The Cranberries-In The End

Albumtitel

In The End

Label/Vertrieb

BMG/Warner

Veröffentlichung

26.04.2019

Laufzeit

43:04 Minuten

Was war das für ein Schock für viele Musikfans, als Dolores O` Riordan im Januar 2018 in London überraschend verstarb. Die Sängerin der Cranberries hielt sich für die abschließenden Arbeiten am siebten Studioalbum in der englischen Metropole auf und ertrank im Alter von nur 46 Jahren mit über 3 Promille Alkohol im Blut in der Badewanne ihres Hotels. Ob dieses Album damals schon den Arbeitstitel „In The End“ hatte, glaube ich nicht, denn die Band war nach dem 2017 veröffentlichten, akustischen Best-Of „Something Else“ wieder recht gut im Rennen. Klar, die ganz großen Zeiten waren vorbei, aber immerhin schafften es die Iren mit dem politisch bedeutsamen Welthit „Zombie“ und dem dazugehörigen Album „No Need To Argue“ 1994, dass jedes Kind die Gruppe und diese unverwechselbare Stimme ihrer Frontfrau bis heute kennt! Nach vielen Aufs und Abs mit den Cranberries veröffentlichte Dolores im Laufe der Jahre zudem 2 Soloalben.

Nun erscheint also das definitiv letzte Album der Cranberries, mit dem sich die drei übrig gebliebenen Mitglieder Noel Anthony Hogan (Gitarren), sein Bruder Michael Gerard Hogan (Bass) und Drummer Fergal Patrick Lawler von ihren Fans verabschieden. Dass die Band dabei vom ersten Ton und dem flotten Opener „All Over Now“ gleich zu erkennen ist, liegt natürlich zum größten Teil an dieser Wahnsinns-Stimme, die mich immer ein wenig an die von Sinead O´ Connor erinnert. Auch der eigene Stilmix aus Alternative Rock, Pop und Irish Folk ist eindeutig den Cranberries zuzuschreiben, der seine Wirkung auf Herz und Seele bei den meisten Hörern wie mir wohl nie verlieren wird. Flottere melodische Rhythmen wie bei „Got It“ oder „Crazy Heart“ lassen die ganze Sache auch gar nicht so melancholisch traurig werden, wie ich das im Vorfeld befürchtet habe, obwohl die ruhigeren Klänge durch sensible bzw. nachdenkliche Lieder wie etwa „Illusion“, „Lost“, dem Titelstück oder „The Pressure“ die Oberhand haben.

Die CD kommt im schicken Digipack mit wirklich hübschen Cover und im beiliegenden Booklet gedenken die drei o.a. Moosbeeren in kluger Weise ihrer verstorbenen Sängerin. So sind die ersten drei Seiten schwarz, lediglich in der unteren rechten Ecke ist der Albumtitel abgedruckt. Auf der vierten Seite ist dann ein Foto von Dolores auf der Bühne zu sehen, während dann auf 2 Seiten persönliche Liner-Notes abgedruckt wurden. Zudem gibt es alle Texte zum Mitlesen.

Mit  Dolores O` Riordan verließ uns eine der besten Stimmen der Rockmusik (R.I.P.)

Ich habe mich nach langem Überlegen dazu entschlossen, dieses wunderschöne Album nicht durch Punkte zu bewerten.

Die Melodie muss stimmen!