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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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PRETTY MAIDS
Ronnie Atkins und die hübschen Mädels.
Martin Stark
www.prettymaids.dk



Ronnie Atkins und Ken Hammer, die treibenden Kräfte bei den PRETTY MAIDS, stehen seit jeher wie Felsen in der Brandung. Ersterer ist mit seiner charakteristischen Stimme Aushängeschild der Dänen-Rocker und ein sehr entspannter Gesprächspartner. Es gibt auch abseits des aktuellen Outputs viel zu besprechen: über dreißig Jahre Pretty Maids!


Wie ist denn "Motherland" genau entstanden?

Wir waren noch mit der Live-DVD beschäftigt, welche wir auf Anregung der Plattenfirma zum dreißigjährigen Band-Jubiläum veröffentlichten, als erste Ideen zu neuen Songs hin-und hergingen. Normalerweise arbeiten wir anders, denn während des Schreibens, der Aufnahmen sowie der Produktion konzentrieren wir uns auf nichts anderes, aber dieses Mal kam es zu Überschneidungen zumal wir auch noch einige Shows, die schon gebucht waren, spielen mussten. Die eigentlichen Arbeiten begannen vor genau einem Jahr, doch aus den erwähnten Gründen und aus der Tatsache heraus, dass die Songs noch nicht hundertprozentig fertig waren, wurde aus dem geplanten Aufnahmetermin im Mai nichts und es verschob sich in den Herbst. Aber wichtig ist, dass man hinter dem steht was man macht und wir sind zu lange dabei um uns wie auch immer unter Druck setzen zu lassen.

Pretty_Maids

Das neue Album "Motherland" ist sehr melodisch und druckvoll. Es steht so also in bester Pretty Maids-Tradition, überrascht aber auch mit einer frischen, zeitgemäßen und zuweilen düsteren Produktion. Letzteres deckt sich mit einigen Stücken, die auch eher dunklere Themen und Sounds aufgreifen. Gab es einen wie auch immer gearteten Plan oder ergab sich diese Facette des Albums schlicht und ergreifend einfach aus dem Songwriting heraus?

Am Anfang klangen einige Stücke beinahe zu melodisch für meinen Geschmack und was den düsteren Touch den du ansprichst angeht, so kann ich nur sagen, dass es sich so herauskristallisierte und wir kein besonders finsteres oder wie auch immer geartetes Album herausbringen wollten. Es ist oft der Zufall, der kleine Dinge beeinflusst, die später große Wirkung besitzen.

Es saß wiederum Jacob Hansen, ein Landsmann von euch und auch der Produzent von "Pandemonium" an den Reglern. Inwiefern ist auch er für den Grundton der Platte verantwortlich, die ja nicht umsonst gewisse Ähnlichkeiten mit dem Vorgänger aufweist, dessen Stilistik aber konsequent weiterverfolgt?

Jacob kennt uns und schafft es das Optimale herauszuholen. Es bedurfte keiner Diskussion bis klar war, dass er auch "Motherland" betreuen würde. Er verfügt über große diplomatische Fähigkeiten und erkennt Situationen schnell und kann die daraus resultierende Energie perfekt in ein positives Ergebnis kanalisieren. Dann ist er selbst Musiker und das vor allem im richtig harten Bereich. Das heißt er verfügt über eine spannende Bandbreite. Wir sind im Übrigen durch Michael Poulsen von Volbeat mit Jacob in Kontakt gekommen. Michael empfahl ihn uns und obwohl ich anfangs eben aufgrund seiner musikalischen Vergangenheit eher skeptisch war, muss ich sagen, dass die Entscheidung, mit ihm zu arbeiten, die absolut richtige war. Jacob spürte sehr schnell was wir eigentlich wollten und auch er teilt die Vorliebe für teils poppige Elemente, denn ein guter Song ist ein guter Song, alles andere ist zweitrangig. Er sorgte dafür das sich da all diese kleinen meist unbemerkten Elemente im Sound befinden, die man anfangs wahrscheinlich gar nicht bewusst wahrnimmt, aber vermissen würde, wenn sie nicht da wären. Das klingt vermutlich komisch, aber glaub mir, es ist so. Und Jacob kann dann beim Mix diese ganzen kleinen Mosaiksteinchen sehr gut zu einem Gesamtsound zusammensetzen.

