Navigation
                
23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Band
Titel
Autor
Homepage
>> Als E-Mail versenden
ORDEN OGAN
Studioreport
Thorsten Dietrich
www.ordenogan.de

Die Power / Melodic Metal Band aus dem Sauerland mit Sinn fr fette Chre und eine witzige Running Wild Videoclip Hommage, Orden Ogan bringen im April 2012 ihre dritte Scheibe "To The End" heraus. Zusammen mit Snger/ Gitarrist / Produzent Seeb Levermann und dem neuen Drummer Dirk prsentierten mir und Kollege Stefan Glas vom "Heavy" die Band die neue Scheibe. Dabei wurde im Vorfeld berichtet, dass die Band bis auf Seeb und Gitarrist Tobias Kersting neu besetzt wurde. Orden Ogan Orden Ogan Das heit Schlagzeuger, Bassist und Keyboarder sind grtenteils aus Zeitgrnden drauen, da die Band in den letzten zwei Jahren mehrere Touren absolvierte u. a. mit Tiamat und Grave Digger und dann noch einige Einzelshows. Teilweise spielte man Gigs schon mit Ersatzleuten wie dem Van Canto Drummer Bastian Emig. Der neue Bassist Nils ist aber so ein guter Gitarrist wie Seeb erzhlt und hat spontan ein geiles Solo aus dem Stehgreif gespielt. Seeb meint: "Ich htte dass nie so schnell hinbekommen, so dass ich von Gitarre auf Bass umsteige und mich live mehr auf den Gesang konzentrieren kann." Da die neue Scheibe geradliniger und weniger bombastisch-orchestral ausgefallen ist, hat man sich einen Keyboarder fr die Zukunft gespart, da es auf der letzten Tour "auch als Einspielung wunderbar geklappt hat und man mehr Platz auf der Bhne erlangt" schmunzelt Seeb.

Die Musiker prsentieren uns ein halbes Dutzend Songs die aber nur mit programmierten Drums (besser umgesetzt als bei mancher regulren Metalscheibe!), teils fehlendem Gesang und Chren sowie improvisierten Soli und Song Enden quasi als Rohbau durchgehen. Als Orientierung fr das neue Album taugen die Lieder sehr gut und man bekommt als Laie auch einen klitzekleinen Einblick in die Arbeitsweise einer Band. Laut Seeb, Besitzer eines eigenen Studios und frher fr 90 % der Orden Lieder der Songwriter, "wohnt die Band teilweise bis zum 200 Kilometer auseinander, so dass man dank moderner Technik Passagen einfgen kann, was sehr hilfreich ist, wobei alles am Ende natrlich klingt". Digital und Pro Tools muss ja nicht immer der Teufel sein! Kommen wir nun zu den Songs:

"The Frozen Few"

Das definitive Running Wild Gedchtnisintro, htte auch auf der "Pile Of Skulls" stehen knnen und leitet das Album hrtetechnisch gut ein. Weniger orchestrale Elemente, mehr Heaviness.

"Land Of The Dead"

Ein recht flotter Song, Midtempo ist auf der ganzen Scheibe auch kaum vorhanden. Die prallen, typischen Chre sind auch vorhanden, bei der letzten Scheibe wurden laut Band gar 20 Leute in eine Kirche gekarrt um diese so hinzubekommen. Jetzt fllt schon auf, dass die Gitarre mehr im Vordergrund steht als in der Vergangenheit. Geht etwas in die Richtung alter Blind Guardian Hits plus einer guten Portion Eigenstndigkeit. Mit dem Tiamat Tourgitarristen Roger hat man sich angefreundet und als er in der Nhe war, hat er spontan an Gastsolo bei diesem Song eingespielt. Seeb hat mich dann noch darauf hingewiesen, dass dies nicht aus Marketinggrnden geschah, da Tiamat Fans wohl nicht als Zielgruppe zu sehen sind, sondern weil der Mann gut spielt. Allgemein wollte man die "leicht berproduzierte Scheibe "Easton Hope" bei der man mit jedem Durchgang noch neues hrt" nicht toppen, sondern die neuen Stcke geradliniger gestalten und Ballast abwerfen.

Orden Ogan

"The World Of Ice"

Tiefe Gitarren brettern im Song, Polyrhythmen berraschen meine Ohren. Von der Band wurde der Meshuggah Vergleich in den Raum geworfen den einige Hrer ansprachen. Klingt seltsam, passt aber, wenn Meshuggah Melodic Metal machen wrden, so wrde es dann klingen. Der Gesang ist sehr variabel. Eigentlich ist es ein typischer Orden Ogan Song, durch die "fremden" Elemente wirkt er aber doch anders.

"To The End"

Der Titelsong. Double Bass, Gitarren preschen nach vorne. Fette Chre mit dem Wort "Fate ertnen. Alles klingt wuchtig, die Keyboards sind hier sehr dezent im Hintergrund. Guter Song, braucht aber vielleicht ein paar Durchlufe zum Znden.

"The Things We Believe In"

Zu diesem Song wird bald ein Videoclip in Ungarn gedreht. Ein Midtemposong mit harschen Riffs und Irish Folk trifft Running Wild Flair. Sehr interessanter Farbklecks fr das Album.

"The Ice Kings"

Eine sehr atmosphrische Nummer mit akustischen Gitarren und die Ballade schlechthin. Sehr gefhlvoller Gesang und quasi die Blind Guardian Gedchtnis Nummer mit tollen Chren. Solche Songs haben die Krefelder schon lange nicht mehr gemacht. Ohne die "Blinden Gardinen" dreist zu kopieren, ist das wohl Orden Ogans "Bard's Song" des 21. Jahrhunderts, geil!

"Til The Stars Cry Out"

Reinrassiger Power Metal Song! Gespickt mit sehr fetten Chren. Gitarren und Chre werden abwechselnd in den Vordergrund gemischt. Wird dadurch sehr unverwechselbar. Rockt!

Orden Ogan

"Dying Paradise"

Nach der Meinung von Seeb Levermann die stampfenden Power Metal Nummer. Kann man so unterschreiben. Hier hren wir auch das improvisierte Solo des neuen Gitarristen und ehemaligen Aushilfsbassisten Nils Lffler.

Das neue Artwork wurde brigens wieder von Kult Covermaler Andreas Marschall angefertigt. Das Vorabbildchen was ich auf einem I-Phone gezeigt bekam sieht sehr imposant und detailreich aus, typisch Marschall eben. brigens an Marschall kam Seeb aus einer Bierlaune heraus, er wollte den Mann gerne haben, bekam ber Umwege die Nummer und der Maler der sich in den letzten Jahres aus dem Metalzirkus etwas zurck gezogen hat, sagte nach dem Hren der Musik, die ihm gut gefiel berraschend zu. So kann es gehen!
Fazit: Das dritte Werk der Band knnte ein wahrer Hammer werden, nach dem was ich zu hren bekam.

<< vorheriges Interview
LENINGRAD COWBOYS - Verrckte Finnen, Wodka und Rock'n'Roll
nchstes Interview >>
KILLL - Es werde Licht!




 Weitere Artikel mit/ber ORDEN OGAN: