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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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HELKER
Metal aus weit entfernten Ländern, Folge 10!
Thorsten Dietrich
www.helker.com.ar


Kennt irgendjemand, Hard Rock oder Metalbands aus Argentinien? Oder an sich viele bekannte Bands aus Südamerika? Nein? Ich auch nicht! Das ist für uns Europäer dann der weiße Fleck auf der Landkarte. Als ich dann von einer Band namens Helker hörte, fand ich im Internet auch sehr wenig darüber. Der Name wird meist von Firmen benutzt. Aber Helker haben ihre erste englischsprachige Scheibe „Somewhere In The Circle"draußen die unter Mithilfe von Mat Sinner (Primal Fear) entstanden ist und einfach geilen Metal bietet. Mit AFM Records will man nun weltweit durchstarten. Der stimmgewaltige Hüne Diego Valdez hat mir meine Fragen zur Band und Argentinien beantwortet, aber viel über Argentiniens Szene habe ich nicht heraus finden können, aber es scheint eine zu geben.

Diego, was zur Hölle bedeutet Helker? Das Internet spuckt eine Menge Firmen aus die so heißen!

Es begann vor einigen Jahren, ich war zu der Zeit nicht in der Band, aber ich hatte dieselben Zweifel die du auch hast! Ich fragte also die anderen Bandmitglieder und diese sagten mir: Wir haben eine Konzeptgeschichte und einer der Orte in der Geschichte heißt Helker, so wurde dieses Mysterium dann gelüftet (lacht).

Ihr werdet als beste argentinische Metalband vermarktet, ich muss zugeben ihr seid auch die einzige die ich kenn! Erzähl uns doch was über euch?

Nun, hier in Argentinien haben wir eine Menge talentierte Musiker aber keine Ernst zu nehmende Musikindustrie, ich denke Helker versuchen die Grenzen zu erweitern und den nächsten Level zu erreichen. Deshalb arbeiten wir mit Mat Sinner, die beste Entscheidung bis jetzt. Die Politik von Helker ist das Beste zu leisten und der Wille zu Lernen.

Helker

Den Sound von Achim Köhler finde ich super und ihr habt echt zeitlose Songs. Der Einfluss von Mat Sinner als Songwriter glaube ich auch heraus zu hören. Wie habt ihr ihn als Songwriter gewonnen, ich glaube er war schon mal bei einem südamerikanischen Projekt - Tribuzy. Kennt ihr ihn von da?

Ja, Achim hat einen tolle Job gemacht und um auf Mat zu kommen – wir sind riesige Fans seiner Arbeit und Primal Fear sind eine unserer größten Einflüsse. Den Kontakt mit Mat zu suchen war also etwas ganz natürliches und er war unsere erste Wahl als Produzent. Diese Entscheidung hatte aber nichts mit Tribuzy zu tun.

Euer drittes Album ist fertig, bei einem internationalen Label und hat ein echtes Metalcover. Hat dies eine spezielle Bedeutung?

Das neue Album ist sogar schon unser viertes! Das erste Werk war noch mit einem anderen Sänger, viele Leute [auch die Homepage der Band Anm. Verf.] fingen erst mit dem zweiten Album "Resistir" an zu zählen. Der Sinn hinter dem Cover ist das Leben! Wenn du das Leben als Kreis siehst, gibt es Lieder die Geschichten des Lebens erzählen. Manche sind böse andere voll von Licht. Das symbolisiert der Engel auf dem Cover mit seiner Dualität. Wir haben sowohl Licht als auch Dunkelheit in unseren Herzen!

Die ersten beiden Helker Scheiben sind mit spanischen Texten, das neue Teil ist in Englisch, es wird aber eine digitale spanische Version geben, Muss eine Band aus Südamerika so etwas machen?

Hier in Südamerika und in jedem spanisch sprechenden Land sind die Texte meiner Meinung nach sehr wichtig, vielleicht mehr als die Musik! Die Menschen hier schenken der Sache viel Aufmerksamkeit, weshalb wir uns entschieden haben, dass sie selber wählen können, in welcher Sprache sie die Band hören wollen! Die Stärke von Helker waren immer unsere Texte die hauptsächlich von unserem Bassisten Christian Abarca geschrieben werden, ein toller Texter.

Helker

Für einen deutschen Kerl wie mich ist es hart etwas über die argentinische Metalzsene zu erfahren. Gibt es da überhaupt eine?

Argentinien ist ein sehr seltsamer Ort um Musik zu machen. Erst einmal denken die Leute hier das Musik machen ein richtiger Job sein kann. Wenn du hier in diesem Business bist, liebst du deine Arbeit wirklich sehr. Wir haben hier wirklich gute Musiker und diese lernen ein Album aufzunehmen, wie man Manager wird und wie der Klang der Liveshows gut wird, neben vielen anderen Dingen. Aber neben all diesen Widrigkeiten und Problemen haben wir immer noch gute Bands, schlechte natürlich auch!

Europäische Gothic und Metalfans kennen dich von der Tarja Live DVD / CD. Auf diese hast du ein Duett ("The Phantom Of The Opera") mit Tarja gesungen. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Das war ein wunderbarer Moment und eine große Ehre. Auch war es einer der glücklichsten Momente in meinem bisherigen Leben. Die Sache ist die, Tarja hat ein Teil ihres Lebens in Argentinien [Tarja Turunen ist mit einem Argentinier verheiratet und lebt zeitweise in diesem Land – Anmerkung des Verf.] Sie hat eine richtige Liebesbeziehung zu den Fans und sich wohl deshalb entschieden ihre DVD hier aufzunehmen. Ich muss sagen, wir haben das „Phantom der Oper" auf einer vergangenen Tour auf Spanisch gespielt. Tarja wusste anscheinend darüber und was ich mache. Das ist die ganze Geschichte.

In Zukunft habe ich gerüchteweise gehört habt ihr vor in Europa zu Touren, ist da was dran?

Ich hoffe doch sehr! Alles ist möglich. Ich schätze wir müssen warten wie die Leute und Kritiker das Album aufnehmen. Bis jetzt sind die Rezensionen aber überwältigend, weshalb wir eine Menge Hoffnung haben in Europa zu touren.

Wir sind gespannt und bleiben am Ball wie sich Helke entwickeln, versprochen!

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