Die Zusammenarbeit mit Ken, mit dem du einst die Band gründetest, trägt seit jeher goldene Früchte. Beschreibe doch mal das Besondere an eurer gemeinsamen Arbeit. Bei allen personellen Turbulenzen seid ihr zwei immer die Konstante gewesen.

Ken und ich wissen beide, was wir wollen und was für die Band am besten ist. Wir verstehen uns fast blind. In der Regel entstehen die Stücke wenn wir uns treffen und auf der Akustischen an frühen Songstrukturen basteln. Ich bin mittlerweile der einzige, der noch in der Nähe unserer Wurzeln lebt. Der Rest der aktuellen Besetzung inklusive Ken ist in alle Windrichtungen verstreut, was regelmäßige Aktivitäten etwas erschwert. Die Aufnahmen zum neuen Album fanden wie schon beim Vorgänger so auch an drei verschiedenen Orten statt, was heutzutage grundsätzlich kein großes Problem darstellt, dennoch gestalteten sich die letzten Monate etwas stressig. Was Ken und mich betrifft, es ist sicherlich so, dass ich in den letzten Jahren mehr alleine schreibe als in früheren Jahren, aber jetzt wo wir sprechen komme ich gerade aus Schweden zurück, wo ich ein paar Tage mit Ken an diesem und jenem gebastelt habe. Es wird seltener, aber wenn wir uns treffen, dann fühlt es sich genau an wie früher. Für uns beide sind Melodien der Schlüssel zu guten Songs und das nicht nur im Refrain, sondern auch in den Strophen sollten sich harte Riffs und eingängige Klänge möglichst die Waage halten. Dieses Prinzip ist immer irgendwie präsent wenn wir schreiben. Wir sitzen dann da, verstehen uns blind und jammen ein wenig, aber dann senden wir uns auch regelmäßig individuell ausgearbeitete Teile per Smartphone hin und her. Die Welt ist kleiner geworden und bei allen Problemen ist das ein Vorteil, den man nutzen sollte. Aber im Grunde bevorzuge ich doch das direkte Kommunizieren und arbeite real in einem Raum, nicht im Cyberspace-Proberaum. Aber ganz ehrlich, was früher das Diktiergerät war, ist heute das Smartphone, also so viel ändert sich auch wieder nicht. Ich nehme alles auf, was mir in den Sinn kommt, wenn ich es nicht sofort wieder vergesse.

Also ist Dänemark eigentlich auch schon lange nicht mehr eure Heimatbasis, wenn man das so nennen will? Die Pretty Maids sind eine internationale Band?

Es wird schwieriger, da ich eben der einzige bin, der noch in der ursprünglichen Nachbarschaft lebt, die anderen sind praktisch über Europa verteilt. Zwei in anderen Ecken Dänemarks, einer in Schweden und einer in Spanien. Also wenn es so etwas wie eine Basis für die Pretty Maids gibt, dann ist das wohl Kopenhagen, denn wenn Aktivitäten wie Aufnahmen, Tourneen oder einzelne Gigs anstehen, dann treffen wir uns dort zum Proben oder für Besprechungen, Pressetermine oder was auch immer gerade anfällt. Wir kommen immer noch aus Dänemark, keine Angst.

Das neue Werk heißt "Motherland". Ich vermute, das ist kein Zufall?

