Peter H. Nilsson-Little American Dream

Albumtitel

Little American Dream

Label/Vertrieb

AOR Heaven/Soulfood

Veröffentlichung

29.03.2019

Laufzeit

47:11 Minuten

Bekanntlich gibt es ja in Schweden Musiker, die Melodic Rock bzw. AOR spielen wie Sand am Meer. Und obwohl der Markt in dieser Richtung schon gefühlt übervoll ist, kommen regelmäßig neue Bands bzw. Projekte aus dem Pipi Langstrumpf-Land dazu.

Einer dieser neuen Namen ist  Gitarrist und Keyboarder Peter H. Nilsson, von dem ich vorher auch noch nie gehört habe. Wie viele seiner Kollegen auch, scheint er von amerikanischen Vorbildern wie Journey oder Foreigner beeinflusst, was er mit dem Titel und Coverartwork auch unterstreicht. Dazu schnappte er sich mit Drummer Jason Meekins sowie Sänger Chris Biano zwei Musiker aus den USA, wobei ich vermute, dass man sich noch nicht persönlich begegnet ist, sondern die Aufnahmen via Internet die lange Entfernung überquerten. Aber das ist heutzutage ja keine ungewöhnliche Arbeitsweise. Einige nennen diese Platten auch ganz gerne Wohnzimmer-Produktionen, denn dass Musiker ein richtiges Studio zusammen mieten ist ja eher die Ausnahme, weil das halt die Budgets übersteigt. Das soll jetzt auch absolut nicht als Vorwurf verstanden werden, wollte ich nur mal loswerden. Denn die Qualität aus dem „Heim-Studio“ ist schließlich gar nicht so übel, wenn es auch einige negative Ausnahmen gibt.

Gar nicht so übel sind auch die neun Songs auf diesem Album, die sich Melodic-Jünger ohne Bedenken reinziehen können. Der Wohlfühl-Faktor durch eingängige Melodien, meist eingepackt im gemütlichen Midtempo ist sehr hoch und die Produktion klingt dann tatsächlich erstaunlich homogen und überhaupt nicht so steril wie ich befürchtet habe. Es ist also doch was dran, dass die Schweden diese Art von Musik besonders gut beherrschen. Logisch gehören auch Balladen dazu, eine davon heißt „Timeless“. Auch die warme weiche Stimme des genannten Sängers fügt sich in das positive Gesamtbild ein, so dass ich unterm Strich von einer gelungenen Scheibe sprechen kann. Gitarre und Keyboard spielen kann der Nordländer zweifellos, obwohl ich weiß, dass die Halbwertzeit der Musik heutzutage leider auch nicht mehr allzu hoch ist, was ich auch richtig schade finde. Denn die große Zeit von AOR ist leider vorbei. Doch es gibt ja Gottlob noch ein paar Nasen wie mich da draußen, die sich gerne mit dem softeren Genre der Rockmusik auseinandersetzen. Und genau für die ist Peter H. Nilsson und sein kleiner amerikanischer Traum der Honigtopf auf dem Frühstückstisch! Süß, lecker und wenn es am Finger klebt, wird einfach abgeleckt!

Fazit
AOR/Melodic Rock Fans können hier zugreifen!
11
von 15
Außerordentlich
Die Melodie muss stimmen!