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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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SCARED TO DEATH
Old School Thrash mit Message
Thorsten Dietrich
www.scaredtodeath.de


Thrash Metal der alten Schule ohne Metalcore ist im Moment wieder stark im Kommen und auch in Deutschland gibt es jede Menge Bands, die sich diesem Stil verschrieben haben. SCARED TO DEATH ist auch so eine Band, gerade gegrndet, schon mit einem Album am Start und demnchst auf Tour mit DESTRUCTION. Bassist Kevin Fischer ist deshalb auch gut gelaunt, als ich im paar Fragen zu seiner Band stelle.

Ihr spielt old school Thrash und euer Cover erinnert sehr an 80er-Cover von Ed Repka (Evil Dead). Was sind denn eure Einflsse?

SCARED TO DEATH

Nun wir sind mit Bands wie EXODUS, METALLICA und IRON MAIDEN aufgewachsen. Ich denke dass diese Bands den grten Einfluss auf uns hatten. Nach und nach stieg die Begeisterung fr Thrash Metal und es folgten Bands wie FORBIDDEN, DEATH ANGEL und EXODUS, die durch unsere Gehrgnge flossen. Neben der Musik waren es auch die Cover-Artworks, die zum Wiedererkennungswert dieser Bands beitrugen. Gerade diese gezeichneten Artworks, die noch richtig von Menschenhand gemacht wurden, haben uns auch fr unser Debt-Album am Besten gefallen. Deswegen fiel bei uns die Wahl auch auf solch ein Artwork.

2006 gegrndet, 2008 ein Album und Deal,danach auf Tour mit DESTRUCTION, ging alles flott. Wie kommt sowas, Glck, Beziehungen, Ehrgeiz?

Ich denke, dass hier Glck und Ehrgeiz am Besten zutreffen. Wir haben mit unserem Demo-Album ca. zehn Bewerbungen versendet und damit einen Vertrag bekommen. Ich kenne Bands, die es schon seit Jahren gibt, viele CDs in Eigenregie verffentlichen und viel Geld fr zahlreiche Bewerbungspckchen ausgeben. Hier hatten wir wirklich Glck .Die Tour mit DESTRUCTION ist mehr auf Ehrgeiz zurckzufhren. Wir spielen Mitte Oktober bei einem zweitgigen Metal Festival in Passau, wo u.a. auch DESTRUCTION spielt. Daraufhin haben wir den Veranstalter Alex Kluiber solange genervt, bis er DESTRUCTION eine CD von uns gegeben hat (lacht). Alex macht fr uns das Booking/Management und durch sein Engagement wurde der wichtigste Schritt bzgl. der Tour gemacht. Wenn allerdings DESTRUCTION unsere CD bzw. unsere Musik berhaupt nicht gefallen htte, htten sie uns auch nicht auf Tour mitgenommen. Also ist auch hier Glck nicht ganz auszuschlieen.

Ihr seid ja ein klassisches Trio, war das bewusst gewhlt oder hat sich das so ergeben?

Ja, das war bewusst so gewhlt. Wir sehen dadurch mehr Vorteile als Nachteile. Auftritte & Proben lassen sich leichter bewerkstelligen, weil weniger Leute zeitlich leichter unter einem Hut zu bringen sind. Das Songschreiben fllt uns zu dritt ebenfalls leichter. Auch finden wir, dass gerade Live der Sound mit einer Gitarre und einem verzerrten Bass klarer ist; bzw. es hrt sich nicht so matschig an. und wir dachten es funktioniert bei SODOM & DESTRUCTION, also knnte es bei uns auch klappen.

SCARED TO DEATH

Eure Texte sind ja teils politisch, wie das schon US-Bands wie MEGADETH und Co. in den 80ern begonnen haben. Wie wichtig ist deiner Meinung nach eine Message im Metal?

Ich finde es schon wichtig, dass anhand von Songs eine Message bermittelt werden soll. Gerade der Metal ist Klischee-behaftet und viele Songs gehen ber Tod, Zerstrung, menschlicher Verfall, etc. Diesbezglich. nehmen wir uns nicht aus, also die Hlfte unserer Songs beinhalten auch diese Themen. Es ist einfach eine extreme Musikrichtung, wo auch extreme Themen besungen werden. Allerdings haben wir auch Songs wie z.B.: "Holy War" oder "Paint the White House Black", die rein politische Themen behandeln. Hier kritisieren wir hauptschlich Amerika, dass sie Leute in den Krieg schicken und viel Geld fr Waffen ausgeben.

Was erschreckt dich denn zu Tode?

..wenn mich das FBI verhaftet und nach Guantanamo verschleppt, da George W. Bush unser Lied "Paint the White House black" nicht gut findet (lacht).

Wenn SCARED TO DEATH noch etwas mehr einen eigenen Stil entwickeln knnte aus den Newcomern vielleicht (noch) mehr werden!

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