HER-Parallel Universe

Albumtitel

Parallel Universe

Label/Vertrieb

7Hard/Membran

Veröffentlichung

25.10.2019

Laufzeit

43:07 Minuten

Mit dem US-amerikanischen, female fronted Quartett HER kommt mir ein Newcomer auf den Tisch, der seinen Stil mit einem Mix aus Rock und Elektronic Hard Pop umschreibt. Die Frontdame heißt Monique Staffile und sieht auf den Bildern mit ihren blonden Locken und der Kapitäns-Mütze wie ein sehr hübsches Überbleibsel aus den Achtzigern aus, so als würden Blondie und Kim Wilde vor der Kamera vereint eine Session abhalten. Nun ja, ich habe mir wirklich Mühe gegeben, irgendetwas über diese Band im Internet zu erfahren, aber mehr als oberflächliche Infos über Herkunft (New York) und angebliche Tour-Erfolge waren nicht herauszubekommen. Selbst ein Bild des Covers war nur sehr schwer zu erhalten. Mir scheint es fast so, als handelt es sich hier um eine Gruppe, die unbedingt von ihrem deutschen Label gehypt werden soll…ein Newcomer halt, der in der Info als große Nummer angepriesen wird. Irgendwie alles recht seltsam! Ich habe jedenfalls herausgefunden, dass es sich bei „Parallel Universe“ um eine Compilation handelt, die die besten Songs der beiden in den USA veröffentlichten Alben „Chain Reaction“ und „Black & White“ vereint, also quasi ein Startschuss der hübschen Frontdame mit ihrer Band hier in Europa.

Musikalisch ist dann letztendlich für mich auch nicht der große Wurf, obwohl der Opener „Break Me“ sehr rockig und melodisch eingängig aus den Boxen kommt, wobei gleich deutlich wird, dass Monique neben ihrer Schönheit auch eine wirklich gute Stimme hat. Also ein starker Einstieg, dessen Qualität leider nicht über die 12 Songs gehalten werden kann. Warum? Nun, weil sich der Stil dieses ordentlichen Openers im Laufe der Zeit zu einem Mix aus Electronic, Pop, Punk und Rock ändert und keine klare Richtung zu erkennen ist. Eine gute Stimme reicht halt nicht immer, um ein ganzes Album zu tragen, mir scheint als wäre HER die Zielgruppe der Musik nicht eindeutig klar. Sollen jüngere, tanzwütige Leute, die ihre Freizeit in kleinen Clubs verbringen angesprochen werden oder eher ein Rock-affines Publikum? Mal stehen die Gitarren im Vordergrund, dann wieder die Synthies. Alles geht irgendwie kreuz und quer und letztendlich bleibt, bis auf den genannten Opener viel zu wenig hängen, um aus HER einen ganz heißen Tip werden zu lassen. Mir war das alles insgesamt einfach zu nichtssagend und langweilig. Eigentlich schade, denn singen kann die Lady wirklich gut. Wenn es dann auch etwas abgedroschen klingt: Da ist noch viel Luft nach oben!

Das billig wirkende Digipack ohne Booklet, Texte und Pics macht diese Geschichte dann auch nicht besser.

Fazit
Viel Rauch um (fast) nichts!
6
von 15
Zwiespältig
Die Melodie muss stimmen!