Quiet Riot-Hollywood Cowboys

Albumtitel

Hollywood Cowboys

Label/Vertrieb

Frontiers/Soulfood

Veröffentlichung

08.11.2019

Laufzeit

45:01 Minuten

Okay, ich gebe zu, dass es sich bei den L.A. Rock-Ikonen von Quiet Riot um ne Kult-Truppe handelt. Aber trotzdem ist Vorsicht angesagt, denn die jetzige Besetzung hat, außer Drummer Frankie Banali, der seit Anfang der 80er die Stöcke wirbelt, nichts mit den erfolgreichen Jahren zu tun. Schon seit Jahren versucht Banali, die Dinge irgendwie am Laufen zu halten und wirbelte die Mitglieder fleißig durcheinander, ohne dass sich freilich der große Erfolg wiederholen sollte. Naja, meines Erachtens sollte er es mit einem anderen Namen versuchen, denn für eine Band kann ein großer Name auch hinderlich sein, allein was die Erwartungshaltung der Fans angeht. Denn sonst kann es auch mal Hohn und Spott regnen, gell?

Ich komme mal zur Musik und zum Positiven beim neuen Outputs mit dem Titel „Hollywood Cowboys“: Das Cover gefällt mir wirklich gut, Western-mäßig und dem Titel angepasst einfach, aber gut umgesetzt und zudem mit der Band-typischen Jason-Maske verziert. Und sonst? Musikalisch sind die 12 Songs für meine Ohren eine einzige Enttäuschung. Und dann diese Stimme von Jungspund James Durban, der ja mittlerweile auch schon nicht mehr bei Quiet Riot singen darf und auf der Bühne von Rückkehrer Jizzy Pearl ersetzt wurde. So etwas kann doch die Anhänger auf Dauer nur nerven, oder? Wieso spielt man da überhaupt noch neue Songs ein, sie interessieren ja bei Konzerten sowieso kein Schwein. Auch von alter Hitqualität ist jedenfalls auf der Platte weit und breit nichts zu sehen. Ganz im Gegenteil, einige Refrains wie der von „Heartbreak City“ beispielsweise nerven nur. Und dann zwischendrin eine völlig untypische und üble Blues-Nummer („Roll On“)?? Doch das Schlimmste ist diese unglaublich grottige Soundqualität, die hoffentlich am mp3-Stream liegt. Glaub ich zwar nicht, denn bei anderen Künstlern, die bei Frontiers unter Vertrag stehen ging und geht es ja auch. Dieses Machwerk ist eine einzige Enttäuschung und regelrecht ein Schlag in die Fresse der zahlenden Fans! 1 Punkt für´s Cover, einer für das witzige Video zu “In The Blood” (siehe unten) und einer für den Mut zur stilistischen Abwechslung, mehr gibt es nicht von mir!

Fazit
Überflüssiger und erfolgloser Reanimationsversuch einer ehemaligen Top-Band!! So wird auch der letzte Fan vergrault!
3
von 15
Erbärmlich
Die Melodie muss stimmen!