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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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Europe
EUROPE und noch viel mehr!
Thorsten Schwalbach
www.europetheband.com


Einleitung: EUROPEs neues Album ist fr mich eines der Alben von 2009. Es vermischt Einflsse aus dem Classic Rock mit einem modernen Sound. Und weil Gitarrist John Norum schon sehr lange einer meiner Lieblingsmusiker ist, nutzte ich die Chance, ihn auf der Tour mit GOTTHARD zu treffen. Er war sehr nett und whrend des ganzen recht langen Gesprchs sehr spaig drauf und wir haben uns ausfhrlich ber EUROPE und seine weitere Karriere unterhalten.

Hallo, zuerst mchte ich dir zu eurem neuen Album "Last Look At Eden" gratulieren. Es hrt sich fr mich sehr warm und natrlich an. Ich glaube, das ist die Musik, die ihr wirklich spielen wollt, ohne Kompromisse. Denkst du auch so ber das Album?

Danke, oh ja definitiv, ich meine es ist das bluesigste Album, das wir je gemacht haben. Es hat diese Art von Blues- und Hardrock-Atmosphre, welche zurck in die 70iger geht. Das ist die Art von Musik, die ich mag, daher war es groartig fr mich und hat sehr viel Spa gemacht. Sicherlich sind sehr viele Einflsse aus den 70igern auf dem Album wie LED ZEPPELIN, DEEP PURPLE, halt die "rifforientierte" Art von Rock, einfach "Riff-Rock".

Europe

War es geplant dieses Album in der Art von Musik zu machen oder wie kam es dazu?

Wir hatten nicht so etwas wie einen groen Masterplan oder hnliches. Es passierte einfach so, jeder hat mit seinen Ideen dazu beigetragen. Wir hatten vielleicht 14 oder 16 Songs und suchten die 11 Songs heraus, die uns am besten gefielen. Wir haben ein bisschen Bluesrock auf dem Album und wir haben auch Balladen, fr welche wir berhmt sind und ebenfalls Heavy Metal. "The Beast" z. B. ist durchaus ein Heavy Metal-Song.

Da kommst du direkt zu meiner nchsten Frage. Ich sehe das genauso, "The Beast" ist schon sehr heavy fr EUROPE. Denkst du, dass dieser Song ein leichtes BLACK SABBATH-Feeling hat?

Ich denke schon, ja definitiv, jetzt wo du es sagst. Er erinnert mich schon ein kleines bisschen an das "Heaven And Hell"-Album. Vielleicht so wie in der Zeit, als Dio zum ersten Mal in der Band war, so wie "Neon Knights", der Opener von "Heaven And Hell". Das ist schon ein wenig von diesem Stil. Als Ozzy in den 70igern dabei war, waren die Songs langsamer, heavier, "doomiger", aber als Dio einstieg, wurde es schon ein bisschen schneller.

Auf dem Album habt ihr auch mit einem Orchester zusammengearbeitet. Ich denke, das Orchester gibt den Songs einen bisschen krftigeren und intensiveren Sound. War das die Idee hinter der Zusammenarbeit mit einem Orchester und war das etwas, was ihr immer schon machen wolltet?

Es war eigentlich der Produzent, mit dem wir zusammenarbeiteten, Tobias Lindell. Er ist jemand Neues, ich meine nicht wirklich neu aber neu fr uns. Er arbeitete schon mit anderen Rockbands aus Schweden zusammen. Da gibt es diese Band MUSTASCH, ein lustiger Name und wir mgen wirklich den Sound auf Ihrem Album und so dachten wir, wir wrden auch gerne mit etwas Neuem und Interessanten arbeiten. Es ist das Prager Tschechische Symphonie Orchester. Wir wollten einen groen bombastischen Sound und deshalb dachten wir, dass es auch zu diesen Songs passt. Insgesamt ist es auf 3 oder 4 Songs zu hren. Wenn es richtig abgemischt ist, ist es gut, dann ist es ein groer bombastischer Sound. Aber beim Mix muss man schon sehr vorsichtig sein. Es darf nicht zu laut sein, es sollte in die Musik eingemischt sein, so dass noch die heavy Gitarre und alles andere da ist. Wir kmpfen ja nicht gegeneinander.

