Kris Barras Band-Light It Up

Albumtitel

Light It Up

Label/Vertrieb

Mascot/Rough Trade

Veröffentlichung

13.09.2019

Laufzeit

46:49 Minuten

Der ehemalige Mixed Martial Arts Profi Kris Barras hat sich in der jüngeren Vergangenheit einen guten Ruf in der internationalen Blues Rock Szene erarbeitet. Er tourte dieses Jahr schon mit Johnny Lang und Walter Trout durch die Lande und ist außerdem seit 2018 Frontmann der Super Sonic Blues Machine, einer Art „Blues Supergroup“, die u.a. mit Billy F. Gibbons (ZZ Top) oder Steve Lukather (Toto) auftritt. Der 32-jährige Brite stellt uns jetzt den Nachfolger von „The Divine And Dirty“ aus dem Jahr 2018 vor, wobei „Light It Up“ das dritte Studioalbum mit seiner Band darstellt.

Der Frontmann kann nicht nur mit den Fäusten austeilen, sondern spielt auch eine ausgezeichnete Gitarre, die er auch gerne mal slidet, wie im Opener „What You Get“ z.B. zu hören ist. Seine Stimme ist dabei ebenfalls nicht von schlechten Eltern, leicht kratzig passt sie perfekt zu diesem Mix aus den verschiedenen Blues-und Rock Stilen. Dass dabei ZZ Top zu den größten Einflüssen zählen, daraus macht er in einigen der 13 neuen Stücken kein Geheimnis. Besonders geil wird es dann, wenn sich zu der Slide Guitar eine schöne Orgel gesellt, wie etwa bei „Broken Teeth“ (na, singt er da etwa über seine Kampfsport-Vergangenheit?). Ich suche dann tatsächlich den Wurm im Tequila-Glas über die Dauer der Scheibe, kann ihn aber letztendlich nicht finden. Die Songs rocken ordentlich nach vorne, ohne durch gute Melodien eine schöne Eingängigkeit vermissen zu lassen. Die Band wirkt auch sehr souverän, genau wie die gesamte Performance. Hier wird wirklich sehr starker Blues Rock geboten, der den Bekanntheitsgrad der Kris Barras Band zukünftig noch steigern lassen dürfte. Man höre sich etwa nur „6AM“ an, der Song könnte ein Hybrid aus Deep Purple und ZZ Top sein, ganz prima! Doch es gibt selbstverständlich nicht nur härtere Stücke zu hören, Mitte des Albums schlägt Kris Barras und seinen Mitstreitern mit „Rain“ erstmals ruhigere Töne an, die durch ein leichtes Country-Feeling Abwechslung in die Platte bringen. Und fast immer bildet die Orgel einen wunderbaren Partner für die Gitarren, genauso wie in einigen Liedern der weibliche Background-Gesang, wie etwa im ruhigen Rausschmeißer „Pride Is Forever“.

Fazit
Mit der Kris Barras Band drängt ein extrem starker Newcomer in den Blues Rock-Ring! Da heißt es wohl „Deckung hoch“ für die Etablierten.
12
von 15
Edelstahl
Die Melodie muss stimmen!