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18. Jul 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

DÄMMERFARBEN - Herbstpfad
Band DÄMMERFARBEN
Albumtitel Herbstpfad
Label/Vertrieb Northern Silence Productions / Soulfood
Homepage www.facebook.com/daemmerfarben
Veröffentlichung 24.08.2012
Laufzeit 30:16 Minuten
Autor Steffi Müller
Bewertung 7 von 15 Punkten
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Bei der aktuellen Hitzewelle scheint der Wunsch auf kühleren Herbstpfaden wandeln zu können, nicht zu weit her geholt. Doch dieser Traum kann sich wenigstens auf musikalische Weise erfüllen, sollte man als Metal-Fan auf akustischen Black Metal stehen.
Als Solo-Projekt begann Band-Leader Notarion bereits 2005, erst in diesem Jahr wurde Dämmerfarben zu einer vollständigen Band ausgebaut und bietet nun mit "Herbstpfad" einen ersten, wenn auch kurzen Einblick in die Schaffensweise dieser Truppe.
Was schließlich aus den Boxen dringt, hebt sich zwar mit einem hoch melodiösen Aufbau weit ab vom donnernden und eintönigen Geschredder mancher Szene-Kollegen, klingt aber in Gesamtbild leider doch etwas schwächelnd. Während das Intro mit seiner eingängigen, akustischen Gitarren- und leiser Instrumental- Arbeit glänzen kann, folgen bereits im ersten Song "Im Spätherbst" deutschsprachiges Gekeife und schnellere Gitarren-Riffs. Nur leider würde den angespielten Gitarren-Akkorden und dem rumpelnden Schlagzeug eine Prise an Power und Aufdringlichkeit eindeutig besser stehen. Denn immerhin stolzieren Dämmerfarben durch Back Metal-Gefilde, zeigen aber in den Folk- und Instrumental-Zwischenspielen eindeutig ihre wahre Stärke. So entstehen zwischenzeitlich immer wieder balladeske, zarte und äußerst harmonische Melodieverläufe, die wahrlich verzaubern können und eine eigene Atmosphäre schaffen. Die immer wieder auftauchenden Black Metal-Sequenzen können aber in der Gesamtlänge dagegen nicht recht überzeugen. Hier und dort fehlt vor allem Abwechslung und ein treibendes, mächtiges Soundgewand, an dem die Mitglieder von Dämmerfarben noch arbeiten sollten. Denn eine musikalische Gegensätzlichkeit würde dieser Musik unsagbar gut stehen. Nach 30 Minuten ist der Zauber schließlich auch schon vorbei, ohne auf ganzer Linie Eindruck hinterlassen zu können. Schade! Neugierige dürfen gerne einmal hinein lauschen, ich aber denke, hier sind einige Stil-Elemente weiterhin ausbaufähig.
   
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