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21. November 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

ULVER - Childhood's End
Band ULVER
Albumtitel Childhood's End
Label/Vertrieb Kscope Records/ Edel Germany
Homepage www.jester-records.com/ulver/ulver.html
Alternative URL www.facebook.com/pages/ulver/31166220421
Verffentlichung 26.05.2012
Laufzeit 53:44 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Die Zeit, in der ULVER mit "Bergtatt" eine der besten und wichtigsten Black Metal-Scheiben berhaupt eingespielt haben, ist ewig vorbei. Seit ber einer Dekade spalten sie mit ihrer eigenwilligen Mischung aus Ambiente, dsterem Rock und Elektro die Szene. Die einen sind begeistert, die anderen haben sich schon lange abgewendet. Es ist also keine berraschung, dass sich die Norweger fr das bisher wohl kurioseste Stck Musik im Jahr 2012 verantwortlich zeigen. Die aktuelle Verffentlichung "Childhood's End" besteht komplett aus Cover-Stcken. Wre das nicht schon ungewhnlich genug, befasst sich das Werk ausschlielich mit dem Psychedelic Rock der 60er Jahre. Von eher sonnigen, freundlichen Stcken, wie "In The Past" von CHOCOLATE WATCHBAND, bis zum deprimierenden Gruseltrip "Velvet Sunsets" (Original von MUSIC EMPORIUM), bietet das Album alles, was der interessierte Hrer braucht. So gesehen macht auch der Albumtitel absolut Sinn, denn die ersten Stcke sind unbeschwert leicht, whrend die Stimmung im Laufe der 16 Lieder immer ernster und auch deprimierend wird. Von freier Liebe bis zum bitteren Drogentod, um es mal berspitzt zu formulieren. Dabei gehen ULVER musikalisch insgesamt deutlich weniger experimentell zur Sache, als zuletzt. Es ist beeindruckend, wie die Band eigene Ideen einbringt und trotzdem immer das Wesentliche der Klassiker bewahrt. Die Instrumentierung passt hervoragend und wre da nicht die brilliante, moderne Produktion, knnte man wirklich denken, dass die Aufnahmen aus der Epoche der Originale stammen, abgesehen von den aufwendigen Streicher- und Keybordeinstzen im Hintergrund natrlich. Wenn solche Meisterwerke, wie "I Had Too Much To Dream Last Night", dessen Anfang mich ein bisschen an "Friday On My Mind" von den EASYBEATS erinnert, oder das wunderschne, vertrumte "Magic Hollow" bei so einem Projekt herauskommen, drfen ULVER gerne noch mehr Songs neuinterpretieren und -arrangieren.
"Childhood's End" wird Jubel und Enttuschung auslsen. Mir gefllt die Scheibe ausgesprochen gut, ich mag aber auch generell die verstrahlte Musik aus den 60er und 70er Jahren. Die Ausnahmeknstler knnen erneut auftrumpfen und berzeugen ein weiteres Mal mit ungewhnlicher, technisch beeindruckender Musik zum Seele baumeln lassen. Reinhren, toll finden, kaufen!



Tracklist:
01. Bracelets Of Fingers /THE PRETTY THINGS
02. Everybody's Been Burned /THE BYRDS
03. The Trap /BONNIWELL'S MUSIC MACHINE
04. In The Past /CHOCOLATE WATCHBAND
05. Today /JEFFERSON AIRPLANE
06. Can You Travel In The Dark Alone /GANDALF
07. I Had Too Much To Dream Last Night /ELECTRIC PRUNES
08. Street Song /THE 13TH FLOOR ELEVATORS
09. 66-5-4-3-2-1 /THE TROGGS
10. Dark Is The Bark /LEFT BANKE
11. Magic Hollow /BEAU BRUMMELS
12. Soon There'll Be Thunder /COMMON PEOPLE
13. Velvet Sunsets /MUSIC EMPORIUM
14. Lament Of The Astral Cowboy /CURT BOETTCHER
15. I Can See The Light /LES FLEUR DE LYS
16. Where Is Yesterday /UNITED STATES OF AMERICA
   
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