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17. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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PRIVATEER
Freiburger Freibeuter mit dem 2. Streich
Thorsten Dietrich
www.facebook.com/ThePrivateer


Die Sddeutschen Metaller Privateer sind mit ihrem zweiten Album eine erfrischende Sache geworden und paaren Piratengeschichten mit Power, Folk und etwas Melodic Death Metal. Gitarrist Christoph Spri gab uns Auskunft zum Stand bei den recht frischen Sddeutschen die "flott" zwei Alben heraus gebracht haben.


Freiburg in Sddeutschland und Piraten Metal, wie passt das denn zusammen, seit wann habt ihr euch dieses Image zugelegt?

"Freiburger Freibeuter" klingt doch super! Nein Spa beiseite, natrlich ist uns bewusst, dass wir einen ungewhnlichen Weg gehen, aber genau das wollen wir auch. Wir wollen etwas machen, was es hier so noch nicht gibt und haben bisher auch die Erfahrung gemacht, dass wir damit ganz gut fahren. Das Image der Freibeuter haben wir uns recht frh zugelegt, allerdings wurde erst mit der Zeit aus der losen Idee ein festes Konzept.

Euer Bandname ist auch ein Running Wild Song, in den letzten Jahren gab es ja Alestorm und Swashbuckle mit hnlichem Image. Von wem fhlt ihr euch den beeinflusst und warum?

Diese Frage kommt natrlich berechtigterweise hufig und wir haben sicher auch Gemeinsamkeiten mit den oben genannten Bands, allerdings eher thematisch als musikalisch kompositorisch. Wir behandeln zwar in unseren Liedern auch die Piratenthematik, gehen das ganze aber etwas ernster und vielschichtiger an.

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Wie kamt ihr denn auf die Idee eine Geige in euren Bandsound zu integrieren, sind da Bands wie Turisas, Skyclad, My Dying Bride oder Elvenpath ein Einfluss gewesen?

Als die Band gegrndet wurde, war noch kein klassisches Instrument in der Musik vorgesehen. Dieser Wunsch kam erst spter mit dem Entschluss, das Thema "Piraten" zum Leitfaden der Musik zu machen.

Das Debt und Album Nr. 2 sind ja recht flott hintereinander erschienen oder tuscht das und das Debt war schon lnger fertig und wartete auf Verffentlichung?

Sagen wir mal so, wir hatten schon einiges an Material und nicht alles fand sich auf dem Debtalbum wieder, aber gleichzeitig gibt es auch sogenannte kreative Phasen in unserer Band und dann kann es auch einmal passieren, dass wir von unserem Rhythmus Gitarristen pltzlich mit einem neuen, innerhalb weniger Tage/Nchte entstandenen Song berrascht werden. Wir haben auch schon weiteres Material fr ein weiteres Album, aber mehr wird nicht verraten...

Euer deutsches Lied "Strtebeker" klingt fr mich eher nach dem Reitern als den Piraten, ist das eine einmalige Sache, oder wollt ihr fters auf Deutsch singen?

Dieser Vergleich wird fter gezogen und damit haben wir auch kein Problem, da wir uns den Reitern in sofern nahe fhlen, als dass sie ebenfalls kein bestimmtes Genre erfllen, sondern ihre Musik schlicht und einfach als "Metal" beschreiben. Dass der Song "Strtebeker" sich von den anderen Stcken unterscheidet, hat mehrere Grnde: Zum einen wurde das Grundgerst in diesem Fall von unserem Snger Pablo komponiert und wurde whrend der Proben ausgefeilt und fertig gestellt und zum anderen ist es unser bisher einziger Song in deutscher Sprache. Dies liegt grundlegend an dem behandelten Thema, denn wie Pablo zu Recht argumentiert hat, sollte ein Lied, das von Strtebeker handelt nicht in englischer Sprache behandelt werden. Er kann sich auch durchaus vorstellen bei Gelegenheit ein weiteres Stck in deutscher Sprache zu komponieren.

In den Infos steht, dass es nur einen Snger namens Pablo gibt, stimmt das? Dann wre er ja fr die gutklassigen klaren und derben Passagen verantwortlich. Dafr haben die meisten Bands zwei Snger oder bekommen das live gar nicht hin. Wie sieht das live dann bei euch aus?

Ja, das stimmt. Pablo, unser Lead-Snger, singt sowohl clean, als auch die derberen Screams und Growls. Zustzlich singt allerdings auch unser Bassist Jonas die mnnlichen Backing Vocals und somit ist es auch live kein Problem beides sogar gleichzeitig umzusetzen oder zweistimmige Passagen zu singen.

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Da ihr ja viele Einflsse in eurer Musik habt, knntet ihr theoretisch mit vielen verschiedenen Bands touren, was ja ein Vorteil ist. Habt ihr denn bestimmte Vorstellungen oder Vorlieben oder muss man heute nehmen was kommt?

Ich glaube was das angeht ist es nicht nur wichtig, dass die Bands musikalisch zueinander passen, sondern auch dass es menschlich passt und man whrend der Tour gemeinsam auch Backstage musizieren, trinken und Spa haben kann. Bisher haben wir dahingehend sehr gute Erfahrungen gemacht gerne mehr davon!

In Sachen Produktion sind einige Bands, ob bekannt oder unbekannt, in letzter Zeit in zwei Lager gespalten, es gibt die "Plastikfraktion" mit knstlichen Drums und pappigem Gitarrensound und die Retrorocker die am liebsten 1978 htten! Ihr passt ja nicht in beide Lager. Was denkst du ist wichtig fr eine CD Produktion?

Die CD Produktion muss "einfach" zur Musik passen bzw. den Stcken den ntigen Raum geben, sich zu entfalten. Gerade bei unserem Album, auf dem ja neben typischen Instrumenten wie Gitarren und Schlagzeug auch Streicher, Chre, Akustik-Gitarren und unsere Geigerin vertreten sind, ist es wichtig, die einzelnen Instrumente mglichst gut in ein Gesamtkonzept zu integrieren. Ein ausgewogener Mix ist unserer Meinung nach wichtiger als ein "an die Wand gefahrenes Brett".

Alben mit schicken (oder leider auch hsslichen) Artworks wie eures, haben in letzter Zeit wieder einen Markt fr Vinyl, der stetig zunimmt. Wollt ihr so etwas auch machen?

Knnten wir uns durchaus vorstellen! Wir haben uns fr 2014 schon so einiges berlegt; man darf gespannt sein

Macht ihr euch schon Gedanken, wie es mit euch weitergehen wird und gibt es da schon konkrete Plne?

Wir mchten das kommende Jahr nutzen, um unser neues Album "Monolith" ausreichend zu betouren (mglichst auch ber die Lndergrenzen hinaus). Es sind auch schon die ersten Songs fr das Nachfolger-Album komponiert. Das neue Material ist hrter, komplexer und es wird unser erstes Konzeptalbum!

Das scheint ja interessant zu werden.

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