Europe

Ich glaube es ist nun fast 6 Jahre her, dass ihr EUROPE wieder zusammengebracht habt.

Ja, "Start From The Dark" kam 2004 heraus. Nun geht es auf 2010, wir begannen vor ca. 5 1/2 Jahren. Es ist unglaublich wie schnell die Zeit vergeht, wenn du eine gute Zeit hast. Ich kann kaum glauben, dass es 5 Jahre sind, es sind gefhlte 2 Jahre.

Was waren die Grnde fr diese Reunion?

Wir spielten zuerst auf einer Jahrtausendfeier in Schweden. Sie fragen uns, ob wir zwei Songs spielen, "Rock The Night" und "The Final Countdown", was ein perfekter Song frs neue Jahr ist. Wir spielten auch danach noch auf einer Menge Silvester-Feiern. Ich meine "The final Countdown" zhlt das alte Jahr runter ins neue Jahr rein und wir hatten immer eine gute Zeit dabei. Wir probten und all diese Dinge, und ich denke das ist ein klein bisschen wie die ganze Sache los ging. Danach nahm ich ein neues Soloalbum auf und auch Joey hatte noch einen Vertrag fr ein anderes Soloalbum. Er wollte noch ein weiteres Soloalbum aufnehmen und ich machte in 2001 mit DOKKEN noch das Album "Long Way Home". Doch dann 2003 rief mich Ian Haugland an, zu dieser Zeit war ich in Los Angeles. Er fragte, ob ich Interesse htte, zu einem Treffen rber nach Stockholm zu kommen. Und ja, das hrte sich gut an und wir hatten ein Treffen mit ein paar Bier und danach entschieden wir uns, ein Album aufzunehmen. Ich dachte aber direkt, dass wir nicht nur eine Tour machen und von unseren vergangenen Erfolgen leben. Nein, wir wollten tatschlich die Band zusammenbringen und eine wirkliche Reunion machen, ein Album und das alles. Und dann fingen wir an uns gegenseitig Songs zu schicken, begannen zu schreiben, woraus dann "Start From The Dark" entstand und seitdem spielen wir wieder Shows.

Und genau das hrt man auch auf euren neuen Alben. Wie du sagtest, nicht einfach nur auf Tour gehen und in der Vergangenheit leben. Ihr macht ja auch ein bisschen eine andere Musik nach der Reunion.

Ja, definitiv. Ich meine, das dmmste wre gewesen zu versuchen einen anderen "The Final Countdown" oder so etwas wie in den 80ern zu kreieren, das wre albern. Wir wollten uns vorwrts bewegen und nicht nur die "lautesten Musiker" sein wie auf den Alben in den 80ern, vor 20 Jahren. Wir wollten uns vorwrts entwickeln und neue Musik machen und sicher sein, eine wirklich aktuelle Produktion auf dem Album zu haben. Wir wollten sicherlich nicht den gleichen Sound wie in den 80ern haben.

Europe

Was man auch besonders auf dem neuen Album hrt. Es klingt wie schon gesagt insgesamt sehr ehrlich und so, dass es direkt von Herzen kommt.

Du hrst die Wurzeln, unsere Einflsse aus den 70igern, aber der Sound ist sehr modern und "up to date" und es ist ein warmer Sound. Ich meine, alles was du tust, wenn du es nicht im Herzen oder in der Seele hast, bedeutet es nichts, darum ist es das Wichtigste. Es ist egal, wie viele Noten oder wie schnell du spielen kannst oder was auch immer, du musst das Gefhl dafr haben. Sieh dir jemand wie B. B. King an, er spielt seine ganze Karriere nur 3 Noten, aber er ist einer der groartigsten Gitarristen aller Zeiten, weil er mit einem solchen Gefhl spielt, das ist sehr wichtig.

