeit wird auf dieser CD jedenfalls geboten. Denn hier lsst sich mit Sicherheit eins festhalten: Kein Hrer wird sich durch Kuolemanlaakso in einem undurchdringbaren, avantgardistischen Mischmasch wiederfinden. Nein, denn die aufkommende Schwermut und die sich aufbauende Power der einzelnen Stcke, kann durch klar verlaufende Songstrukturen bis zur letzten Spielminute ausgiebig genossen werden. Fr die Produktion und die Aufnahmen war brigens kein geringerer als V. Santura von Triptykon zustndig, der sich im deutschen Studio nicht nur dem Sound widmete, sondern sich auch gleich bei fnf Songs zur Gitarrenfraktion gesellte. Das finnische Vokabular muss hier von keinem gefrchtet werden, denn musikalisch so gut bersetzt und ausgemalt, ist auf diesem Album ein Missverstndnis absolut ausgeschlossen. Optisch und akustisch wird hier also ein Meisterwerk geboten, dass gerade jetzt perfekt zur schneebedeckten Winteratmosphre passt. Fr Fans eiserner Soundmalerei, die sich ein formvollendetes Schmuckstck ins Haus holen wollen, ein unbedingtes Muss. Und so komme ich am Ende zur seltenen Vergabe unserer Hchstpunktzahl, bevor ich mich diesem brachialen Flair und vor allem den Stcken "Min Eln" und "Uljas Uusi Maailma" ganz ergeben werde: 15 Points go to Finland!
   
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