RPWL-Tales From Outer Space

Albumtitel

Tales From Outer Space

Label/Vertrieb

GAOM/Soulfood

Veröffentlichung

22.03.2018

Laufzeit

50:01 Minuten

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Die als Pink Floyd Coverband 1996 gegründete Prog Band RPWL aus Bayern veröffentlicht mit „Tales From Outer Space“ ihr mittlerweile 10. Studioalbum. Der Vorgänger „Wanted“ ist, nach zwei Live-Platten, ja auch schon fast 5 Jahre alt, weshalb es auch mal wieder Zeit wurde, neue Klänge aus der Klangschmiede der heimischen Farm-Studios aus Freising zu hören. Der Vierer ist ja bekanntlich eine der kreativsten und vielleicht sogar innovativsten Musikgruppen aus Deutschland. Und obwohl sie ihren Haupteinfluss Pink Floyd nie verheimlichen können und das auch nicht möchten, entwickelten sich RPWL immer weiter zu einem Top Prog Act mit eigenen Trademarks. Okay, die Stimme von Sänger Yogi Lang ähnelt eben in Klangfarbe und Timbre der von David Gilmour und wenn Kalle Wallner (Blind Ego) seine Gitarre erklingen lässt, liegen die Vergleiche ebenfalls auf der Hand. Doch der allzu kritische Hörer sollte bitte nicht vergessen, dass sich gute Songs nicht von selbst schreiben.

Und gute Songs schreiben können die Jungs zweifellos, was auch das neue Album beweist. Thematisch beschäftigen sich die sieben Stücke mit dem großen Feld Science Fiction, wie das schöne Cover mit der als Comic dargestellten Invasion von Außerirdischen belegt. So haben die Texte oft sozialkritische Botschaften, wie z.B. im Opener „A New World“, bei dem die Aliens, die auf der Erde landen sofort wieder Reißaus nehmen, weil die Umstände hier durch die vergiftete Umwelt und anderer Zustände einfach zu schlimm sind. Genial, oder? Aber auch musikalisch geht es in diese Richtung, denn viele elektronische, „spacige“ Sounds der Synthies unterstützen die elektrischen Gitarren. Doch dieser Umstand wird nicht übertrieben, so darf Kalle Wallner z.B. beim in sich abwechslungsreichen „Light Of The World“ ausgiebig zeigen, was für ein hervorragender Gitarrist er doch ist. So stehen Stimmung, Melodien, die aussagekräftigen Texte sowie die bekannt warme Atmosphäre der Arrangements im Vordergrund, die diese Mischung aus Art-und Prog Rock so mitreißend und empfehlenswert macht. Im April geht es dann auch wieder auf große Europa-Tournee, lasst euch also diese Spitzen Live Band nicht entgehen! Mein Anspieltip für euch ist das positive, lässige und extrem eingängige „What I Really Need“, ein wunderbarer Song mit Suchtfaktor!

Fazit
Zurücklehnen, zuhören, genießen und die Bilder im Kopf zu toller Musik wirken lassen!
13
von 15
Hervorragend
Die Melodie muss stimmen!