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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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DRAGONLAND
Fantasy Metal aus Schweden
Thorsten Dietrich
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Die schwedische Metalband Dragonland haben ihr zweites Album draußen, welches gute Songs aber keine wirkliche eigene Identität aufweisen kann. Aber ich denke, die Jungs werden das in der Zukunft gemanaget bekommen und sich ihren eigenen Stil schaffen. Ich mag das Album und manch ein Fantasy Metal Freak wird davon wohl kaum genug bekommen können. Ich sprach mit Gitarrist Niclas Magnusson.

Hi Niclas!
Ich finde euer Artwork sehr gut. Es sieht nicht aus, wie ein typisches Powermetal Album, weil es viel dunkler ist. Bist du zufrieden damit?

Ja, wir sind auf jeden Fall zufrieden damit. Es passt sehr gut zu der Story und zur Musik. Wir wollen uns auch etwas von der Etikette des Power Metal entfernen, besonders für das dritte Album…oder uns wenigstens weiterentwickeln, sodass wir nicht mehr als typische Power Metal Band bezeichnet werden.

Das klingt gut.
Erkläre bitte kurz die ganze Story des ersten und zweiten Albums.

Es ist eine Fantasy - Story, die sich über zwei CDs spannt. Sie handelt von dem Kampf zwischen Gut und Böse in einer dunklen Welt. Auf die erste CD kamen gute Reaktionen, weil sie so ein überraschendes Ende hatte…das Böse gewinnt, hehehe…

Das war sehr kurz…
Warum seid ihr nicht wie all die anderen skandinavischen Metalbands? Was ist eure Stärke?

Ich glaube, unsere Stärke ist, im Gegensatz zu anderen Bands, die sich oft gewöhnlich anhören, dass wir verschiedene Inspirationen in unsere Musik einfließen lassen. So kann man zum Beispiel bei dem Song "Blazing Hate" deutlich einige Black Metal Einflüsse heraushören und bei "Through eleven woods…" sind schwedische Folk - Musik Einflüsse sehr präsent. Das und die zusätzliche Atmosphäre der immensen Keyboard Arrangements setzt uns ab von dem Rest.

Einige Leute, darunter ich, kategorisieren euch als eine Mischung aus lyrischen Rhapsody und musikalischen Sonata Arctica. Stimmst du mir zu?

Das mit den Texten kann ich irgendwie verstehen, obwohl ich finde, dass unsere Storys mehr durchdacht, detaillierter und emotionaler sind als die von Rhapsody. Musikalisch finde ich, klingen wir mehr wie eine Mischung aus der Musik von Nightwish und den Vocals von Stratovarius.

OK, das ist eine alternative Beschreibung.
Ihr seid große Fantasy - Fans. Durch was lasst ihr euch beeinflussen? Gibt es auch musikalische Einflüsse?

Ich denke, dass sich Jonas von Fantasy - Büchern inspirieren lässt, musikalisch kann ich ehrlich gesagt keine Bandnamen als Influenz nennen…vielleicht ist Elias ein wenig von Bal-Sagoth beeinflusst.

Diese komischen Briten!
Warum hat eine schwedische Band einen Vertrag in Griechenland?

Sie haben uns ein Angebot gemacht, das wir nicht ablehnen konnten, also warum nicht? Sie bezahlen Lizenzgebühren in Olives und Sambouka, hahaha…nein, ich mache nur Spass!! Der Vertrag stattet uns mit allem aus, damit wir unsere Musik so gut wie möglich machen können. Zum Beispiel wurde das Album in dem besten Studio Schwedens (Studio Fredman) aufgenommen. Außerdem zeichnen sie weltweite Distributionen, besonders in Japan.

Wirklich? Das scheint tatsächlich ein guter Vertrag zu sein.
Wie lauten eure diesjährigen Pläne?

Momentan bereiten wir unseren neuen Drummer (Jesse Lindskog, früher NOSTRADAMEUS) auf unsere Live Gigs vor und wir haben angefangen, an neuen Songs zu arbeiten, die, soviel kann ich verraten, einige Überraschungen offen halten. Wir werden auch bald auf Tour mit Nocturnal Rites und Morifade gehen.

Da bin ich mal gespannt.
Was macht ihr außer Dragonland?

Alle von uns arbeiten oder studieren, solange wir es uns leisten können. Wahrscheinlich werde ich ewiger Student…

Das ist wohl möglich. Wie alt bist du?

Ich bin 24 Jahre alt. Die ganze Band ist zwischen 22 und 30 Jahren alt.

Zurück zur Musik: ich finde, ihr setzt sehr häufig das Keyboard ein. Wird diese Dominanz auch auf dem nächsten Album zu finden sein?

Ja, irgendwie schon, aber auf eine völlig andere Art, hehehe…Ich will jetzt nicht zu viel verraten. Aber keine Sorge, wir legen auf dem nächsten Album mehr Wert auf die Gitarrenriffs, womit die Keyboard einen anderen Platz einnehmen.

Gut!
Ist die Fantasy - Story abgeschlossen? Habt ihr schon Ideen für die nächste Story?

Das nächste Album wird kein Konzeptalbum, und es wird nicht allzu viel Fantasy in den Lyrics vorkommen. Dies ist ein beabsichtigter Schritt von unserer Seite aus, den Power Metal Sound in einen eigenen Sound zu verwandeln. Wir werden sehen, was bei den Bemühungen herauskommt.

Das klingt sehr interessant!
Hast du noch ein paar Worte zum Abschluss?

Keep the flame of metal burning high…

Werden wir. Metal ohne Grenzen, no genres, just Metal! Danke für das Interview!

Wenn Dragonland mit ihrem neuen Album ihre eigene Identität finden, denke ich, dass sie auch ein größeres Publikum erreichen können. Denn obwohl sie spielen können, hat man ihren Sound doch schon zu oft gehört.
Wir werden sehen.


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