Tora Tora-Bastards Of Beale

Albumtitel

Bastards Of Beale

Label/Vertrieb

Frontiers/Soulfood

Veröffentlichung

22.02.2019

Laufzeit

44:54 Minuten

Tora Tora als Bandname? Ehrlich gesagt noch nie gehört. Klar kenne ich den gleichnamigen Van Halen Song aus dem Jahr 1980, der die Geschichte des Namens erzählt. So nannten nämlich die Japaner im geheimen Vorfeld den Angriff auf Pearl Habour im 2. Weltkrieg, nur so viel am Rande. Es gab auch mal eine britische Band Ende der Siebziger die so hieß, aber die existierte nicht lange und benannte sich etwas später in Tora um. Aber auch um die handelt es sich hierbei nicht, denn unsere Tora Tora hier kommen aus den USA und es gibt die Band laut Info der Plattenfirma schon seit den 80er Jahren.

Mir ist sie wie gesagt bis dato unbekannt gewesen, aber man kann ja selbst als Musik-Schreiber nicht alles kennen. Also ab ins Internet und etwas recherchiert während die Platte im Hintergrund läuft. Man hat bis 1992 drei LPs veröffentlicht und im Laufe der 2000er Jahre noch etwas unveröffentlichtes Material hinterher geschoben. Das war`s aber schon und da ihre ersten drei Scheiben selbst in den USA nicht sonderlich erfolgreich waren, ist es wohl relativ normal, dass es Tora Tora nicht über den großen teich bis zu meinen Ohren geschafft haben. Okay denke ich mir, ich werde da ganz bestimmt nicht der Einzige sein, oder?

Während ich all diese Gedanken so schweifen lasse, fällt mir auf dass die Musik des Quartetts sehr angenehm klingt, allerdings oder gerade deshalb, weil die Songs geradewegs wie aus den 80ern klingen, was auch für den trockenen Sound der Produktion gilt. Die Stimme von Anthony Corder liegt im mittleren Höhenbereich und passt gut zum bevorzugten Stil Melodischer Hardrock. Vieles erinnert mich tatsächlich an damals erfolgreiche Kollegen wie Great White, Whitesnake oder Ratt. Hier und da kommen noch ein paar Sleaze-und/oder Blues-Elemente dazu und fertig ist eine insgesamt gut unterhaltende US Hard Rock Scheibe, die ich gerne öfter höre und die mich dann ob richtig starker Songs wie „Son Of A Prodigal Son“ oder der Ballade „Lights Up The River“ angenehm überrascht. Ja Freunde, es gibt tatsächlich meiner Meinung nach überflüssigere Reunions oder Projekte, vor allem beim italienischen Alles-Signer-Label Frontiers! Na dann hoffe ich mal stark, dass „Bastards Of Beale“ noch ein Nachfolger beschert wird.

Fazit
US-Hardrock, der bestens unterhält! Great White und Ratt lassen grüßen!
11
von 15
Außerordentlich
Die Melodie muss stimmen!