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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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Das Scheit
Seltene Konzerte in der Heimat
Thorsten Dietrich
www.dasscheit.de


Das Scheit ist eine Gothic Metal Band aus dem Frankfurter Raum und hat dieser Tage eine beraus gute Scheibe heraus gebracht. Da mir der geschminkte Haufen total unbekannt war und ich neugierig geworden bin, dachte ich, es sei mal wieder Zeit fr ein Interview, was ich mit Gitarrist Sascha hielt.

Wie kommt Eine Band auf die ungewhnliche Idee sich das Scheit zu nennen und was fr Reaktionen hat das schon hervor gerufen?

Der Name stammt von der TV-Serie "Das Geheimnis von Twin Peaks". Mystischer David Lynch Stoff. Uns gefiel die Serie damals und zur Aufklrung eines rtselhaften Mordes, lief eine durchgeknallte, alte Dame mit einem Holzscheit durch den Wald, die DAS SCHEIT als Orakel benutzte. Natrlich ruft der Namen immer wieder diese Frage auf, andererseits bleibt er hngen und lsst sich auch keiner bestimmten Sparte zuordnen.

Das Scheit

Im Anschreiben war, wenn ich mich nicht irre, von einer Drummerin die Rede in der CD ist sie nicht und auf eurer Seite finde ich gar keinen Schlagzeuger , nur im Livelineup. Seid ihr eine von diesen Gothicbands, wie Unheilig, die nur mit Drumcomputer arbeiten?

Nein, definitiv nicht! Wir sehen uns eher als Rockband. Die Drummerfrage war zum Zeitpunkt der Recordings ungeklrt. Unser alter und jetziger Livedrummer Ulf erklrte sich damals bereit das neue Album einzuspielen, da noch kein Ersatz vor dem Studiotermin gefunden war. Er verlie die Band damals in Freundschaft aus persnlichen Grnden, die mittlerweile geklrt sind. Kurz nach den Aufnahmen stie eine Drummerin zu uns, sodass der Beipackzettel mit Promofotos mit ihr als neuem Mitglied versehen wurden. Leider entstanden aber recht schnell Spannungen zwischen uns und die Einstellung zum Musikbiz stimmte berhaupt nicht berein, so dass wir uns nach nur 3 Monaten entschlossen die Reileine zu ziehen. Da war es natrlich zu spt, die Promos neu zu bestcken. Ulf wird uns nun auf Tour begleiten, wir werden sehen ob er wieder dauerhaft zur Band stoen wird... unser Wunsch wre es jedenfalls.

"So far from God so close to you" ist ein poetischer Titel! Wie seid ihr auf ihn gekommen und wie kam es zu der Konzeptgeschichte ber die Phasen der Trauer eines Menschen?

Das Album entstand in einer persnlich schwierigen Phase, die von etlichen Desastern gekennzeichnet war. Wenn man in so einer Phase steckt ist es vielleicht ganz normal sich textlich und auch musikalisch darber auszulassen. Das Konzept fgte sich so wie ein Puzzle zusammen und war die Konsequenz. Wenn die Gedanken sich immer um einen gewissen Punkt drehen, vergisst man leicht die anderen, wichtigen Dinge im Leben; was einen selbst als Individuum ausmacht. Das sagt der Titel eigentlich aus.

Das Scheit

Ihr habt zwei richtig coole Coverversionen im Programm, wobei sicherlich "No One" eine englischsprachige Version des Rap Songs "Niemand" vom Rdelheim Hartreim Projekt im Rockgewand am ungewhnlichsten ist. Beides ist weit entfernt von den typischen Coversongs und Lckenfllern. Wie waren denn bis jetzt die Reaktionen und woher stammt die Idee dazu?

Wir mochten es schon immer genrefremde Songs in unseren Sound zu transportieren. Die Reaktionen der Fans sind bisher ausnahmslos gut. Lediglich Leute, die generell mit unserem Sound nichts anfangen knnen, uern sich auch weniger freudig ber die Coverversionen. Bei "No one" war uns das aber klar, was uns aber egal ist, da wir die Nummer sehr mgen. Und die Mehrzahl der Leute scheint uns Recht zu geben. Die Idee war sehr spontan, da Clint ein Fan der alten Rdelheim ist und ihn einfach vorschlug. "Because the night" schwebte uns schon lnger vor, wir kamen nur vorher nicht dazu (lacht).

Als Gste bei einer Covernummer sind auch To Die For Snger Jape, sowie der Mann von End Of Green (Mr. Huber) an Bord. Wieso die beiden und braucht man heutzutage Gste, wie mir ein Promoter mal sagte, um etwas mehr Aufmerksamkeit zu erregen?

Dass die 2 keine Unbekannten in der Szene sind, ist fr uns natrlich kein Nachteil. Das war aber nicht der Grundgedanke, jedenfalls haben wir nicht nach einer Liste Leute angefragt. Mit Jape wollten wir schon etwas seit der letzten gemeinsamen Tour machen. Michelles Stimme passte ebenfalls hervorragend zum Song - wir kennen ihn ebenfalls vom Touren - und wir schickten ihm eine Demoversion, woraufhin er auch spontan zusagte. Wir schtzen beide sehr als Musiker und sind glcklich mit ihnen zusammengearbeitet zu haben.

Das Scheit

Das nehme ich den Scheiten auch durchaus ab! Sag doch mal bitte was zu euren alten Scheiben, die ich leider berhaupt nicht kenne?

Die ersten beiden Alben "Das Scheit" und "...and ice is forming" sind heute vergriffen, da sie nur als Eigenproduktion erschienen. Auf beiden Scheiben geht s deutlich rauer zur Sache. Einen deutlichen Schritt in die heutige Ausrichtung gingen wir dann 2005 mit "Superbitch". Nach dieser Scheibe tourten wir auch erstmals ausgedehnt und sie war unser Eintrittsticket in die gothlastigere Szene. Ich glaube anhand der Alben kann man die Entwicklung bis heute ganz gut verfolgen - bzw. wo es in Zukunft auch hingeht. Im Liveprogramm befinden sich jedoch nur Stcke von "Superbitch", sowie dem neuen Album.

Wie sieht es denn an der Livefront aus, als Band aus dem Raum Frankfurt/M. Httet ihr doch bestimmt zumindest lokal Chancen des fteren aufzutreten. Ich habe gehrt da gibt es bald Dates mit End Of Green und Lacrimas Profundere?

Komischerweise sind und waren wir im heimischen Raum weniger unterwegs. Auer mit Wednesday 13 in Wiesbaden und Lacrimas in Frankfurt finden die kommenden Dates ber die Republik verteilt statt. Wir schauen ebenfalls momentan nach einer passenden Tour, um flchendeckend prsent zu sein. Fr den ein oder anderen drfte jedoch was in der Nhe dabei sein. Checkt einfach mal unsere Page! Wir freuen uns natrlich ber jeden der vorbeischaut

Wenn ich es schaffe, werde ich mir die Band auf jeden Fall live anschauen und was macht ihr?

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