Die Geschichte ist vergleichsweise einfach. Zunächst einmal ist es kein Konzeptalbum oder so ähnlich. Der Künstler, der das Coverartwork entwarf, ist im Übrigen ein Deutscher. Er kam mit der Idee um die Ecke und meinte das sei ein cooler Titel, zu dem sich auch gestalterisch einiges bewegen lässt. Daraufhin schrieb ich ein paar Texte, die im Entferntesten diese Idee aufgriffen und so fügte sich eins ins andere. Wir wollten diesmal nicht zu politisch werden und beispielsweise Soldaten und Krieg kritisieren, wie wir das sonst gelegentlich machen. So schrieb ich einen Song, der allgemein die Redefreiheit betont und verteidigt. Das sind Themen, die jeden, egal wo und in welcher Situation er sich befindet, irgendwie berühren und treffen. Ich möchte aber nicht den Bob Dylan spielen und ständig den Zeigefinger heben, aber das ist eben meine Herangehensweise an solch sensible Themen. Ich schreibe generell lieber über reelle Dinge, auch wenn alle Texte irgendwie mehr oder weniger Sinn machen, sind mir konkrete Bezüge lieber als allgemein über sämtliche Klischees zu singen, denn das machen viele andere schon ziemlich gut. Auch wir hatten unsere Fantasy-Themen, aber beispielsweise "Mother Of All Lies" spricht wohl jedem aus der Seele, der sich mit Politik befasst. Dabei spielt es keine Rolle ob man blau, grün, rechts oder links oder was auch immer ist. Manche Dinge machen keinen Halt vor politischen Lagern oder Überzeugungen. Auch hier in Dänemark reibt man sich immer öfters verwundert die Augen, wenn man sieht was unsere Volksvertreter da teilweise verzapfen. Und wenn jeder nur einen Teil der Aussage einiger Texte auf seine Erfahrungen oder seine Lebenssituation beziehen kann, dann ist das auch gut.

Pretty_Maids

Die beiden offensichtlich zusammenhängenden Stücke "Confessions" und "Iceman" stechen ebenfalls ein wenig heraus. Eine Art atmosphärisches Intro mit gesprochenen Passagen und dann ein trockener Rocker...

Das Gespann dreht sich um den Serienmörder Richard Kuklinski, der im Auftrag der Mafia zahlreiche Tötungen begangen hat. Im Intro finden sich Auszüge eines originalen Interviews. Die Geschichte ist zu einem wahrlich beängstigenden Buch verarbeitet worden, welches "Confessions Of A Serial Killer" heißt und das ich im Vorfeld der Albumproduktion las und praktisch nicht mehr aus der Hand legen konnte, so fesselnd ist die kranke Geschichte dieses Mannes. Der Typ war echt ein böser Charakter. Nun ist er jedoch tot, aber der Song "Iceman" greift seine Geschichte in Teilen wieder auf.

Musikalisch heiterer, aber sicher nicht thematisch weniger düster und schwer ist "Sad To See You Suffer", das am ehesten mit früheren Pretty Maids-Hits vergleichbar ist.

Ja, dieses Stück ist teilweise ein Überbleibsel der "Pandemonium"-Sessions. Er beschäftigt sich mit einem Problem, das immer mehr Menschen leiden lässt und das sind seelische Erkrankungen oder Depressionen. Ich kenne viele Leute aus meinem direkten oder erweiterten Umfeld, die mit dieser Problematik zu kämpfen hatten und haben. Vor einigen Jahren war sogar meine Frau betroffen und es ist für Außenstehende unglaublich schwer zu verstehen. Weißt du, auch hier sind es wahre Themen und keine Phantasie-Geschichten, die das Gerüst für einen Song hergeben. Musikalisch hingegen ist es mehr oder weniger ein Popsong, dessen Akkorde perfekt die Lyrics und den sehr eingängigen Chorus ergänzen. Daher ist er für dich wahrscheinlich der wohl klassischste Pretty Maids-Song auf dem Album und das ist völlig in Ordnung. Er ist eingängig und das ist und war immer ein Trademark von uns. Ich mag ihn auch...(lacht). Wir hatten mit "Clay" auf "Carpe Diem" schon mal einen von der Stilistik ähnlichen Song.

Motherland beherbergt richtig harte Nummern wie "I See Ghosts" mit sattem, leicht monotonem Riffing, aber wiederum auch Balladeskes und Hitverdächtiges wie das melodische "Bullet For You".

Letztes Stück war eine der ersten Nummern neben "Sad To See You Suffer", die fertig wurden und im Gegensatz zu jenem Song wussten wir ehrlich gesagt zunächst nicht wirklich, was wir mit "Bullet For You" anstellen sollten. Es gab heftige Diskussionen. Diese relativ simple Nummer blieb mir ständig im Gedächtnis und das ohne, dass ich sie auch nur als Demo aufnahm. Mir wurde allerdings schnell klar, dass dieses Stück sehr poppig werden würde und die Frage stellte sich, inwiefern man daraus ein Pretty Maids-Stück machen könne. Die sauberen Gitarren-Parts erinnern ein wenig an U2 oder Mike And The Mechanics. Das Stück läuft momentan sogar auf einigen Radiosendern hierzulande, da es bei uns sogar als Single veröffentlicht wird.