Auf dieser Tour spielt ihr als erste Band im Billing zusammen mit GOTTHARD. Wie ist diese Situation fr euch, vor einer Band wie GOTTHARD zu spielen, die wie ich denke noch gar nicht existierte als Ihr eure groen Zeiten in den 80ern hattet?

Es strt mich wirklich nicht. Ich glaube das strt keinen in der Band. Wir haben eine gute Zeit mit ihnen, es sind klasse Typen. Aber ich hatte ganz ehrlich vorher noch nie etwas von ihnen gehrt und sie fragten uns, ob wir mit ihnen spielen. Wir waren lange Zeit nicht in Deutschland und so machten wir es einfach. Es macht nichts aus, wer zuerst spielt oder zuletzt. Wir sind weltweit gesehen vielleicht ein wenig grer, aber nicht in Deutschland. Wir waren lange nicht hier und GOTTHARD touren viel hier und so ergriffen wir die Chance mit ihnen zu spielen. Ich denke sie sind groartig.

Ich habe eine Frage zu dem Song "The Final Countdown". Was bedeutet der Song fr EUROPE? Es ist ein groartiger Song und er hat euch viele Tren geffnet, aber er hat euch auch in eine Ecke gedrngt, wo ihr eigentlich nie hingehrt habt.

Es ist ein guter Song und er bedeutet uns sehr viel. Zu dieser Zeit war ich nicht begeistert ber unser Image. Aber wenn ich heute zurckschaue sehe ich nur die guten Zeiten die wir hatten und es macht mir wirklich nichts mehr aus. Damals 1986 strte es mich, dass wir wie eine "Teenie-" oder eine "Bubblegum-Band" angesehen wurden, weil es nicht das war, was ich wollte. Wenn du siehst, was passiert ist, ich verlie die Band.

War das der Grund, warum du die Band verlassen hast?

Ja, einer der Grnde. Ich mochte das ganze Image nicht, dieses "Pretty-Boy"-Image und hundert andere Dinge. Ich habe damals nicht wirklich gut auf mich aufgepasst, mit den vielen Partys und solchen Sachen, die du manchmal machst, wenn du jung bist und die Konsequenzen nicht kennst. Aber der Song hat uns sehr geholfen wirklich gute Gigs zu bekommen und es bringt immer noch eine Menge Spa, ihn heute live zu spielen. Ich meine es ist aufregend zu sehen wie begeistert die Leute sind, wenn sie ihn live hren, es ist ein Klassiker, ein zeitloser Song. Wie ich es schon in vielen Interviews gesagt habe, unser "Stairway To Heaven". Manchmal bin ich es ein bisschen leid, ihn zu spielen, aber nicht sehr oft, da gibt es andere Songs, die ich mehr leid bin zu spielen.

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Welche Songs?

Das werde ich dir nicht sagen, das ist ein Geheimnis. (Hier lachte er dann sehr herzlich!) Nein, aber wir sind sehr glcklich, ein solches Album, einen solchen Song zu haben, der den Test der Zeit bestanden hat. Ich meine manche Leute denken heute noch, er ist total kitschig, aber sie ndern gewhnlich ihre Meinung, wenn sie zu den Gigs kommen und sehen wie wir ihn live spielen nmlich viel heavier als auf dem Album, weil das Album hat diese Super-80er-Produktion mit Echo und Hall hat.

Kannst du etwas ber deine Entwicklung als Gitarrist erzhlen. An Anfang warst du mehr darauf fokussiert, Lead-Gitarre im klassischen Sinne zu spielen und mit den Jahren hast du mehr Wert auf Rhythmus gelegt, im Stil von z.B. Zakk Wylde.

