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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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Der Weg Einer Freiheit
Jenseits des Standards
Thorsten Dietrich
www.derwegeinerfreiheit.de


Abseits diverser Strmungen gibt es Bands, die nicht in ein Klischee hinein passen. So auch die bayerische Band Der Weg einer Freiheit. Diese machen eine Art Black Metal, sehen ganz normal auf der Bhne aus und haben auch keine Tod- und Teufels-Texte. Nur bei den Antworten geben sie sich, in Person von Gitarrist / Basser Nikita, wie manche weigetnchten skandinavischen Kollegen.

Der Bandname ist ja sehr ungewhnlich, da werdet ihr sicherlich permanent drauf angesprochen, oder?

Ja, kommt durchaus fters vor. Der Name ist etwas sehr persnliches und ich habe ihn mehr oder weniger intuitiv gewhlt. Ich sehe es als meine Freiheit, Musik zu schreiben, ber die ich meine Person, alle meine Gedanken, Gefhle und Erinnerungen ausdrcken kann. Ich denke, der Name ist einfach eine logische Zusammenfassung, warum ich Musik mache und knnte fr mich nicht passender ausfallen. Beyond the Bridge

Fr mich klingt das irgendwie nach linkem Gedankengut, als ob Ton Steine Scherben oder so etwas im Spiel waren!

N.

Optisch gesehen, seht ihr auf der Bhne eher nach Metalcore aus, wundert dass manche Leute die euch nur von der Musik kennen?

Ich denke die meisten Leute, die uns auf der Bhne sehen, wissen ber unser "Image" bescheid und die wenigsten sind da vllig vor den Kopf gestoen und htten etwas komplett anderes erwartet. Natrlich gibt es hier und da ein paar fragende Blicke, aber da machen wir uns jetzt keinen Kopf. So ist es eben.

Mit welchen Bands oder Metal-Richtungen tretet ihr denn gerne und erfolgreich auf?

Festlegen wrden wir uns da nicht. Ich selbst hasse Konzerte, auf denen es stilistisch keine Abwechslung gibt, daher spielen wir auch sehr gerne zusammen mit Bands aus anderen Richtungen. Ganz aus der Luft gegriffen darf die Mischung natrlich nicht sein es sollte schon irgendwie passen und die Leute sollten O.k. sein, dann sind wir zufrieden.

Als Trio seid ihr live sicherlich auf einen Gastmusiker angewiesen, werdet ihr irgendwann ein Quartett oder habt ihr immer denselben Kumpel an Bass oder Gitarre dabei?

Wir haben live zwei gute Freunde an Bass und zweiter Gitarre dabei. Sie gehren zwar nicht zum Kern der Band, der nach wie vor aus Tobias J., Tobias S. und mir besteht, sind aber als Live-Musiker mittlerweile fester Bestandteil des Line-Ups. So fahren wir bisher auch am besten und sehen keinen Grund dies zu ndern.

Gab es schon mal Anfeindungen von ganz beinharten Black Metal Fans oder auch Bands, in deren Raster ihr ganz sicherlich nicht passt?

Das hchste der Gefhle war mal ein "Guckt mal, Der Weg einer Gayness hihihi...", aus dem Mund einer bekannteren Pagan-Band und hier und da mal ein dummer Kommentar, aber nichts Weltbewegendes.

Zwei Lieder ber 10 und 12 Minuten, eine ordentliche Produktion, keine Schwachsinnstexte. Wieso ist das dann noch Black Metal, wegen der Musik und der Stimmung?

Ich wrde mal sagen, das sind wir und so ist es nun mal. Ob Black Metal oder nicht, interessiert uns eher weniger.

Knnt ihr euch vorstellen, warum Musikfans die nicht gerade Black Metal-Lunatics sind, mit euch auch was anfangen knnen?

Ich selbst wrde unsere Musik als verhltnismig eingngig und dadurch zugnglicher beschreiben. hnlich auch die Texte, die persnliche Inhalte und Sichtweisen behandeln, mit denen man sich selbst identifizieren kann. Sicherlich Grnde, warum auch Hrer abseits des hrteren Metals oftmals zu uns finden.

Beyond the Bridge

Ich habe in einem Review mal geschrieben, dass ihr fr Fr Fans von Bands wie Nocte Obducta, Agrypnie oder Dinner Auf Uranus ein gefundenes Fressen darstellt. Kannst du das verstehen und sind diese Bands auch Favoriten von dir?

Nocte Obducta auf jeden Fall - das war unter anderem mit die erste Band, die mich nher zum (Deutschen) Black Metal brachte und meine Art Songs zu schreiben, mit beeinflusst hat. Ich denke wir haben mit den von dir genannten Bands im musikalischen als auch lyrischen Sinne eine Menge gemeinsam, wodurch der Vergleich auf jeden Fall nachvollziehbar ist. Auerdem kennen wir einzelne Mitglieder dieser Bands durch gemeinsame Auftritte mittlerweile auch persnlich und man hat sich ganz gut angefreundet.

Trifft das Klischee Bayern und (Black) Metal = Anfeindung noch zu, oder seid ihr dafr nicht Watain, Gorgoroth genug um irgendwelche selbsternannten Moralapostel oder religise Gruppen gegen euch aufzubringen?

Ehrlich gesagt keine Ahnung, ich habe davon noch nie etwas mitbekommen,(lacht). Wir selbst hatten damit noch keine Probleme. Liegt aber auch sicherlich daran, dass wir in der Tat ein nicht ganz so skandalses Image haben, wie andere Bands.

In der Tat!

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