Per Wiberg-Head Without Eyes

Albumtitel

Head Without Eyes

Label/Vertrieb

Despotz Records/Cargo

Veröffentlichung

10.05.2019

Laufzeit

43:56 Minuten

Der schwedische Multi-Instrumentalist hat im Laufe seiner Karriere schon für viele große Bands gespielt. Vor allen ist natürlich seine Mitgliedschaft bei Opeth bekannt, schließlich war er sogar Gründungsmitglied. Aber er spielte auch mal kurz Bass bei Candlemass und bei den Spiritual Beggars oder Kamchatka wurde er auch gesehen bzw. gehört.

Jetzt also ein erstes, spätes Soloalbum mit dem mystischen Titel „Head Without Eyes“, das, ich nehme es gleich vorweg, musikalisch genauso abwechslungsreich ausgefallen ist, wie es die Vita des 51-Jährigen verspricht. Und was bei vielen anderen Künstlern sich so anhört, als könnte man sich nicht zu einem Stil entscheiden und entsprechend wirr klingt, ist bei Per Wiberg überhaupt kein Problem, denn seine Platte klingt trotzdem homogen, ausgeklügelt und zu jederzeit höchst spannend. Die Reise beginnt mit dem ruhigen, leicht proggigen und sonoren „Let The Water Take Me Home“, dem das über 12 Minuten lange und spacige „Anywhere The Blood Flows“ folgt. Auch Classic Rock ist dem Allrounder, der, bis auf die Drums alle Instrumente höchstpersönlich eingespielt sowie den Gesang übernommen hat, nicht fremd („Get Your Boots On“-geiler Refrain!). Im weiteren Verlauf gibt es auch Psychedelic Rock („Pass On The Fear“) sowie Doom auf die Ohren der geneigten, sprich mit breitem Geschmack ausgestatteten Zuhörer, die sich bestimmt genauso wie ich vor dem großen Talent des Per Wiberg verneigen. Klar, nicht für den Kommerz, eher für den Underground geeignet, was ich letztendlich richtig schade finde! Diese tolle Musik hätte nämlich ein breiteres Publikum verdient, Punkt!

Fazit
Hoher Anspruch trotz...oder gerade wegen stilistischer Abwechslung!
12
von 15
Edelstahl
Die Melodie muss stimmen!