Ich denke in den 80er Jahren war ich ziemlich darauf konzentriert Soli zu spielen. Nun versuche ich ein bisschen mehr auch den ganzen Rhythmus zu praktizieren und mir Songs einfallen zu lassen. Ich denke das ist gut. Ich glaube auch, dass ich in den 80igern, zuerst einmal sehr jung war und wenn du jung bist, bist du sehr auf Geschwindigkeit und solche Dinge konzentriert, so in der Art von Yngwie Malmsteen, der ja auch ein Freund von mir ist. Viele Leute wollten einfach schnell spielen und ich war einer von ihnen und nun denke ich, dass ich ein wenig davon weg gekommen bin. Ich konzentriere mich mehr auf das Ganze und versuche es mit mehr Gefhl. Etwas was du fhlen kannst und an das du dich erinnerst oder das du in deinem Kopf singen kannst. Ich meine, das ist wirklich ein groer Unterschied. Ich bin heute eher melodieorientiert. Ich war in den 80igern sehr wild und sehr schnell.

Hast du zu dieser Zeit ein Album mit Yngwie Malmsteen und deiner Schwester gemacht? Und spieltest du auf einem Song mit oder auf allen?

Ja exakt. Ich spielte ca. auf der Hlfte mit. Auf ihrem ersten Album spielte ich auf 7 oder 8 Songs und auf dem zweiten waren es vielleicht 4 oder 5 Songs und dann kam Yngwie und spielte auf einem Song. Ich glaube, er spielte das mittlere Solo und ich das Outro Solo.

Du bist auch von einem Strat-Spieler in den 80igern zu einem Les Paul-Spieler gewechselt. Was waren hierfr die Grnde?

Je lter ich werde, desto einen fetteren Sound mchte ich haben und es scheint so, dass die Les Paul einen sehr fetten und die Strat einen etwas dnneren Sound hat. Ich liebe die Strat immer noch sehr, aber es kommt mir so vor, wenn ich sie spiele, dass der Sound wie bei Ritchie Blackmore oder Yngwie oder in dieser Richtung klingt. Es ist ganz natrlich, dass die Ausfhrung der Gitarre den Weg bestimmt, den du spielen mchtest. So habe ich entschieden Les Paul zu spielen und nun spiele ich auch sehr viel die Flying V. Aber mit der Flying V ist es hnlich wie mit der Strat, wenn ich sie spiele hrt es sich sehr an wie der Micheal Schenker-Stil. Du kannst mit der Les Paul alle Wege gehen, sie liegt irgendwo dazwischen, das wusste ich als ich anfing Les Paul zu spielen, dass es mehr mein eigener persnlicher Sound ist und das ist sehr sehr wichtig. Du mchtest dich nicht anhren wie irgendjemand. Jeder hat Einflsse, du kannst diese hren, aber es ist sehr wichtig zu versuchen, bald seinen eigenen Stil zu entwickeln. Du lernst von deinen Helden die Grundlagen, dann solltest du weiter gehen und versuchen, deinen eigenen Stil zu finden.

Du hast auch einige Solo Alben gemacht, auch eines nach der Reunion mit EUROPE. Planst du weitere Solo Alben?

Korrekt, es kam 2005 heraus. Mein neues Album ist bereits aufgenommen und kommt im Februar 2010 heraus. Ich habe noch immer meinen Solovertrag. Es kommt bei demselben Label raus wie mein letztes Album, bei Mascot Records aus Holland, eine sehr gute Firma. Dieses Album ist sehr unterschiedlich gegenber den Sachen die ich in der Vergangenheit gemacht habe, es ist mehr Bluesrock, zurck zu den Wurzeln.

Du hast ja bei DON DOKKEN gespielt, das Album "Up From The Ashes" ist ein wirklich groartiges Album fr mich. Kannst du dich erinnern wie es zu dieser Zeit war mit dieser Art von "Supergroup" des "Melodic Metal" zu arbeiten?