Ronnie, du warst in der Vergangenheit praktisch nie auf Alben anderer Künstler zu hören. Hat man dich nie gefragt, was schwer vorstellbar ist, oder gab es andere Gründe? Der Beitrag auf dem neuen Avantasia-Album "The Mystery Of Time" scheint die berühmte Ausnahme zu sein.

Ich verspüre ehrlich gesagt nicht das Bedürfnis mich abseits dieser Band auszutoben und das war in der Vergangenheit nicht anders. Es ist ja auch so, dass wenn man abseits seiner Band Musik aufnimmt diese sich deutlich unterscheiden sollte, da es sonst kaum Sinn macht. Und ja, es gibt da ein paar Songs, aber bislang verspürte ich keinerlei Bedürfnis diese abseits der Pretty Maids anzugehen. Im Falle von Avantasia schickte der Tobi mir den Song und es passte. Es ist ein ziemlich harter und gerader Rocker. Tobi wollte mich schon auf dem Debüt vor zehn oder zwölf Jahren dabei haben. Es gab mal vor zwanzig Jahren ein paar Sachen mit dänischen Musikern und du kannst mich auf einer Blind Guardian-Scheibe in den Neunzigern Background singen hören, aber das war es dann wirklich.

Aber du geht auch gleich mit Tobi Sammet und seiner Rock-Oper auf Tour.

Das betrifft jedoch nur die europäischen Konzerte, wo ich teilweise mit von der Partie bin. Ich bin aber noch gar nicht sicher, welche Songs ich eigentlich genau singen werde. Sowas muss auch immer passen. Aber wie gesagt, die Pretty Maids waren mir immer genug und Avantasia ist die große Ausnahme, aber Tobi ist ein guter Typ und diese Avantasia-Geschichte großes Kino. Solange die Sache nicht mit unserer Band kollidiert spricht nichts dagegen.

Stichwort: Touren. Eure Mischung aus Metal, Hardrock und immer auch wieder AOR dürfte euch unterschiedlichste Möglichkeiten eröffnen, live zu spielen. Egal ob auf Metal-Festivals, Bikertreffen oder Melodic-Veranstaltungen wie dem "Firefest".

Das ist richtig, in Dänemark spielen wir sogar immer noch dank "Please Don't Leave Me", das hier vor zwanzig Jahren ein großer Hit wurde, immer noch auf Festivals, die sonst eine Band wie uns niemals buchen würde, was schon verrückt ist. Eine möglichst breit gestreute Hörerschar anzusprechen kann ja kein Nachteil sein. Aber du hast recht, dass wir schwerer zu kategorisieren sind als andere Bands. Andererseits bekommen wir Anfragen von Festivals, die praktisch nur deutlich härtere Acts als uns auf dem Billing haben. Aber Metal- oder Hardrock-Fans sind meist sehr konservativ und wenn sie die härteren Nummern mögen, finden sie oft die seichteren Stücke nicht sehr ansprechend, aber damit müssen wir leben und tun das auch ganz gut. Wir machen seit jeher das, was wir für richtig halten und sind über lange Sicht damit gut gefahren.

Pretty_Maids

Dänemark scheint in den letzten Jahren langsam aber sicher aus einer Art Dornröschenschlaf zu erwachen. Mehr oder weniger plötzlich sind da Bands wie Volbeat, Raunchy oder Mercenary, die sich zu den schon länger etablierten Acts wie euch oder D:A:D gesellen. Wie sieht die dänische Rock-Szene aus deiner Sicht aus?

Im Grunde ist es eine Katastrophe, denn abgesehen von Volbeat, die wirklich gerade durch die Decke gehen, reden wir in Sachen Hardrock wirklich immer nur über den Underground. Die Rock-Sachen, die ständig im Radio laufen, gehören eher in die Alternative-Ecke und du hast sicher von den meisten noch nie etwas gehört.

