Ptolemea-Tome I

Albumtitel

Tome I

Label/Vertrieb

FinestNoise/Radar

Veröffentlichung

01.03.2019

Laufzeit

31:53 Minuten

Ptolemea, …„unsaussprechlich aber ausgesprochen gut“? Dann wollen wir mal schauen, ob mit diesem Werbespruch eines Erkältungsmittels auch diese female fronted Band aus Luxemburg beurteilt werden kann. Sängerin und Gitarristin ist Priscila Da Costa, die portugiesische Wurzeln hat, jedoch im kleinen Land im Dreiländereck mit Frankreich und Deutschland geboren wurde. Sie kam erst relativ spät im Alter von 26 Jahren zur Musik und kam 2015 mit dem Akustik Cover Duo The Glass Arrows zu ersten Live-Erfahrungen. Ihre kraftvolle Stimme half ihr dabei, dass andere Musiker und Labels im Fürstentum auf sie aufmerksam wurden und die Dame eher im härteren Rock sahen.

Jetzt kommt also das Debüt mit ihrer neuen Band Ptolemea, die neben Bass, Drums auch eine E-Violine als Instrument aufbietet! Musikalisch bietet das Quartett eine Mischung aus Rock, Folk und Blues an, die stimmig und rund klingt. Die Band gibt zwar ihren Stil als Post Grunge an, doch das sehe ich etwas anders. Die wirklich gute Stimme der Frontfrau ist schon das Aushängeschild und steht irgendwie im Vordergrund, jedoch muss Priscila aufgrund der Gesamtperformance mit Gitarren und besagter E-Violine nicht die ganze „Last“ alleine tragen.

Leider, und das ist schon mein einziger Kritikpunkt bei dieser wirklich hörenswerten Platte, das Vergnügen dauert gerade mal etwas über eine halbe Stunde, so dass ich „Tome I“ eher als eine EP bezeichnen möchte. Aber die Songs sind ausgereift und klingen einfach schön, woran die Instrumentalisierung in Verbindung mit der Stimme einen großen Anteil trägt. Dass der Härtegrad sich in Grenzen hält, ist deshalb auch nicht ganz so schlimm, obwohl ab und an etwas mehr Dreck der Sache gut tun könnte. Aber vielleicht kommt das ja noch…

Fazit
Interessante Mischung, starke Stimme und die E-Violine macht den Unterschied!
9
von 15
Solide
Die Melodie muss stimmen!