Keen Hue-Heydays

Albumtitel

Heydays

Label/Vertrieb

AOR Heaven/Soulfood

Veröffentlichung

29.11.2019

Laufzeit

42:53 Minuten

Ich bilde mir zwar ein, mich im Melodic Rock/AOR Bereich ganz gut auszukennen, aber von dieser schwedischen Band habe ich noch nie gehört. Also muss ich mich auf die beiliegende Info berufen, die besagt, dass der Fünfer schon in den späten Siebzigern angefangen hat Musik zu machen. Anfangs noch mit Cover-Songs, dann mit eigenem Material. Die Erfolge ließen allerdings auf sich warten, was meine Unkenntnis vielleicht erklärt. Nun hat sich das deutsche Melodic Label AOR Heaven den Schweden angenommen und veröffentlicht eine Ansammlung von Songs, die zwischen 1981 und 1989 entstanden sind. Alle 10 Lieder wurden von Keen Hue neu aufgenommen und umarrangiert, um ihnen einen aktuellen, frischeren Charakter zu verleihen. Nun, so schlecht ist dieses Unterfangen auch gar nicht gelungen, wenn dann auch aufgrund der Masse an Veröffentlichungen in dieser Sparte diese Platte nur für Melodic-Spezis interessant sein dürfte. Mit mehrstimmigem Gesang, der an die Beach Boys erinnert, beginnt die Reise mit „Fly Away Honey“. Doch nach und nach wird deutlich, dass Keen Hue doch im reinen AOR bzw. Melodic Rock zuhause sind, der sich meistens im Midtempo abspielt. Gutklassiger Gesang, knackige Gitarren, die dazugehörigen eingebundenen Keyboards, schöne Melodien und Chöre bilden das Zubehör für Musik, die schnurstracks zurück in die 80er führt. Kann man sich durchaus anhören, so richtig falsch macht diese Band letztendlich nicht allzu viel. Für AOR-Jünger also bestens geeignet, wenn ich mir persönlich auch etwas mehr Punch und damit mehr Persönlichkeit gewünscht hätte. Ich bin trotzdem gespannt, ob wir zukünftig sogar neues Material von Keen Hue zu hören bekommen.

Fazit
Für Schweden-Melodic-Freaks geeignet, wenn es auch Bands gibt, die mehr drauf haben, wie z.B. Eclipse oder Work Of Art.
9
von 15
Solide
Die Melodie muss stimmen!