Michael Schenker Fest-Revelation

Albumtitel

Revelation

Label/Vertrieb

Nuclear Blast/Warner

Veröffentlichung

20.09.2019

Laufzeit

52:38 Minuten

Im März des vergangenen Jahres erschien „Resurrection“ vom Michael Schenker Fest, einem Konzept, bei dem der blonde Gitarrist aus Hannover mit seinen erfolgreichsten ehemaligen Sängern der MSG gemeinsam musizierte. Der große Erfolg von Platte und der anschließenden Welt-Tournee ließ die Erwartungen an den recht schnell erscheinenden Nachfolger in die Höhe treiben. Dabei blieben alle Beteiligten, also auch Produzent Michael Voss an Bord. Wie ja allgemein bekannt sein dürfte, verstarb ja leider überraschend Drummer Ted McKenna im Januar diesen Jahres, weshalb er nicht mehr dabei sein konnte. Ersatz fand Michael Schenker für das Gros der neuen Songs in Simon Phillips bzw. für 2 Stücke sowie die anstehende Tour in Bodo Schopf, beide mit reichlich MSG-Erfahrung ausgestattet.

Nun, jetzt, nachdem „Revelation“ bei mir die x-te Runde dreht, kann ich keinen qualitativen Unterschied zum Vorgänger feststellen. Fast scheint es so, als könnten die Songs beider Scheiben in einer Songwriter-Session entstanden sein. So beginnt „Revelation“ mit dem poppigen, ja radiotauglichen „Rock Steady“, zu dem das Video schon seit einigen Wochen im Netz zu sehen ist. Bei „Resurrection“ hieß der stilistisch gleiche Song noch „Warrior“, ihr erinnert euch? Und genauso „bekannt“ kommen dem Hörer auch alle weiteren Lieder vor, was jedoch durchaus positiv gemeint ist. So gerät der Hörgenuß wie ein Treffen mit guten alten Bekannten, hier stimmlich vereint von Graham Bonnet, Robin McAuley, Doogie White und Gary Barden, die mal gemeinsam, mal einzeln die exellente Gitarrenarbeit des Meisters besingen. Eine kleine Überraschung bietet dann doch noch der Gastbeitrag von Ronnie Romero (u.a. Rainbow, Coreleoni), der bei „We Are The Voice“ seine bravouröse Röhre beisteuert. Zum Schluß gibt es dann mit „Ascension“ noch ein Instrumental auf die Lauscher, welches die Platte passend abrundet. Melodische Highlights sind für mich das grandiose „Silent Again“ und das alles überragende „The Beast In The Shadows“, an denen ich mich einfach nicht satt hören kann! Das war für mich beim ersten Album genauso bei „Take Me To The Church“ der Fall.

Das Coverartwork zu „Revelation“ finde ich übrigens tausendfach besser als das zum Vorgänger, ja schlichtweg sensationell! Aber das sind persönliche Ansichten. Die Idee, an der Gitarre gekreuzigt zu werden dürfte nicht jedem mit christlichem Glauben gefallen, ist aber nicht so langweilig wie das nachgestellte Abendmahl-Szenario bei „Resurrection“.

Fazit
Ausfälle gibt es faktisch keine zu beklagen, die Fans des deutschen Flitzefingers und seiner ehemaligen bzw. aktuellen Groups werden bestens bedient!
13
von 15
Hervorragend
Die Melodie muss stimmen!