Es war toll. Ich war fr etwa 3 Jahre bei ihnen. Eigentlich war ich dreimal in der Band, von 1989 bis Ende 1992 und dann fr kurze Zeit in 1997/98 und dann noch einmal 2001/2002. Aber es war toll, weil ich mit klasse Musikern spielen konnte wie Mickey Dee, dem Drummer von MOTRHEAD. Und auch mit Peter Baltes, dem Basser von ACCEPT, der auch auf meinen Solo-Alben wie auf "Face The Truth" und "Worlds Away" spielt, wir sind sehr gute Freunde. Und dann war da noch ein weiterer Gitarrist, Billy White. Es war eigentlich das erste Mal, dass ich mit einem anderen Gitarristen live zusammenspielte, aber es war toll und machte sehr viel Spa. Don Dokken wollte diese Art von SCORPIONS- oder ACCEPT-Ding, weil er ein groer Fan dieser Bands ist. Sein erstes Album "Breaking The Chains" wurde hier in Deutschland aufgenommen und verffentlicht. Die Plattenfirma war hier in Deutschland, er bekam hier seinen ersten Vertrag, sie wollten ihn zu dieser Zeit nicht in Los Angeles unter Vertrag nehmen, weil dort war mehr dieses Discozeug oder was auch immer angesagt. Er half auch mit einigen Background-Vocals und hnlichem als Klaus Meine die Stimmbandprobleme auf dem "Blackout"-Album hatte. Er wollte dieses Lineup mit 2 Gitarristen. Wir hatten dann eine groartige Tour mit 120/130 Shows.

Hast du mit ihm in Europa gespielt?

Nein, wir waren tatschlich nicht in Europa, aber spter mit "Long Way Home" waren wir in Europa auf Tour. Mit DON DOKKEN tourten wir nur in Amerika, Kanada und Japan. Don war hauptschlich auf Amerika konzentriert und als wir gerade auf Tour waren kam dieses Grunge-Ding und ttete uns. Ich dachte nicht sehr viel darber nach, ich machte das, was ich sowieso immer tat, aber er war sehr besorgt so in der Art "Oh mein Gott, diese Typen aus Seattle kommen, was sollen wir machen?". Ich sagte was meinst du, was sollen wir machen? Lass uns machen, was wir am besten knnen, wir werden uns nicht ndern, wir folgen keinen Trends. Lass uns machen, was wir auch immer machen wollen.

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Du warst auch mehrmals in Kontakt mit U-F-O. Ich glaube, du hast auch ein paar Gigs mit ihnen gespielt. Warum bist du nie bei U-F-O eingestiegen?

Nein, ich habe nie einen Gig mit ihnen gespielt, weil ich genau zu dieser Zeit den Anruf von Ian Haughland wegen der Reunion von EUROPE bekam. Ich sprach mit Phil Mogg, dem Snger von U-F-O, er fragte mich, ob ich bei ihnen einsteigen wolle und ich sagte "lass mich darber eine Nacht schlafen" und am nchsten Tag rief ich ihn an und sagte zu. Es war sehr vielversprechend, weil U-F-O eine meiner Lieblingsbands ist. Und dann telefonierte ich mit deren Manager Peter Knorn und er sagte "Willkommen bei U-F-O John, das wird groartig". Doch ich antwortete dann "Gut, hm, ich kann es nicht machen, mir wurde dieses Angebot mit der Reunion von EUROPE gemacht" und dann fragte er ob ich nicht beides machen knne. Aber ich kann leider nicht beides machen und so entschied ich mich fr EUROPE, weil sie wie meine Brder sind, wir sind zusammen aufgewachsen und ich kann auch meine eigenen Sachen spielen und ich denke es war eine sehr gute Wahl. Weil danach dachte ich, wow, wre ich nun bei U-F-O eingestiegen htte ich sehr viele Sachen von Michael Schenker, Paul Chapman und wem auch immer spielen mssen. Ich wre nicht ich selbst gewesen sondern eine Kopie von jemand anderem. So ist es nun viel besser, ich kann die Songs spielen die ich selber aufgenommen habe.

Habt ihr Plne nach dieser Tour noch eine Headliner-Tour zu machen und werdet ihr auch in Deutschland spielen?

