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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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MALFEITOR
Nur eine Frage der Zeit
Andre Kreuz
www.malfeitor.net


MALFEITOR aus Italien machen, ganz im Gegensatz zu ihrem eher warmen Wohnsitz, eiskalten Black Metal. Trotz aller Raserei ist "Unio Mystica Maxima" gespickt mit vielen dunklen Ideen, die das Album zu einem echten schwarzen Juwel im von Mittelma berschwemmten Genre werden lsst.
Grund genug, Atum (dr.) und Namensgeber Malfeitor Fabban (bass/vox/guit.) mit einer Ladung Fragen auf den Zeiger zu gehen:

Zum Aufwrmen, gib uns doch bitte mal ein paar Hintergrund-Informationen zu MALFEITOR!

Malfeitor

Atum: MALFEITOR wurde geboren, als ich im Dezember 2006 auf M:Fabban traf. Wir beide waren auf der Suche nach einem ernsthaften Black-Metal-Projekt und als wir sahen, dass wir die gleichen Ideen und Visionen teilten, fingen wir an zu Jammen und diese Ideen zusammen zu tragen. So ging es los.
Was den Plattenvertrag angeht, so haben wir einfach eine Promo-CD quer durch Italien und Europa geschickt, an der viele Labels Interesse zeigten. Viele machten uns Angebote, wir whlten einfach das aus, das uns in Sachen Promotionen und anderem am meisten brachte. Ich bin sehr stolz, dass wir bei Scarlet Records unterschrieben haben.

Wo kommt der Bandname her und wofr steht er?

Atum: Wir whlten einfach den aus, der uns unter einigen anderen am besten gefiel. Es steckt keine besondere Bedeutung dahinter.

Malfeitor, Du bist ja auch Mitglied bei den italienischen Black-Metal-Rabauken von ABORYM. Wie ist denn da der Stand der Dinge? Wie wrdest Du einem unbedarften Metalhead den Unterschied zwischen MALFEITOR und ABORYM erklren?

Malfeitor: Ich schreibe tatschlich gerade an einem neuen Album. Sowohl Gitarren-Riffs, Synthies und alles andere. Keine Ahnung, wann wir wieder ins Studio knnen, aber eins ist klar: Das neue Album wird fuckin' dunkel. Dunkel! Es gibt keine Verbindung zwischen ABORYM und MALFEITOR. Es sind unterschiedliche Bands, mit unterschiedlichen Musikern, unterschiedlicher Einstellung und anderer Musik. MALFEITOR ist zudem auch eine Live-Band, whrend ABORYM jetzt eine Studio-Band ist, die von mit und Bard G. Eithun angetrieben wird.

Wie geht ihr ans Songwriting ran? Ausgehend von eurem letzten Release "Unio Mystica Maxima" msst ihr ja mit einer ganzen Menge an Ideen ins Studio gehen!

Atum: Als Drei-Mann-Line-up bevorzugen wir es, uns erst zu treffen und Ideen ber Songs und so weiter auszutauschen. Dann gehen wir in den Proberaum und arbeiten am "Rohmaterial". Mit dem neuen Line-up kommt alles noch natrlicher zustande, wir wachsen sowohl als einzelne Musiker als auch als Band und das neue Album wird einfach nur der Killer werden.

Wie wichtig sind euch eure Texte und worum geht es da? Ist es euch wichtig, dass sich die Leute, die eure Musik hren, auch mit den Texten auseinander setzen?

Atum: Wahre, inspirierte Musik kann nicht ohne Texte auskommen, ohne eine Nachricht, die es zu transportiren gilt. Andererseits kann man aber auch nie erwarten, dass die Leute den Inhalt der Texte teilen oder die Texte verfolgen. Aber das ist nicht weiter schlimm und kmmert uns nicht. Die wenigsten werden wirklich verstehen, der Rest wird einfach "hren".

Malfeitor: Meine Texte kommen von Vitriol. Sie sind schwarze Magie. Mich kmmern die Leute nicht, sie knnen die Texte lesen oder sie ignorieren, das ist nicht mein Problem. Die Texte zu lesen und in sie einzutauchen in einer richtigen und "geschtzten" Art und Weise wre vielleicht gut, um die Musik stark zu "fhlen", aber ich denke, dass das nur sehr wenige machen. Ist mir egal.

Dann lass uns mal ber den letzten Song auf "Unio Mystica Maxima" reden. Warum habt ihr "Black Magic Mushrooms" von MYSTICUM, diesen exzentrischen und dennoch sehr griffigen Song, gecovert?

Atum: Das ist ein Tribut an eine der grten Black-Metal-Bands ever. Und ich bin stolz darauf, da sogar MYSTICUM unsere Version des Songs mochten.

Was ist denn eure Verbindung zu MYSTICUM? Sind die eigentlich noch aktiv und habt ihr eine Ahnung, ob sie die Welt mal wieder mit einem neuen Album beglcken werden?

Malfeitor: MYSTICUM sind so was wie Brder fr mich. Ich stehe immer mit ihnen in Kontakt, besonders mit Ravn Preben, der ein enger Freund von mir ist. Wir werden uns im Dezember wieder treffen. Du solltest sie selbst nach ihren Plnen fragen und nicht mich, auch wenn ich wei, was sie gerade am treiben sind. Ich persnlich hoffe sehr, dass sie in der Zukunft ein neues Album verffentlichen werden.

Malfeitor

Ich auch! Aber zurck nach Italien: Die Black-Metal-Szene bei euch scheint ja eher bersichtlich zu sein, zumindest von auen gesehen. Was knnt ihr uns darber sagen und welche Bands knnt ihr empfehlen?

Atum: Es gibt hier keine Szene. Es gibt ein paar Bands, die unseren Respekt und unsere Untersttzung haben. Sie sind fr uns wie Brder. Der Rest labert nur dumm rum.

Malfeitor: Ich persnlich will nicht Teil irgendeiner Szene sein. Ich kmmere mich nur um meine Bands, meine Freunde und Menschen, die mir nahe stehen. MALFEITOR ist kein Teil einer Szene. Es gibt viele erfolgversprechende und interessante Bands hier, sie wissen wer sie sind...

Ihr habt krzlich ein paar Gigs mit den berchtigten SHINING gespielt. Was knnt ihr ber diese Erfahrung berichten?

Atum: Das war eine groartige Erfahrung, die Typen von SHINING sind klasse. Wir hatten eine tolle Zeit mit ihnen und werden vielleicht bald wieder die Bhne mit ihnen teilen.

Malfeitor: Ahh... SHINING... Wir sind enge Freunde, es war cool mit ihnen in Italien zu spielen. Wir treffen uns bald in Oslo und werden da ein paar echt interessante Dinge klarmachen.

Eine momentan in der Metal-Community hei diskutiertes Thema ist der sog. NSBM. Wie steht ihr dem gegenber?

Atum: Musik hat nichts mit Politik zu tun. Wer an Politik interessiert ist, sollte Politiker werden und kein Musiker. Wie auch immer, das juckt mich nicht.

Zum Abschluss: Was sind eure Plne fr die nahe Zukunft? Werdet ihr auf Tour gehen und ein paar Clubs und/oder Festivals heimsuchen?

Atum: Wir gehen sicher wieder auf Tour. MALFEITOR ist eine Live-Band, wir wollten immer viele Gigs spielen und wollen das auch weiterhin. Das nchste Live-Armageddon wird gerade ausgemacht, weitere werden bald folgen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis man unseren Namen mehr und mehr hren wird.

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