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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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VOICES OF DESTINY
Nichts gegen attraktive Sängerinnen!
Patrick Steffenhagen
www.voices-of-destiny.de


Voices of Destiny - die deutschen Newcomer aus Ludwigsburg haben mit ihrem Debüt "From The Ashes" nicht nur Kritiker überrascht, sondern vor allem Fans begeistert! Die spektakuläre Überraschung ward geglückt, Album und Band sind seit dem Tage der Veröffentlichung auf Erfolgskurs. Glücklicherweise fand Gitarrist Chris trotz all dem Trubel die Zeit, sich für ein Interview zur Verfügung zu stellen und meine Neugierde zu befriedigen.

Voices of Destiny

Ihr seid eine junge Band, die vor kurzem ihr Debüt veröffentlicht hat. Wie habt ihr den Weg - von der Entscheidung, als Band Musik zu machen bis zur tatsächlichen Veröffentlichung des Albums - erlebt und empfunden?

Es war immer spanned, aufregend und natürlich spaßig. Musik machen ist einfach genial und macht richtig Spaß! Es ist wie ein Traum, der wahr wird. Man gründet eine Band, kauft sich CDs anderer Bands und himmelt diese an. Und auf einmal ist die eigene CD in den Läden, neben den CDs die man sich damals gekauft hat. Das ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl und manchmal noch so "irreal". Es war natürlich auch ein langer Weg, aber wie schon gesagt immer spaßig und aus Rückschlägen lernt man.

Die Sparte des Symphonic Metal/Gothic hat in den vergangenen Jahren einen unglaublichen Beliebtheitsschub verspürt, vor allem mit Frauen am Mikro. Wie kam es für euch zur Entscheidung, euch ebenfalls diesem Stil zu verschreiben? Hat euch der enorme Qualitätsdruck, die hohe Messlatte die andere Bands bereits angelegt haben, nicht verunsichert? Vielleicht sogar angespornt?

Wir haben uns nie für diese Art Musik entschieden, weil sie plötzlich so beliebt war. Eins führte eben zum Anderen und uns gefiel diese Art von Musik damals sehr. Natürlich haben Bands wie Nightwish, Erica oder After Forever die Messlatte ziemlich hoch angelegt, aber zum Einen gibt es die hohen Messlatten in jedem Musikstil und zum Anderen haben wir genug Selbstvertrauen. Wir sehen uns selbst nicht einfach als eine weitere Gothband a la Nightwish sondern sehen uns als eigenständige Band, die ihre Besonderheiten hat. Und ja, ich würde sagen es spornt auch an zu zeigen, dass man auch etwas drauf hat und dass auch Newcomer was Anständiges abliefern können! Man muss eben mit Nightwish-Vergleichen und Kritikern, die einen runtermachen klar kommen.

Für eine so junge Band ist die Trennung vom Sänger (Sängerin in eurem Fall) eher ungewöhnlich. Wie kam es dazu und war euch danach direkt klar, wieder eine Frau an der Front haben zu wollen?

Unsere damalige Sängerin hatte einfach nicht die Ambitionen, die wir hatten, also sahen wir keinen anderen Ausweg als uns freundschaftlich zu trennen. Maike hat uns live gesehen und ihr hat unsere Musik gefallen. Als sie dann gehört hat, dass wir uns kurz darauf von unserer Sängerin getrennt haben und jemand neuen suchen, hat sie sich gemeldet. Sie kam zu einer Probe und es hat einfach alles gepasst. Ihre Einstellung, ihre Stimme und ihr Charakter. Wir haben damals nicht unbedingt nacht einer Sängerin gesucht, aber da sich Maike so schnell gemeldet hat und eben einfach alles gepasst hat, gab's da gar keine großartigen Überlegungen.

Maike ist eine extrem attraktive junge Frau. Politische Korrektheit mal beiseite - war das für euch ebenso wichtig wie ihr ebenso beeindruckendes Gesangstalent?

Wie schon gesagt, es hat einfach gepasst. Wir hätten sie nie wegen ihres Aussehens genommen. Die Stimme und der Charakter sind das Wichtigste! Das Glück ist, dass bei Maike eben alles zusammenkommt. Also wir haben natürlich nichts dagegen, dass Maike auch so attraktiv ist - haha!

