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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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TEN YEARS AFTER
40 Jahre nach Woodstock immer noch sehr agil!
Thorsten Schwalbach
www.tenyearsafternow.com


Im Januar 2009 spielten TEN YEARS AFTER ein klasse Konzert im schnen Caf Hahn in Koblenz. Sehr bald nach Konzertende erschien schon die ganze Band am Merchandisestand. Da mir die Gitarren vom "Neuen" Joe Gooch (ersetzte vor einigen Jahren Alvin Lee als Snger und Gitarrist der Band) sehr gefallen, nutzte ich spontan die Chance, ihm einige Fragen ber die Band und anderes zu stellen. Er war sehr nett und freundlich, weshalb mir dieses Interview sehr viel Spa gemacht hat. Ich hoffe, ihr habt beim Lesen soviel Spa wie ich, als ich das Interview gemacht habe.

Kannst du zunchst mal etwas ber dich erzhlen, ber vorherige Bands und solche Dinge?

Na klar, also ich spiele jetzt seit 5 Jahren bei TEN YEARS AFTER, und davor hatte ich in England einige halbprofessionelle Bands. Ich glaube nicht, dass irgendjemand schon mal was davon gehrt hat. Die Bands waren eher Independentrockbands. Und dann habe ich noch meine eigene Art von Progressivrockprojekten in meinem eigenen Studio gemacht. Allerdings war ich zu der Zeit nicht wirklich ausgelastet oder hatte etwas Konkretes am laufen. Aber aktuell arbeite ich noch an einem anderen Projekt, das hoffentlich noch in diesem Jahr verffentlicht wird.

Kannst du bitte etwas ber deine Einflsse, z. B. Lieblingsgitarristen usw. erzhlen?

Natrlich. Fr mich war (Jimi) Hendrix der erste groe Einfluss auf der E-Gitarre. Er hat mich wirklich dazu inspiriert, E-Gitarre spielen zu wollen. Danach entdeckte ich (Eric) Clapton, LED ZEPPELIN und solche Sachen und natrlich Bluesgitarristen wie Robben Ford. Aber ich mochte auch immer Leute wie Larry Carlton, weil meine Eltern solche Sachen gehrt haben. Daher kommen auch diese jazzigen Einflsse in meinem Spiel. Als ich dann etwas lter war entdeckte ich eher die modernen Rockgitarristen fr mich, Leute wie Steve Morse, Steve Vai, John Petrucci oder auch Ritchie Kotzen. Das sind Gitarristen, die ich sehr mag. Ich hre mir einfach sehr viele verschiedenartige Gitarristen an.

TEN YEARS AFTER

War es eigentlich schwierig fr dich, den Respekt der Fans zu erhalten, als du damals bei TEN YEARS AFTER eingestiegen bist? Ich glaube, die Band hat doch viele Fans, die ihr schon ber viele Jahre treu sind.

Absolut. Ich glaube, bei unseren Konzerten sind immer viele Leute im Publikum, die einiges lter sind als ich, und die wollten am Anfang erst mal sehen, wie das alles so anluft. Es hat sich aber sehr gut entwickelt. Offensichtlich gibt es schon einige "Hardliner" unter den Fans, die die neue Besetzung nicht so mgen und auch nicht mehr zu unseren Konzerten kommen. Aber die meisten Fans haben meinen Einstieg positiv aufgenommen, als sie davon gehrt haben. Wir sind jetzt einfach eine neue Verkrperung der Band. Auerdem wollen die anderen Bandmitglieder einfach weiter arbeiten und spielen. Wir ziehen das jetzt schon seit fnf Jahren durch, und wenn die Fans es hassen wrden, wrden wir es bestimmt nicht mehr machen.

Kanntest du die alten Stcke, als du eingestiegen bist, oder musstest du die ganzen alten Sachen bei deinem Einstieg erst lernen?

Oh nein, ich habe damals keinen Song von TEN YEARS AFTER gekannt. Ich musste die ganzen Songs bei meinem Einstieg lernen. Ich war wirklich kein Fan der Band. Ich hatte keines ihrer alten Alben. Ok, ich kannte den Film von "Woostock", aber ansonsten kannte ich keinen Song. Die habe ich alle erst fr die ersten Konzerte mit der Band gelernt.

