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18. Mai 2013 - Uhr
 
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FEAR MY THOUGHTS
Rockige Angelegenheit!
Christoph Füllenbach
www.fearmythoughts.com


FEAR MY THOUGHTS haben mit Isolation ordentlich Mut gezeigt und mal eben das komplette musikalische Konzept der Band verändert. War man vorher mit den beiden Alben "Vulcanus" und "Hell Sweet Hell" für leicht progressiv angehauchten Metalcore bekannt, so besinnt man sich heute eher auf die die rockigere Seite des Metals. Zwischen dem letzten und dem aktuellen Album hat sich zusätzlich noch etwas wichtiges verändert, der Mann hinter dem Mikrophon ist ein anderer. Wie es dazu kam, wie er sich eingelebt hat und wie man sich das Ganze zukünftig live vorstellen kann, könnt ihr im Folgenden erfahren.

Hey Jungs! Hat sich Martin inzwischen gut bei euch eingelebt? Wie habt ihr ihn eigentlich damals kennen gelernt?


Hallo! Martin ist seit ein paar Jahren ein guter Freund der Band! Er war mit uns auch schon als Merchandiseverkäufer und Aushilfsbassist auf Tour! Somit kannten wir uns schon ziemlich gut und das "Einleben" fiel allen leicht!

Ist er einer der Hauptgründe für den Wechsel des musikalischen Stiles, oder hattet ihr das Gefühl im alten Genre alles wichtige erledigt zu haben?

Fear My Thoughts Wir hatten wirklich das Gefühl, mit "Vulcanus" alles gesagt zu haben, was in diesem Bereich möglich war. Wir begannen neue Songs zu schreiben und ein Grund für den Ausstieg unseres alten Sängers Mathias war, dass ihm diese neuen Sachen nicht so zugesagt haben.

Wie kann man sich den Wandlungsprozess vorstellen? Kam einer von euch auf die Idee und hat plötzlich "neue Musik" präsentiert, oder habt ihr den neuen Stil gemeinsam erarbeitet?

Wenn wir proben, jammen wir in der Regel erst einmal 15-30 Minuten, um warm zu werden. Dabei entstehen meistens Parts, die eher an diese neue Schiene erinnern. In der Vergangenheit haben wir aber immer gesagt:"Okay, das war der Aufwärm-Jam, das gefällt zwar allen von uns, aber wir müssen uns auf unseren Stil konzentrieren!". Diesmal haben wir einfach alles laufen lassen, ohne an Kompromisse und Erwartungen zu denken. Einfach das genommen, was aus uns raus musste. Hätten wir nicht auf unser innerstes gehört, hätten wir uns wahrscheinlich aufgelöst!

Nach dem Wechsel, seit ihr mit dem was ihr auf "Vulcanus" und "Hell Sweet Hell" gemacht habt, immer noch zufrieden?

Ja, "Hell Sweet Hell" und "Vulcanus" sehe ich immer noch als sehr gute Alben an. Im Nachhinein hätte ich mir aber einen lebendigeren, dreckigeren Sound gewünscht. Wir spielen ja auch noch sehr viel alte Stücke live und das macht auch Spaß. Martin singt diese dann auch im alten Stil.

Das Album erscheint mir von den Texten her sehr negativ. Ich hoffe bei euch ist alles in Ordnung?!

Witzig ist ja, dass Martin, der alle Lyrics schreibt, eine ziemliche Frohnatur ist und immer einen Witz auf Lager hat. Er kompensiert da wohl was mit diesen düsteren Texten, haha ( lacht ).

Das Artwork der Scheibe gefällt mir sehr gut, seit ihr selber dafür verantwortlich?

Ja, unser Gitarrist Markus hat eine gut laufende, kleine Designfirma. Er arbeitet viel für andere Bands, somit war es naheliegend ihn für das Artwork anzuheuern. Ich finde es auch großartig. Die alten Familienfotos stammen übrigens aus dem Fundus meiner Frau.

Mir ist aufgefallen das die Kritiken meistens sehr gut ausgefallen sind, Kommentare von Fans zu diesen häufig jedoch eher negativ sind. Was habt ihr bis jetzt für Resonanzen bekommen, ist euch etwas ähnliches aufgefallen?

Fear My Thoughts Fear My Thoughts Zu Beginn waren viele Fanreaktionen negativ, das stimmt. Darauf waren wir ja auch vorbereitet. Nachdem man das ganze Album aber im Internet hören konnte, machten die negativen Stimmen nur noch einen kleinen Prozentsatz aus. Die Mehrheit der Meinungen ist nun positiv.

Was sagt ihr denn zur aktuellen Entwicklung in eurer "alten" Metalrichtung? Songstrukturen gehen verloren, Mathcore / Nintendocore werden immer erfolgreicher, woher kommt dieser Hang ins Extreme?

Ich denke es ist, besonders bei jüngeren Fans, eine ganz natürliche Entwicklung, sich immer neue Extreme zu suchen. In den 90ern waren es Slipknot und Korn, Heute sind das Bring Me The Horizon oder Job For A Cowboy. Da viele dieser Bands aber nur auf das "Extremsein" und den Look ausgelegt sind, fehlt ihnen ganz oft die musikalische Substanz. Dieser Trend wird sicher schnell wieder verschwinden und vom nächsten abgelöst werden, so wie immer. Aber es ist schon ziemlich strange, auftoupierte, 15 jährige Emo-Mädels mit Waking The Cadaver - Shirts durch die Gegend wackeln zu sehen, haha ( lacht ).

Hat sich auch euer persönlicher Musikgeschmack mit der Arbeit am aktuellen Album verändert? Was findet man denn bei euch im Moment im CD-Spieler, was sind eure Inspirationsquellen?

Nein, gar nicht. Was bei Isolation rauskam, schlummerte schon jahrelang in uns. FMT war immer ein Teil Metal und ein Teil Progressiv/Experimentell/Postcore/Indie/Rock, wie auch immer man es nennen mag. Diesmal haben sich einfach die Prioritäten verschoben. Es war nicht so: "Ab heute bin ich Rockfan", das bin ich seit 20 Jahren. Ich höre momentan am meisten: Oceansize, Neurosis, Radiohead, Meshuggah, Opeth, Thrice, Porcupine Tree, Portishead, Amplifier, Textures, The Ocean, King Crimson, Led Zeppelin, Pink Floyd, Black Sabbath u.v.m.

Wie sieht es denn mit kommenden Liveauftritten auf? Werden da die alten Sachen wild mit den neuen durcheinander geworfen, oder habt ihr etwas anders vor? Wann kann man euch denn nochmal live bewundern?

Wir bieten momentan einen ausgewogenen Mix aus altem und neuen Material, was sehr gut zusammenpasst, da eine große Dynamikspanne entsteht. Langweilig wird das sicher nicht, haha ( lacht ). Wir spielen dieses Jahr noch viele Shows, unter anderem die "Where Death comes most alive-Tour" mit Dark Tranquillity und Poisonblack.

Nette Jungs! Kauft das Album, es ist höllisch gut!
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