Musikalisch habt ihr euch auf "From The Ashes" als überzeugend und versiert präsentiert. Wie seid ihr zur Musik gekommen und woher kommt diese enorme musikalische Reife?

Vielen Dank! Das war bei jedem unterschiedlich. Aber irgendwie ist man durch Freunde oder Familie zum Metal gekommen und hat angefangen ein Instrument zu spielen. Da ist dann irgendwann der Wunsch da, mit anderen Musik zu machen. Wir hatten Glück, dass wir uns so schnell gefunden haben, auf dem selben Niveau waren und auch die gleiche Einstellung hatten bzw. haben. Ich denke, das Tolle war oder ist, dass man sich einfach zusammen entwickeln kann, eine Einheit ist und somit diese Reife erreicht. Das gute Bandklima und die Ambitionen, sich immer zu verbessern sind einfach bei jedem da und man pusht sich gegenseitig!

Ihr seid alle noch recht jung - was treibt ihr neben der Musik und wie sehen eure anderweitigen Pläne, falls ihr solche habt, aus?

Wir sind entweder am Studieren oder Arbeiten. Natürlich hat das im Moment noch höchste Priorität, aber jeder von uns würde gerne die meiste Zeit der Musik widmen und touren.

Ihr habt jetzt bereits einige Liveauftritte hinter euch. Wie sind die für euch gelaufen und wie war die Resonanz der Besucher?

Ein Liveauftritt macht jedes mal riesig Spaß! Die Resonanz der Besucher ist auch immer überragend. Daher wäre das Tollste natürlich, mal eine Support-Tour, um viel live spielen zu können und Spaß zu haben!

Voices of Destiny

Die Reaktionen auf euer Debüt sind größtenteils sehr gut bis überragend positiv - haben sogar zur Veröffentlichung in Japan geführt. Habt ihr mit so einem Erfolg der Scheibe gerechnet und wie hat dieser euer (musikalisches) Leben bzw. eure Zukunftspläne verändert?

Ehrlich gesagt hätten wir nie mit einem solchen Erfolg gerechnet. Wir haben uns eher darauf eingestellt "fertiggemacht" zu werden und als "nichts Neues" dargestellt zu werden. Das mit Japan ist natürlich der Wahnsinn; zumal es immer schwieriger wird, in Japan überhaupt etwas zu veröffentlichen. Direkt geändert hat das momentan nichts, da wir ja noch keine Tour angeboten bekommen haben bzw. geplant ist. Daher läuft erstmal alles wie gehabt. Dass jeder den Wunsch hat, auf Tour zu gehen und neue Alben zu produzieren war klar, bevor die überraschend positiven Feedbacks kamen. Natürlich wächst durch diesen Erfolg die Hoffnung, dass es wirklich mal Realität werden kann!

Nach einer Schaffenseröffnung wie "From The Ashes" und dem damit verbundenen Erfolg kann es nicht einfach sein, ungezwungen an einem Nachfolger zu arbeiten. Habt ihr euch über kommende Songs und Alben überhaupt schon Gedanken gemacht? Verspürt ihr überhaupt einen "Nachfolgerdruck"?

Wir verspüren keinen "NachfolgerDRUCK" sondern einen "NachfolgerDRANG". Wir haben schon einige neue Songs uns können es eigentlich kaum erwarten, wieder ins Studio zu gehen. Wir planen sogar wieder unser "Voices Of Destiny Summercamp" zu machen und in unseren "Krabbesackduschder Studios", in denen wir auch den Großteil von "From The Ashes" aufgenommen haben, mit der Pre-Production zu beginnen!

Heutzutage scheint es immer schwerer zu werden, als vollwertige Band entdeckt/akzeptiert zu werden und ein Vollzeitalbum veröffentlichen zu können - habt ihr vielleicht Tipps oder Rat für andere aufstrebende Bands parat?

Man sollte sich immer treu bleiben und hinter dem stehen, was man macht! Außerdem: Üben, üben, üben und live spielen! Aber natürlich gehört auch immer ein Quentchen Glück dazu! Wir wünschen allen Bands natürlich viel Erfolg und viel Glück!

Dann können wir nur hoffen, daß Voices Of Destiny ihren Wunsch erfüllt sehen und wir bald in den Genuß einer standesgemäßen Tour kommen, um die Band in der Livearena erleben zu können!

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