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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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PERTNESS
Entsprechen nicht dem Klischee
Thorsten Dietrich
www.pertness.ch


Das Quartett aus der Schweiz, Pertness hat nun Album Nummer zwei drauen und klingt anders als die typische Schweizer Band. Power Metal mit Melodie und rauem Gesang ist gar nicht mal so berlaufen in der heutigen Zeit. Meine Fragen beantworteten die beidem Toms an der Gitarre, Schluchter und Zrbrgg, wobei der Erste auch noch Snger ist. Klasse, wenn Musiker so locker aus dem Bauch antworten.

Pertness

Ich habe gehrt euch gibt es seit 18 Jahren, andere Bands machen direkt ne CD ihr aber nicht, was auch nicht immer gut ist, was gibt es da zu berichten?

Tom Z: Das ist richtig, Pertness existiert bereits seit 1992, wir sind alles gute Freunde und machen nun bereits seit 18 Jahren gemeinsam Musik, einzig unser alter Drummer Mrs hat uns im letzten Jahr aus zeitlichen Grnden verlassen. Glcklicherweise haben wir mit Chris auch wieder einen sehr guten Kumpel aus unserer Region gefunden. Wir hatten bereits frh erste Songs selber geschrieben, hatten aber immer das Gefhl dass nicht all diese Songs gut genug fr eine CD sind, und so sind blo einzelne Songs auf diversen Samplern gelandet. Spter haben wir dann selber auf einfachste Weise eine Demo CD zusammengeschustert, welche uns hier in der Schweiz diverse Support Konzerte von Savatage, Metal Church usw. bescherte.

Leider sind anfangs nicht alle Bands so "bescheiden".

Tom S: Weiter kamen diverse berufliche Ausbildungen dazwischen, ich studierte in Zrich und Tom in Biel, so konnten wir nicht mehr gengend Zeit fr Pertness aufbringen. Als diese Zeit vorbei war rauften wir uns wieder zusammen und haben Songs geschrieben,nur hatten wir kein Geld um diese irgendwie akzeptabel zu produzieren, so begannen wir in der Not nach und nach unser/mein eigenes Studio (RN - Studios) einzurichten. Dies nahm wiederum sehr viel Zeit in Anspruch bis wir dann endlich 2007 unsere erste offizielle CD "Seven times Eternity" aufnehmen konnten.

Eure zweite Scheibe ist nun drauen, das Cover ist sehr schick geworden und erinnert an das Debt, wie wichtig ist ein Cover fr eine Band wie euch und wie waren die Reaktionen, da muss doch eine LP Verffentlichung her?

Pertness

Tom Z.: Das Bild zum CD - Cover "Seven Times Eternity" hat uns der Knstler Georg Huber zur Verfgung gestellt, als wir uns nicht einigen konnten was nun auf die neue CD drauf soll, haben wir Georg beauftragt das gleiche Grundmotiv wieder neu zu zeichnen, mit der Auflage, dass nicht mehr diese heile Welt zu sehen sein soll, sondern eine zerstrt Welt - da dieses Konzept auch sehr gut zu den Texten der neuen CD passt. Obwohl kein Konzept hinter den Texten steckt knnte man zumindest anhand der Melodiefhrung sagen dass "Seven Times Eternity" fr den Anfang ("From the Beginning") steht, "From the Beginning To The End" die aktuelle Weltsituation beschreibt und die nchste CD... hier ist der Ausgang wohl noch offen - ist auch nicht sicher ob wir das Coverkonzept noch mal weiterverfolgen knnen. Tom S.: Ich denke, dass das CD Cover ist fr eine Band wie Pertness sehr entscheidend sein kann, da wir fr viele Leute noch unbekannt sind - und ein cooles Cover Artwort doch eher zu CD Kauf anregt als zum download. Tom Z: Ob wir die Scheibe noch als LP verffentlichen werden, diese Entscheidung liegt in erster Linie bei unserer Plattenfirma - wir wrden es natrlich sehr begren.

Als Schweizer Band sind Vergleiche mit Krokus und Gotthard Pflicht, treffen bei euch aber gar nicht zu, wie berrascht sind die Leute nach dem Hren euere Songs ?

Tom S.: Gute Frage, wir hatten musikalisch nie etwas mit diesen Bands gemeinsam, auer dass Tom und Bidi wohl smtliche Krokus Platten besitzen. Es gibt ja in der Schweiz sehr wohl auch hrtere coole, noch aktive Bands wie Eluveitie, Excelsis, oder Emerald usw. die auch nichts mit den genannten Bands gemeinsam haben. Wir profitieren sicherlich auch etwas von dem groen Erfolg von Eluveitie, die gezeigt haben, dass es in der Schweiz auch noch andere Musik als Krokus und Gotthard gibt.

Im Gegensatz zum Debt ist der Sound um einiges besser und auch die Songs haben mehr Biss. Wo siehst du noch Steigerungsmglichkeiten fr Album drei?

Tom S: Soundtechnisch liegt sicher noch was drin, da uns in gewissen aufnahmetechnischen Details noch die gewisse Erfahrung fehlt. Doch auch hier gilt: bung macht den Meister! Songtechnisch kann ich leider noch nicht sagen in welche Richtung es gehen wird. Die Songs entstehen einfach so nach Lust und Laune - auf keinen Fall versuchen wir irgendeine Band zu kopieren. Das Ziel wird sein, wiederum Songs zu schreiben, bei welchen man dann sagen kann: "Ja, das ist typisch Pertness!" und nicht: "Das tnt nach Running Wild oder Manowar".

Dein Gesang ist total anders als bei hnlichen Bands, da du tiefer singst und eher ein Shouter bist. Sind Vergleiche mit Dark At Dawn dir schon mal zu Ohren gekommen und glaubst du das dich deine Band dadurch absetzt vom vollen Markt?

Pertness

Tom S.: Dark At Dawn kenne ich leider nicht, werde ich mir aber mal anhren. Ich denke ein groes Plus von Pertness ist, dass Du die Band nicht mit irgendetwas vergleichen kannst, auch wenn dies alle versuchen. Ich denke, dass wir uns mit einer gewissen Eigenstndigkeit sicherlich von anderen Bands abheben knnen.

Irgendwie habe ich das Gefhl ihr konzentriert euch eher auf die Schweiz, da ich von Gigs und Festivals mit euch in der BRD nichts wei. Wird sich da was ndern?

Tom Z.: Hoffentlich, leider fehlen im Moment noch die Angebote - wir sind hei bei Euch spielen zu knnen. Unsere Freunde von Deja Vu haben uns bereits mehrere Male nach Bayern eingeladen wo wir an Ihren Festivals gespielt haben, die deutschen Fans sind fantastisch und sehr herzlich , so haben wir bereits viele Freunde bei euch gefunden. Aber das macht natrlich Hunger auf mehr! Wir erhalten auch viele Mails wann wir denn endlich in Deutschland spielen, diese Tatsache macht uns sehr zuversichtlich.

Siehst du Unterschiede zwischen der Musikszene der Schweiz und Deutschland oder gibt es die faktisch nicht?

Tom Z: Dieser Vergleich ist fr uns noch etwas schwierig, ich denke dass es keine allzu groen Unterschiede gibt. Ich habe das Gefhl, dass der Metal hier in der Schweiz gerade einen kleinen Aufwind erlebt, dies sicherlich auch dank Eluveitie und den Comebacks von Krokus usw. Die Leute sind an smtlichen Konzerten sehr friedlich und gehen voll ab, ich glaube da gibt es keine Landesgrenzen.

Das ist auch wieder wahr und ein guter Schlussgedanke!

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