Du bist ein großer Fußball-Fan wie ich weiß. Verfolgst du die internationalen Spiele? Eure Heimat Dänemark konnte sich in letzter Zeit ja nicht wirklich mit Ruhm bekleckern...

Das stimmt, aber in den letzten Jahren habe ich generell einzelne Clubs ein wenig aus dem Auge verloren. Aber eure deutschen Vereine mischen momentan ja ganz gut mit in der Königsklasse. Über den dänischen Fußball schweigen wir mal lieber. Ich schaue auch gerne nach England, wo in der Premier League immer noch die besten Clubs aktiv sind und der schönste Ball gespielt wird.


Ronnie Atkins kommentiert die (Studio-)Diskografie:

  • "Red, Hot & Heavy" (1984): Bis heute eines der wichtigsten Scheiben, da sie den Bandsound als solches definiert und wir immer wieder daran gemessen werden.

  • "Future World" (1987): Dieses Album knüpft an das Debüt an, kann aber durch das bessere Songwriting überzeugen. Der große Durchbruch, vor allem in Deutschland. Für viele, auch für uns selbst ein Meilenstein.
  • "Jump The Gun" (1990): Die Scheibe fühlt sich heute nicht mehr richtig an. Wir wollten bewusst Dinge verändern und fällten viele falsche Entscheidungen. Das ganze Album umgibt ein schlechtes Charisma. Es ist überproduziert und brachte ernste Spannungen in die Band. Während wir in die Def Leppard-Richtung wollten, versuchte Produzent Roger Glover uns eher in Richtung des Deep Purple-Live-Sounds zu bringen, ließ sich aber von uns irgendwie mitreißen. Ken sieht das übrigens völlig anders...
  • "Sin-Decade" (1992): Ein viel frischeres Album, das die ersten Line-Up-Wechsel mit sich bringt, da einige mit dem Misserfolg des Vorgängers zu kämpfen hatten. Die Single "Please Don"t Leave Me" rettete uns irgendwie durch die Neunziger.
  • "Stripped" (1993): Die Platte entstand aus einer EP mit Balladen und Popsongs, die vor allem in Japan und unserer Heimat gut ankamen. Damit endete der Deal mit Sony, den wir ohnehin kündigen wollten. Andererseits verwirrte die Platte viele Fans. Keine Ahnung, ob es die klügste Entscheidung war eine solche Sache zu veröffentlichen. Aber Heavy Metal suchst du dort vergeblich...
  • "Scream" (1994): Die Rückkehr zu härteren Sounds und was mich in der Rückschau sehr beschäftigt ist, dass diese Scheibe sich kaum von den Nachfolgern bis "Carpe Diem" großartig unterscheidet. Das Konzept ist mehr oder weniger gleich.
  • "Spooked" (1997): Dennoch ist "Spooked" für mich die beste der Neunziger, wobei die Produktion etwas besser hätte ausfallen müssen. Zu der Zeit starb unser Manager und wir tourten auch nicht richtig.
  • "Anything Worth Doing Is Worth Overdoing" (1999): Die Fortführung der letzten zwei Veröffentlichungen mit einem neuen Produzenten, aber eben wenig Weiterentwicklung.
  • "Carpe Diem" (2000): Der Song "Clay" bescherte uns mal wieder einen kleinen Hit und Flemming Rasmussen kam erstmals für uns ins Spiel, was einen tollen Sound bedeutete.
  • "Planet Panic" (2002): Das Album fiel in eine Zeit, in der unsere Plattenfirma pleiteging und wir eine Menge Geld verloren und sehr lange brauchten, um wieder aufzustehen.
  • "Wake Up To The Real World" (2006): Ken hatte gesundheitliche Probleme und auch live spielten wir bis 2008 nur sporadisch.
  • "Pandemonium" (2010): Das Album zählt definitiv zu unseren drei stärksten Platten. Wir fanden wieder wirklich zu alten Stärken zurück.
  • "Motherland" (2013): Zunächst dachte ich, es sei zu melodisch, aber genau das war immer unsere größte Stärke. Ich denke, dass "Motherland" den Test der Zeit sehr gut bestehen wird.

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