Ja, machen wir, wir starten die Tour im Januar in Europa. Ich glaube es geht in Amsterdam los und dann Italien, Spanien UK, Frankreich, Holland und es sollten auch ein paar Shows in Deutschland dabei sein. Und im Dezember spielen wir noch an zwei wirklich groen Orten in Schweden. Unser neues Album bekam in Schweden Gold und wurde recht schnell Nummer 1 in den Album-Charts. Es ist unser erstes Album in 20 Jahren, welches hier in Schweden Nummer 1 wurde. Aber die Band war ja auch seit 12 oder 13 Jahre nicht da, wir existierten nicht, darum konnten wir auch nicht Nummer 1 werden.

Ihr habt letztes Jahr eine Akustik-CD gemacht, kannst du uns noch etwas darber erzhlen?

Ja, wir spielten eine Show im "Nolan" in Stockholm. Das ist eine sehr legendre Location. Dort war lange nichts und nun haben sie diesen Ort wiederhergestellt und so dachten wir, wir sollten mal etwas anderes machen und spielten halb elektrisch und halb akustisch und es war eine groartige Show an einem kleinen Ort. Ich wei nicht genau, wie viele Leute dabei waren, vielleicht 1000, unsere engsten Freunde, wie Joey immer sagt. Wir entschieden uns, die Show zu filmen und wir taten auch etwas, was wir eigentlich vorher noch nicht getan haben, wir spielten einige Cover-Songs. So eine Art Tribut an unsere Einflsse aus der Vergangenheit. Wie spielten einen LED ZEPPELIN-Song, "Since Ive Been Loving You", einen THIN LIZZY-Song, einen U-F-O-Song und einen Song von PINK FLOYD, was nicht meine Schuld war (mal wieder lautes Lachen). Ich wollte den THIN LIZZY- und den U-F-O-Song und alle stimmten zu. Und ich glaube es war Ian oder Mick, die den PINK FLOYD-Song spielen wollten, weil sie groe Fans dieser Band sind. Und dieser Song, "Wish You Were Here" ist sogar auch einer meiner Favoriten und er kam sehr gut rber. Und wir wollten auch ein bisschen Spa mit den Songs, die wir in der Vergangenheit aufgenommen haben und arrangierten sie etwas anders. Ich meine wenn du die Akustik Version von "The Final Countdown" hrst, ist es ein anderes Tempo, mehr so in der Art "ich bin im wilden Westen und reite auf einem Pferd durch die Wste" (achso!!!). Es war ein groartiges Experiment fr uns, die Songs verschieden zu arrangieren und es hat uns sehr viel Spa gemacht.

So, das waren meine Frage. Zum Schluss mchte ich dir noch sehr fr deine Zeit danken und fr all die guten Zeiten die ich mit eurer Musik in all den Jahren hatte und wnsche dir fr die Zukunft alles Gute. Immer, wenn ich den Song "Hero" hre, denke ich daran, wie ich frher Gitarristen wie dich, Gary Moore oder Yngwie Malmsteen gehrt habe. Ihr seid meine "Heroes" gewesen.

Danke, ich wei deine Aussage sehr gut einzuschtzen! Ja, das ist ein groartiger Song. Es ist eine Art Tribut an Phil Lynott, den Snger und Bassisten von THIN LIZZY. Es ist ein Song ber uns, wie wir heranwuchsen, auf Konzerte gingen und all die Sachen. Und ber Phil Lynott, der zu dieser Zeit unser groer Held war. Er war einfach "the main man"!

An dieser Stelle mussten wir leider aufhren, weil John sich noch auf den Auftritt an diesem Abend vorbereiten musste. Ein wirklich netter John Norum, der sich fr diese Lnge des Interviews die Zeit genommen hat und wirklich sehr, sehr freundlich war. Die Zeit war so schnell vergangen. Es hat einfach Spa gemacht, mit ihm ber diese ganzen Rockgeschichten zu reden.

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