Gary Hoey-Neon Highway Blues

Albumtitel

Neon Highway Blues

Label/Vertrieb

Mascot Label Group/Rough Trade

Veröffentlichung

15.03.2019

Laufzeit

48:11 Minuten

Gary Hoey darf ich getrost als bunten Hund der Rock-und Blues Szene bezeichnen, denn der 58-jährige Sänger und Gitarrist aus Massachusetts ist nicht nur in vielen Genres zuhause, er kam auch schon auf schräge Ideen, z.B. wie als Weihnachtsmann verkleidet ein Konzert mit speziellen Versionen von Weihnachtsklassikern zu geben. Er schrieb in der Vergangenheit Soundtracks, Songs für andere Künstler, reine Instrumental-Alben, spielte Hard Rock, Jazz, Fuzz und produziert zudem sehr viel. „Neon Highway Blues“ ist auch nicht sein erstes Blues Rock Album, so waren die beiden Vorgänger „Dejá Blues“ (2013) sowie „Dust & Bones“ (2016) ebenfalls im in diesem nicht tot zu kriegenden Genre verwurzelt.

Wenn ich mir die elf neuen Stücke auf der Platte so anhöre, stelle ich fest, dass Gary Hoey alles mitbringt, um auch hier in Deutschland eine erhöhte Aufmerksamkeit zu erhaschen. Denn er singt gut und spielt eine ausgezeichnete Gitarre, die er mal traditionell und auch mal mittels Slide-Technik bedient. Okay, neue Facetten vermag auch der Amerikaner dem Blues nicht einzuhauchen, dafür sind seine Kompositionen einfach zu nah am puren, unverfälschten und authentischen Stil angelehnt. Aber ich denke, dass das Absicht war und geil klingen tut das Album ebenfalls. Für einige der Lieder besorgte er sich Unterstützung wie z.B. beim Opener „Under The Rug“, bei dem Kollege Eric Gales mitmachen darf. Auch Josh Smith ist bei „Mercy Of Love“ mit an Bord und bei „Don`t Come Crying“ darf Sohnemann Ian Hoey zeigen, dass er in die Fußstapfen seines Vaters treten könnte.

Insgesamt ein abwechslungsreiches und gutes Blues Album, auf dem sich mit dem abschließenden Titelsong, der schönen Ballade „Almost Heaven“ sowie „Waiting On The Sun“ drei Instrumentals befinden.

Fazit
Wer guten Blues mag, kann hier bedenkenlos zugreifen!
11
von 15
Außerordentlich
Die Melodie muss stimmen!