Und wie ist es fr dich, mit diesen Leuten zu spielen, die ja doch deutlich lter sind?

Ich glaube schon, das es ungewhnlich ist, aber es ist gut, es ist fr mich eine sehr positive Sache. Stell dir vor, ich kann mit Leuten zusammenspielen aus einer ra der Musik, die mich selbst dazu inspiriert hat, mich mit meinem Instrument zu beschftigen. Die anderen Bandmitglieder kannten Hendrix oder LED ZEPPELIN und waren mit all diesen Leuten aus dieser Generation auf Tour. Das ist schon groartig fr mich, ein echter Glcksfall. Und sie nehmen mich ernst. Es ist wirklich gut und macht groen Spa, mit den anderen Mitgliedern von TEN YEARS AFTER zusammen zu arbeiten.

TEN YEARS AFTER

Letztes Jahr habt ihr mit "Evolution" ein sehr gutes neues Album verffentlich. Ich mag besonders diesen Mix aus Rock und Blues auf dem Album. Kannst du bitte etwas ber das Album aus deiner Sicht erzhlen?

Ich glaube schon, dass das Album richtig gut geworden ist. Es ist schon ein bisschen eine Abwendung von dem, was TEN YEARS AFTER in der Vergangenheit gemacht haben. Doch, ich bin schon zufrieden mit einigen Gitarrenparts auf dem Album. Ja, und es hat auch eine interessante Mischung von verschiedenartigen Elementen. Aber auf unseren derzeitigen Konzerten spielen wir nicht das ganze Album. Wir streuen einige neue Stcke in das Set ein, so drei oder vier jeden Abend. Aber ich glaube, dass die neuen Songs, die wir spielen, schon gut angenommen werden.

Und wie verkauft sich "Evolution" bis jetzt?

Oh doch, es verkauft sich gut, sogar sehr gut bis jetzt.

Ihr habt auf dieser Tour jetzt schon einige Konzerte gespielt. Kannst du bitte etwas ber die bisherigen Konzerte erzhlen? Sind die Clubs gut gefllt?

Einige der Shows, die wir bis jetzt gespielt haben, waren sogar ausverkauft. In der Schweiz haben wir in einem greren Club an zwei Abenden gespielt, und beiden Konzerte waren ausverkauft. Doch, es luft gut fr uns auf dieser Tour bis jetzt.

Und was sind deine weiteren Plne mit TEN YEARS AFTER?

Im Moment sind wir ja auf Tour, um das neuen Album zu promoten, und diese Tour wird auch noch ein bisschen dauern. Und dann geht es vielleicht noch nach Amerika spter im Jahr. Vielleicht spielen wir dort dieses Jahr auf der Geburtstagsveranstaltung fr "Woodstock".

TEN YEARS AFTER

Du hast vorhin etwas ber ein anderes Projekt erzhlt, an dem du gerade arbeitest. Kannst du darber bitte noch etwas mehr erzhlen?

Klar, das ist eine Sache, an der wir jetzt schon einige Jahre arbeiten. Ich spiele dort mit einem engen Freund von mir zusammen. Wir spielen in dieser Band mehr Progressiv Rock, es klingt schon etwas anders als TEN YEARS AFTER. Es ist die ganzen Jahre eher so nebenbei gelaufen, aber jetzt sind wir soweit, dass wir schon bald etwas verffentlichen knnen. Wir hoffen, dass da dieses Jahr noch was kommt. Die Band heit THE ASCENT.

Dem ist eigentlich nicht mehr viel hinzuzufgen. Es hat wirklich Spa gemacht, mit Joe ber all diese Sachen zu reden. Natrlich war auch das Konzert sehr gut, weshalb es insgesamt ein super Abend war. Ich hoffe, schon bald etwas von Joes anderer Band zu hren. Ihn in einem etwas progressiveren Rahmen zu hren kling interessant. Abschlieend natrlich auch nochmal alle guten Wnschen an Joe und TEN YEARS AFTER und nochmal vielen Dank fr diesen tollen Classic Rock-Abend.

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